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Hallenrichtlinien FVR

Richtlinien für Fußballturniere und -spiele in der Halle

1. Veranstalter

Alle Vereine und Organe des Fußballverbandes Rheinland dürfen Fußballspiele in der Halle unter Einhaltung nachfolgender Bestimmungen durchführen, wobei hiermit auf die bestehende Turnierordnung ausdrücklich hingewiesen wird.

 

2. Spielregeln und Vorschriften 2.1. Fußballspiele in der Halle werden nach den gültigen DFB-Rahmenrichtlinien, den amtlichen Fußballregeln sowie den Vorschriften der Satzung und den Ordnungen des FVR durchgeführt. 2.2. Aus Zeitersparnis-Gründen kann das Punkte- und Torverhältnis herangezogen werden.

2.3. Bei einem Turnier soll ein Sportarzt oder ein Sanitätsdienst zugegen sein.

 

3. Sporthalle und Spielfeld

3.1. Das Spielfeld richtet sich nach den Hallenmaßen, muss rechteckig sein und soll der DIN-Norm (20 x 40 m) entsprechen. Wird mit Seitenbanden gespielt, so hat die Begrenzung des Spielfeldes durch eine mindestens 1 m hohe, festverankerte Bande zu erfolgen. Auch eine einseitige Bande ist gestattet.

3.2. Die Aufteilung des Spielfeldes erfolgt nach den Fußballregeln und ist den jeweiligen Größenverhältnissen der Halle anzupassen. Das Spielfeld wird durch Seitenlinien bzw. Seitenbanden und Torlinien begrenzt. Der Mittelpunkt des Spielfeldes muss gekennzeichnet sein. Der Strafraum wird durch den vorhandenen Hallenwurfkreis (Radius mind. 6 m) ersetzt oder ist als rechteckiger Torraum (Tiefe mind. 6 m) abzuzeichnen.

3.3. Es können die üblichen Handballtore genutzt werden; sie müssen 3 m oder 5 m breit und 2 m hoch sein.

3.4. Die 7-Marke ist dem Strafstoßpunkt gleichzusetzen; bei 5 x 2m-Toren = 9-Meter-Strafstoßmarke.

3.5. Es werden keine Eckfahnen aufgestellt. Die Eckstöße werden jeweils von den Punkten ausgeführt, an denen sich die Seiten- und Torlinien treffen.

 

4. Anzahl der Spieler

4.1. Eine Mannschaft soll aus höchstens 12 Spielern bestehen, von denen 5 Spieler (1 Torwart und  4 Feldspieler) gleichzeitig auf dem Spielfeld sein dürfen. Hat eine Mannschaft mehr als die vereinbarte Zahl an Spielern auf dem Spielfeld, so ist das Spiel zu unterbrechen und der Spieler, der zu früh das Spielfeld betreten hat, mit der gelben Karte zu verwarnen. Spielfortsetzung mit indirektem Freistoß für die gegnerische Mannschaft erfolgt dort, wo der Ball bei der Spielunterbrechung war.

4.2. Das Auswechseln von Spielern ist gestattet und soll im Bereich der Mittellinie erfolgen. "Fliegender Wechsel" und "Wieder-Einwechseln" ist gestattet.

4.3. Wird durch Feldverweis die Zahl der Spieler einer Mannschaft auf weniger als 2 Feldspieler verringert, so muss das Spiel abgebrochen werden. Es gelten die Bestimmungen für Spielwertung bei verschuldetem Spielabbruch.


5. Der Ball

Der Spielball muss in Größe und Gewicht dem altersspezifischen Ball bei Feldspielen entsprechen.

 

6. Ausrüstung der Spieler

6.1. Für die Ausrüstung der Spieler gelten - mit Ausnahme der Schuhe – die gleichen Bestimmungen wie beim Feldfußball. Eine Verpflichtung, Schienbeinschützer in der Halle zu tragen, besteht nicht 6.2. Die Spieler dürfen nur in Hallenschuhen spielen. Die Schuhe dürfen keine Stollen oder Absätze haben und müssen so beschaffen sein, dass sie keine Verletzungen der Mitspieler und keine Abriebspuren auf dem Hallenboden verursachen. Das Spielen ohne Schuhe ist nicht gestattet.

 

7. Spielzeit

7.1. Die Spielzeit beträgt 20 Minuten ohne Wechsel.

7.2. Die Spielzeit wird durch den Schiedsrichter oder einen Zeitnehmer festgestellt. Über eine evtl.         Nachspielzeit entscheidet der Schiedsrichter.

7.3. Die Gesamtspielzeit einer Mannschaft darf an einem Tag höchstens 180 Minuten betragen.

7.4. Die Pause für eine Mannschaft zwischen jedem Spiel soll grundsätzlich 15 Minuten betragen.

 

8. Spielleitung

Die Spiele müssen von zugelassenen Schiedsrichtern geleitet werden. Bei Jugendspielen können auch Jugendbetreuer herangezogen werden.

