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Donnerstag, 10. Dezember 2009
Der "Tag des Ehrenamtes" wurde in diesem Jahre zu einem ganz besonderen Ereignis. Die Ehrung erfolgte durch Landrätin Beate Läsch-Weber, FV-Vizepräsident und FV-Ehrenamtsbeauftragter Josef Hens, Kreisvorsitzender Walter Kirsten und DFB-Ehrenamtsbeauftragter für den Spielkreis Mosel, Klaus Schmitz im Rahmen der Ausstellungseröffnung "Patenschaft der Fußballer mit einem Kinderheim in Ruanda"

Landrätin Läsch-Weber anlässlich der Eröffnung der Ausstellung „Patenschaft der Fußballer mit einem Kinderheim in Ruanda“ sowie Ehrung der Ehrenamtspreisträger des Fußballkreises am 10.12.2009, 18.00 Uhr, im Foyer des Kreishauses
Sehr geehrter Herr Vizepräsident Hens (Fußballverband Rheinland),
sehr geehrter Herr Kreisvorsitzender Neumann,
sehr geehrter Herr Fußball-Kreisvorsitzender Kirsten (Spielkreis Mosel),
sehr geehrter Herr Ehrenamtsbeauftragter Schmitz,
sehr geehrter Herr Alois Stroh,
sehr geehrter Herr Eddy Linden,
liebe Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler,
liebe Musikerinnen und Musiker: Leonie Klein, Frederick Gressnich,
Tobias Hoffmann, Tobias Zurbelt,
(alle Schlagzeuger)
liebe Gäste,
„Helfen macht glücklich! Soziales Engagement steigert die Lebenszufriedenheit. Wer sich für seine Mitmenschen einsetzt, knüpft neue Kontakte und macht Erfahrungen, die das Selbstwertgefühl steigern. Diejenigen, die sich für andere engagieren, sind mit ihrem gesamten Umfeld glücklicher als diejenigen, die es nicht tun“, stellt der Sozialpsychologe Werner Bierhoff fest.
In unserem Landkreis Bernkastel-Wittlich leben besonders viele glückliche Menschen.
Tausende freiwillig Engagierte leisten tagtäglich Unverzichtbares in sozialen Einrichtungen, in Wohlfahrtsverbänden, in kirchlichen Organisationen, bei der Freiwilligen Feuerwehr, in kulturellen Vereinigungen, in der Senioren-, Behinderten-, Kinder- und Jugendbetreuung, in Selbsthilfegruppen, im Umweltschutz, in den vielfältigen Gremien und Ausschüssen und in unseren Sportvereinen. Die vielen Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler sind der Kitt, der unsere Gesellschaft zusammenhält.
Unsere 227 Sportvereine im Landkreis, darunter 115 Fußballvereine, halten die Bernkastel-Wittlicherinnen und Bernkastel-Wittlicher in Bewegung.
Unsere Sportvereine leisten wertvolle Jugend-, Integrations- und Gesundheitsförderungsarbeit.
Gerne nutze ich den heutigen Abend, um allen anwesenden Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtlern aus dem Sport herzlich für Ihr vorbildliches freiwilliges Engagement zu danken.
Ich freue mich, dass in 2009 sechs Persönlichkeiten aus dem Fußballspielkreis Mosel mit dem DFB-Ehrenamtspreis, den der DFB jährlich (im Spielkreis Mosel auf Vorschlag des Ehrenamtsbeauftragten Klaus Schmitz) für hervorragende ehrenamtliche Leistungen verleiht, ausgezeichnet werden.
Sie, sehr geehrte Herren Becker, Lauterborn, Lay (Herr Lay wurde als Kreissieger am 06.12.09 im Rahmen einer Verbandsveranstaltung in Koblenz bereits als DFB-Ehrenamtspreisträger geehrt), Reitz, Röhl und Schaaf, heiße ich gemeinsam mit ihren Partnerinnen im Kreishaus willkommen.
Sportlerinnen und Sportler engagieren sich ehrenamtlich in ihren Vereinen. Sportlerinnen und Sportler haben auch ein großes Herz für Menschen in Not.
Dies unterstreicht die Ausstellung „Patenschaft der Fußballer mit einem Kinderheim in Ruanda“, zu deren Eröffnung ich sie alle sehr herzlich im Kreishaus willkommen heiße.
