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Schiedsrichter Herbert Fandel erneut „Sportler des Jahres“

18.03.09

 

Zum zweiten Mal wurde Fußball-Schiedsrichter Herbert Fandel zum „Sportler des Jahres“ in der Region Trier ausgezeichnet. Die Wahl wurde organisiert von der Tageszeitung „Trierischer Volksfreund“.

Das Bewusstsein, dass Schiedsrichter auch Sportler sind, hat sich inzwischen auch in der breiten Öffentlichkeit festgesetzt. „Ich hätte es nie im Leben für möglich gehalten, dass ein Schiedsrichter solch eine Sportlerwahl gewinnen könnte und freue mich riesig“, hatte Herbert Fandel noch vor zwei Jahren gesagt, als er zum ersten Mal den Preis abräumte.
Weniger überraschend war Fandels erster Platz diesmal bei der Wahl zum „Sportler des Jahres 2008“. Schließlich hatte der Unparteiische im vergangenen Jahr erneut für jede Menge positiver sportlicher Schlagzeilen gesorgt. Bei der Europameisterschaft in Österreich und in der Schweiz war er – als einziger deutscher Schiedsrichter bei dem Turnier – insgesamt drei Mal im Einsatz und erhielt durchgehend positive Kritiken. Außerdem war er auch schon zum „Schiedsrichter des Jahres“ vom DFB gewählt worden.
Bei der Wahl zum „Sportler des Jahres“ lag die Entscheidung dagegen nicht bei einer Jury, sondern in den Händen der Sportfans in der Region Trier. Mehr als 18.000 Stimmen wurden in insgesamt sieben verschiedenen Kategorien abgegeben, in denen jeweils fünf Sportler nominiert waren. Herbert Fandel konnte als „Sportler des Jahres“ 35,7 Prozent der Stimmen für sich gewinnen. Auf den nächsten beiden Plätzen folgten die (Olympia-) Ruderer Richard Schmidt (19,8 %) und Jost Schömann-Finck (17,6 %). Bei seiner Dankesrede gab Fandel ein Plädoyer für den Unparteiischen-Nachwuchs ab: „Die jungen Schiedsrichter müssen geschützt werden, damit der Fußball weiter existiert.“ (David Bittner)

 

 

Wie schon vor zwei Jahren wurde Schiedsrichter Herbert Fandel erneut „Sportler des Jahres“. Archiv-Foto: Bittner

 

 

 

Sebastian Schuler (Wittlich) nahm an der Halbzeittagung der DFB-Schiedsrichter teil

 

25.01.09

 

Beim Wettbewerb „Faszination Schiedsrichter“ hatten Tobias Altehenger und Sebastian Schuler die ersten beiden Plätze belegt. Den verdienten Lohn für ihre Arbeiten erhielten die beiden jungen Unparteiischen Mitte Januar: Sie durften an der Halbzeit-Tagung der Bundesliga-Schiedsrichter in Mainz teilnehmen.

Von den DFB-Schiedsrichtern sind Tobias Altehenger und Sebastian Schuler nur in einem Punkt zu unterscheiden: Während die Bundesliga-Schiedsrichter den offiziellen DFB-Anzug tragen, haben die Gast-Schiedsrichter die Trainingsanzüge ihrer Landesverbände angezogen. Ansonsten sind Tobias Altehenger und Sebastian Schuler in den Lehrgang voll integriert: „Die Bundesliga-Schiedsrichter suchen das Gespräch mit uns, sind total freundlich, und man spricht sich mit Vornamen an“, erzählt Sebastian Schuler, der das Gefühl vermittelt bekommt, als ob er „schon ewig dieser Gruppe angehören würde“.

Vom ersten Tag des Lehrgangs, als Sebastian Schuler am Empfang bereits von Florian Meyer begrüßt wird, bis zum Lehrgangsende sind die beiden Jung-Schiedsrichter bei allen Programmpunkten mittendrin statt nur dabei. Zum Beispiel bei der Gruppenarbeit zum Thema Körpersprache mit Business-Coach Stefan Spies. „In einer Rollenspiel-Situation war es meine Aufgabe, Helmut Fleischer vor den Verbalattacken von Tobias Christ zu schützen. Das hat ganz gut geklappt“, freut sich Tobias Altehenger.