Dem Schiedsrichter sollen zwei Torrichter zur Verfügung gestellt werden, die auch Aufgaben der Schiri-Assistenten übernehmen können

 

9. Verwarnung / Feldverweis

Der Schiedsrichter kann einen Spieler einmal während eines Spieles für die Dauer von zwei Minuten des Spielfeldes verweisen, wenn ihm eine Verwarnung (gelbe Karte) nicht mehr gerechtfertigt, ein Feldverweis auf Dauer (rote Karte) jedoch noch nicht erforderlich erscheint. Ein Feldverweis auf Zeit kann sowohl ohne vorausgegangene als auch nach erfolgter Verwarnung ausgesprochen werden. Eine Verwarnung nach einem Feldverweis auf Zeit ist unzulässig. Die Mannschaft kann wieder durch einen Spieler ergänzt werden, wenn die gegnerische Mannschaft ein Tor erzielt, spätestens aber nach Ablauf von zwei Minuten.
Bei Feldverweis mit der roten Karte scheidet der jeweils betroffene Spieler aus dem Turnier aus und ist der zuständigen Spruchkammer zu melden. Eine Mannschaft, die einen Feldverweis mit der roten Karte hinnehmen musste, kann wieder durch einen Spieler ergänzt werden, wenn die gegnerische Mannschaft ein Tor erzielt, spätestens aber nach Ablauf von drei Minuten.
Die Strafzeit wird durch den Zeitnehmer bzw. Schiedsrichter überwacht.

 

10. Sonderspielregeln

10.1. Die Abseitsregel ist aufgehoben.

10.2. Bei Seiten-Aus wird der Ball durch Einrollen wieder ins Spiel gebracht. Der Torwart der ausführenden Mannschaft darf den Ball, nachdem er ihn direkt durch Einrollen eines Mitspielers erhalten hat, nicht mit der Hand berühren (indirekter Freistoß).

10.3. Ein Tor kann nur erzielt werden, wenn der Torschuss aus der gegnerischen Spielfeldhälfte erfolgte. Wird der Torschuss aus der eigenen Spielfeldhälfte abgegeben, so ist das Tor nur dann gültig, wenn der Ball in der gegnerischen Hälfte noch von einem Spieler berührt wurde. Eigentore zählen immer. (In Großsporthallen kann auch aus der eigenen Hälfte ein Tor - DFB-Regelung - erzielt werden.) 10.4. Alle Freistöße werden indirekt ausgeführt (Strafstoß ausgenommen). Beim Anstoß und bei allen Spielfortsetzungen müssen die Gegner mind. 3 m vom Ball entfernt sein. Aus einem Anstoß/Abstoß kann kein Tor "direkt" erzielt werden.

10.5. Wird ein Freistoß im Torraum/Strafraum von der verteidigenden Mannschaft verursacht, ist dieser auf der Linie des "Wurfkreises" von dem Punkt auszuführen, der dem Tatort am nächsten gelegen ist. 10.6. Auch der Torwart verursacht einen Eckstoß. Aus einem Eckstoß kann ein Tor direkt erzielt werden.

10.7. Berührt der Ball die Decke oder einen nicht zum Spielfeld gehörenden Gegenstand, erfolgt ein indirekter Freistoß unterhalb des Punktes, wo die zulässige Höhe überschritten wurde. Springt der Ball von der Decke ins Tor, erfolgt Spielfortsetzung mit Ab- /Eckstoß.

10.8. Hat der Ball die Torauslinie überschritten, nachdem er zuletzt von einem Angreifer berührt wurde, darf ihn nur der Torwart durch Werfen, Rollen oder durch Abstoß wieder ins Spiel bringen. Der Ball ist erst wieder im Spiel, wenn er den Straf- bzw. Torraum verlassen hat. Erfolgt der Abwurf oder Abstoß über die eigene Spielfeldhälfte hinaus, ohne daß ein anderer Spieler den Ball berührt hat, so ist auf indirekten Freistoß für die gegnerische Mannschaft von der Mittellinie aus zu entscheiden. Diese Bestimmung gilt im übrigen für jegliches Abspiel des Torwarts, wenn er zuvor den Ball mit einer Hand oder beiden Händen kontrolliert gehalten hat.

10.9. Der Torwart darf den Torraum verlassen, den Ball jedoch nur im Torraum mit der Hand spielen. 10.10. 7-m-Schießen / 9-m-Schießen. Es gelten die üblichen Bestimmungen des 11-m-Schießens mit der Ausnahme, dass alle auf dem Spielbericht aufgeführten Spieler teilnahmeberechtigt sind. Dem Schiri werden fünf Spieler benannt. Sollte das Strafstoßschießen nach den ersten 5 Schüssen fortgeführt werden müssen, kann auf die gleichen Spieler zurückgegriffen werden.

10.11 Wenn ein Feldspieler den Ball absichtlich seinem Torwart mit dem Fuß zuspielt, ist es diesem untersagt, den Ball mit den Händen zu berühren. Tut er dies dennoch, ist ein indirekter Freistoß von der Strafraumlinie zu verhängen.

10.12. Wenn der Torwart den Ball länger als fünf bis sechs Sekunden in den Händen hält, hat der Schiedsrichter dies als unsportliche Verzögerung zu betrachten und durch einen indirekten Freistoß zu ahnden.

V E R B A N D S -SPIELAUSSCHUSS -JUGENDAUSSCHUSS -SCHIRIAUSSCHUSS


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