Diese Ausstellung gliedert sich in zwei Teile:
Im ersten Teil wird Ruanda, mit dem Rheinland-Pfalz seit 1982 eine nachhaltige Partnerschaft pflegt, vorgestellt. Dieses afrikanische Land zählt zu den ärmsten des afrikanischen Kontinents. 1994 tobte in Ruanda ein furchtbarer Bürgerkrieg.
Dieser Ausstellungspart wurde vom rheinland-pfälzischen Ministerium des Inneren und für Sport konzipiert und wird durch das LandesMedienZentrum koordiniert.
In ihrem zweiten Teil präsentiert die Ausstellung die Patenschaft der Fußballer im Spielkreis Mosel über das Kinderheim Centre Inshuti Zacu in Gahanga/Kigali.
Seit 2001 engagieren Sie sich, sehr geehrter Herr Stroh und Sie, sehr geehrter Herr Schmitz, für behinderte Kinder in Ruanda.
Ihr Engagement für das ruandische Kinderheim Centre Inshuti Zacu hat in unserem Landkreis eine riesige Welle der Hilfsbereitschaft unter ihren Fußballkolleginnen und -kollegen sowie bei vielen Bürgerinnen und Bürgern ausgelöst. Viele, viele Patenschaften wurden begründet.
Besonders gerne erinnere ich an die Benefiz-Radtour, die Sie, sehr geehrter Herr Eddy Linden, mit weiteren 55 hilfsbereiten Radlerinnen und Radlern von Wittlich nach München unternahmen und deren Spendenerlös Ihrem „Patenkinderheim“ eine bessere Wasserversorgung ermöglichte.
Seit 2003 arbeiten Sie, sehr geehrter Herr Schmitz und Sie, sehr geehrter Herr Stroh, auch sehr engagiert im Netzwerk Ruanda des Landkreises Bernkastel-Wittlich (Ziel: unterstützende Verbindung bestehender Initiativen und Informationsaustausch) mit, das von Herrn Landtagsabgeordneten Dieter Burgard koordiniert wird.
Sie, sehr geehrter Herr Stroh, werden uns später Ihre gelebte Patenschaft über das ruandische Kinderheim vorstellen.
Antoine de Saint-Exupéry hat einmal gesagt:
„ Mensch sein, heißt Verantwortung fühlen, sich schämen beim Anblick einer Not, auch wenn man offenbar keine Mitschuld an ihr hat; stolz sein über den Erfolg der Kameraden; seinen Stein beitragen im Bewusstsein, mitzuwirken, am Bau der Welt“.
Antoine de Saint-Exupéry hat freiwilliges und fürsorgliches Engagement wie Ihres treffenderweise als „Mensch sein“ definiert; Mensch sein, das unsere Gemeinschaft menschlicher und wärmer macht.
Sie, liebe Fußballer im Spielkreis Mosel, bauen mit Ihrem Engagement besondere Brücken der Menschlichkeit und Nächstenliebe zu den hilfsbedürftigen ruandischen Kindern.
Unsere Gesellschaft braucht Menschen wie Sie, die sich mit Herz und Verstand für diese gute Sache einsetzen.
Laudatio
DFB-Ehrenamtsbeauftragter Klaus Schmitz :
Lieber Helmut Reitz, Gerhard Becker, Berni Lauterborn, Reinhard Röhll, Ralf Schaaf, Klaus Lay und vor allem
liebe Angelika, Monika, Gisela, Stephanie und liebe Rosemarie
Als Ehrenamtsbeauftragter sage ich Danke!
Zu allererst euch ihr starken Frauen, an der Seite derjenigen, die heute ausgezeichnet werden.
Danke euch, die ihr immer mitmacht euren Männern immer den Rücken freihaltet, wenn sie für ihren geliebten Verein, Ihre Aktive, ihre Kinder und Jugendliche, ihre Senioren uns als Fußballkreis, aktiv unterwegs sind.
Die Landrätin hat betont, wie wichtig nicht nur aber gerade in der heutigen Zeit es ist,
dass es Menschen gibt, denen es
eine Ehre ist,
in unserem geliebten Sport ein Ehrenamt zu begleiten.
Ihr Preisträger seid der Beweis dafür,
dass das Ehrenamt lebt.
Lebt in euren und unseren Vereinen,
euren Vorständen,
euren Mannschaften,
bei der Jugend,
bei den Seniorinnen und Senioren
in dem auch von euch weit gestrickten Netz drumherum,
beispielhaft nenne ich die ganz aktuell
begonnene besondere Zusammenarbeit
mit den Schulen unseres Kreises
Dafür danke!
Danke sagt
der Deutsche Fußballbund heute für
"vorbildliche ehrenamtliche Leistungen im Fußballsport".
Sie haben sich vor allem neben eines oft jahrelangen oder sogar jahrzehntelangem Einsatz in den letzten drei Jahren
gezeigt,
Danke sagen wir heute,
dass wir euch haben!
Wir möchten euer ganz persönliches Engagement,
aber damit auch
das eures Vereins,
eurer Gruppe,
eurer Gemeinschaft,
dem Team um euch herum,
anerkennen
und als Vorbild würdigen und darstellen.
Becker Gerhard, SV Wittlich
Gerd Becker ist seit über zehn Jahren
beim SV Wittlich ehrenamtlich tätig.
Er war zuletzt maßgeblich
an den Baumaßnahmen des SVW beteiligt,
beim Bau und den Einrichtungen
der beiden Verkaufsstellen
und dem Pavillon am Platz,
der zum SVW-Vereinsheim wurde.
Gerd Becker ist seither
für die komplette Organisation der Bewirtung zuständig,
die sich nicht nur auf die
Heimspiele des SVW
(1+2.Manschaft und über 15 Teams der Jugendspielgemeinschaft)
bezieht, sondern auch die vielen
Vereinsveranstaltungen
aller Bereiche des SVW im neuen Vereinsheim.
Röhll Reinhard, DJK Hasborn
Reinhard musste seine aktiven Fußballerzeit
nach 1981 nach einer schwere Knieverletzung
beenden,
um sich bei der DJK gleich anschließend zu "kümmern".
Die Jugend vom Bambini bis zu den A-Junioren
hatte einen jungen, überaus aktiven Trainer und Betreuer. Dann der Einsatz für die Breite,
das weg vom reinen Fußball.
Nach gezielter Ausbildung kam
die Gründung der Gymnastikabteilung,
1998 die Rückenschule und Wirbelsäulengymnastikgruppe.
Die Arbeit an der Basis
und seine jährlichen Fort- und Weiterbildungen
haben Reinhard zu einem
absoluten Gesundheitsfachmann
und Therapeuten reifen lassen.
Sie ermöglicht der DJK Hasborn
als dem einzigen Verein unserer großen Fußballerfamilie
im Spielkreis Mosel das
Qualitätssiegel „Sport pro Gesundheit“
und zuletzt, erst am Montag dieser Woche,
die Auszeichnung als "seniorenfreundlicher Verein".
2007 Reinhard die Freizeitvolleyballgruppe,
und sind der Seniorenberater der DJK.
Wer die Arbeit in diesem Bereich kennt, der weiß, dass Reinhard Röhll mit seinen Seniorennachmittagen, Kaffeekränzchen, Grillabende, Weinproben und Wanderungen ein unermüdlicher Vereinsstreiter um ein gutes soziales Miteinander ist.
Mit der Arbeit von Reinhard Röhll ist die DJK Hasborn mittlerweile auch neben dem Jugendbereich im Bereich des Gesundheits- und Seniorensports zu eine große "SSGG" = Sport-, Spiel- und Gesundheitsgemeinschaft am oberen Rand unseres Landkreises geworden.
Auch das ist die Zukunft unserer Fußballvereine;
dafür gilt Reinhard Röhll unsere Anerkennung
Lauterborn Berni, SV Lüxem
Berni, nur so kennen ihn seine Lüxemer,
kam mit seinem starken Engagement von den Wittlicher Radfahrern Stahlross zum SV Lüxem.
Im Vorstand seit 2004
und seit 2007 im geschäftsführenden Vorstand
verantwortlich für die vereinseigene Sportanlage im Grünewald. Wer sie kennt, weiß, wovon wir reden,
wer sie nicht kennt, sollte sie unbedingt kennen lernen. Vereinseigen heißt für Berni,
"meine gute Stube",
egal ob es der Platz,
das Vereinsheim, die Grillhütte ist;
oder ob es das Heimspiel seines SV
mit der von ihm organisierten Bewirtung ist.
Berni steht hier auch als eine der guten Seelen der Benefizradler mit Eddy Linden an der Spitze,
die mit ihrer tollen Spende von 24.000 Euro
im letzten Jahr so viel
in unserem Patenkinderheim bewegen konnten.
Lieber Berni, ich denke,
von Deiner Chefin gibt es heute einen
besonders festen Händedruck!
Schaaf Ralf, SV Neuerburg
Ralf Schaaf ist als Spieler der Ersten
und Beisitzer im Vorstand der Platzwart des SV Neuerburg.
Die öffentlichen immer weniger werdenden
finanziellen Hilfen
haben sein Engagement für die schöne Rasenanlage
des SVN und sein Vereinsheim nicht weniger werden lassen. Die oft im Hintergrund geleisteten Arbeiten,
vor allem wenn sie wachsen
aus dem handwerklichen Geschick des engagierten Mitmachers, treten nur sehr wenig nach außen.
"Der Platz war in einem guten Zustand"
– "das Training konnte trotz schlechtem Wetter durchgeführt werden"
– Feststellungen nach dem Einsatz,
die nicht deutlich machen,
wie schwierig, zeitaufwendig, vor allem
immer aktuell der Einsatz für die Vereinsanlagen ist.
Ralf Schaaf ist so einer,
der auch noch bei der Planung und Durchführung
sämtlicher Veranstaltungen des SV Neuerburg mit anpackt - heute gilt es, ihm öffentlich
die Anerkennung für seine Arbeit zu zeigen.
Helmut Reitz, SV Hetzerath
Lieber Helmut Reitz und liebe Angelika,
in Hetzerath nur als Hella und Jeli bekannt,
vom Sportverein Hetzerath
geb. am 23.12.1939,
wir gratulieren noch nicht zum 70ten,
mit 10 Jahren Mitglied im SV in Jugendmannschaften
mit 18 Spieler der 1. Mannschaft
und lange Jahre Spielführer der 1. Mannschaft,
danach 20 Jahre im Vorstand
seit 1970, als Abteilungsleiter Fußball,
zuletzt bis 90
14 Jahre 2. Vorsitzender.
Ein Vereinsmensch wie wir uns ihn vorstellen,
wie wir ihn heute nicht mehr finden.
Unsere besondere DFB-Ehrung
würdigt sein Engagement als Platzwart.
Mit der gleichem Hingabe und Intensität,
wie seit über zwei Jahrzehnten Hartplatz und Umkleidekabine kümmert er sich um den neuen Rasenplatz,
er ist seine Vorgarten.
Bei Vereinsfesten
ob auf dem Sportgelände oder in der Halle
ist er außerdem der Organisator.
Es darf hier auch besonders betont werden,
dass Hella und Jeli in Hetzerath
auch für die anderen Vereine, wie Musikverein, Karnevalsverein, um nur zwei zu nennen,
diese Aufgaben erledigen.
Klaus Lay, TuS Reil
ist unser diesjähriger Kreissieger
und hat seine Anerkennung
am letzten Sonntag
beim Ehrenamtstag bei Fußballverband erhalten.
Seit 1988 ehrenamtlich für den TuS Reil tätig,
betreut und trainiert er Jugendmannschaften.
1997 wurde Klaus Lay in den Vorstand,
2005 als zweiter Vorsitzender gewählt.
Sein Arbeitsbereich ist die Organisation der Fußballabteilung. Hier half er mit,
die seither überaus erfolgreiche Abteilung "Mädchenfußball" aufzubauen.
Der Aufbau und die Pflege der Hompage des TuS Reil (www.tusreil.de) ist sein Werk.
Aktuell,
und dafür auch im besonderen die DFB-Anerkennung
ist sein Bemühen in den letzten Jahren,
wo es beim TuS Reil keinen Vorsitzenden gab,
aus der zweiten Reihe
den Verein weiter zu führen.
Gemeinsam mit den anderen Mitgliedern des Vorstandes wurden zuletzt über Monate
persönliche Gespräche mit dem Ziel geführt,
einen neuen Vorsitzenden
und Neubesetzungen mit Vorstand zu erreichen.
Ihm gelang dies mit der Neuwahl von Jessica Barzen.
Er stellte sich bei dieser Neuwahl
wieder als zweiter Vorsitzender zur Verfügung,
um die recht junge "Anfängerin" einzuarbeiten, was ihm bis heute hervorragend gelang.
Daneben organisiert Klaus Lay seit Jahren die Bemühungen des TuS Reil um die Sanierung des Sportgeländes. Zuletzt gelang es Klaus Lay, vor allem die Jugend des TuS für dieses Vorhaben zu mobilisieren.
Bei der alles entscheidenden Sitzung des Gemeinderates waren über 100 Jugendliche, vor allem Mädchen, anwesend.
Der Gemeinderat sprach sich einstimmig für die neue Anlage aus.


