Zu den Lehrgängen, an denen der Nachwuchs-Schiedsrichter aus dem FV Mittelrhein sonst teilnimmt, hat er viele Parallelen festgestellt – wie zum Beispiel die gemeinsame Analyse von Videoszenen. „Aber es ist natürlich etwas anderes, ob vorne ein mir seit Jahren bekanntes Mitglied des Verbandsschiedsrichterausschusses steht, oder ob eben der DFB-Lehrwart Eugen Strigel referiert. Auch die Diskussionen über verschiedene Schiedsrichter-Entscheidungen haben ein besonders hohes Niveau“, erzählt Tobias Altehenger von den Gesprächen mit Fandel, Brych und Co.

Spannend für Tobias Altehenger und Sebastian Schuler ist es vor allem, die Schiedsrichter, die sie bisher nur aus dem Fernsehen kennen, einmal persönlich zu treffen. „Das ist für mich ein absolutes Highlight, mit meinen „Schiedsrichter-Vorbildern“ Erfahrungen austauschen zu können“, sagt Sebastian Schuler. „Wir sprechen viel über die Schiedsrichterei und ich bekomme Tips, wie ich mich selbst als Schiedsrichter verbessern kann.“ Denn – und das ist auch für Tobias Altehenger klar: „Wir sind nicht nur als Preisträger zum Lehrgang gekommen, sondern auch als Schiedsrichter, die möglichst viel für die eigene Laufbahn mitnehmen wollen.“

Aber auch das Private kommt während der drei Tage in Mainz nicht zu kurz: Bei den abendlichen Gesprächsrunden diskutieren Altehenger und Schuler über Gott und die Welt, fühlen sich in der Gruppe der DFB-Schiedsrichter prima aufgehoben. „Insbesondere mit den vielen jungen DFB-Schiedsrichtern findet ein reger Gedankenaustausch statt. Dabei wird sehr viel gelacht“, sagt Sebastian Schuler.

Zum Abschluss des Lehrgangs nimmt Obmann Volker Roth die beiden Gäste nach vorne, lässt sie ein paar Worte an die versammelte Mannschaft sprechen: „Bundesliga-Schiedsrichter sind genauso Menschen wie Schiedsrichter der Kreisklasse. Wir hatten richtig viel Spaß“, zieht Sebastian Schuler sein Fazit. Tobias Altehenger ist überzeugt, dass sich in Zukunft die Wahrnehmung der Schiedsrichter im Fernsehen verändern wird: „Das ist dann beispielsweise nicht mehr der Schiedsrichter Schalk aus Augsburg, der da pfeift, sondern der Georg, mit dem ich zusammen in gemütlicher Runde über alles Mögliche quatschen konnte.“

 

 

Sebastian Schuler (Mitte) zusammen mit Herbert Fandel und Markus Wingenbach, den beiden DFB-Schiedsrichtern aus dem Rheinland. Foto: Bittner

 

 

 

 

„Spielverderber“

(20.12.08)

 

Dokumentation über Schiedsrichter kommt ins Kino – Herbert Fandel ist eine der Hauptfiguren


Großes Kino für die Schiedsrichter: Im März kommt der Film „Spielverderber“ auf die deutschen Leinwände. Dokumentiert wird darin das Leben von drei Unparteiischen. Einer von ihnen ist der Kyllburger Schiedsrichter Herbert Fandel.


Kyllburg. Dass er es einmal ins Kino schaffen würde, damit hätte Herbert Fandel bis vor drei Jahren selbst noch nicht gerechnet. Damals kam die Anfrage des Regisseurs Georg Nonnenmacher und seinem Team, die einen Dokumentarfilm über Schiedsrichter drehen wollten. Drei Unparteiische wurden hierzu ausgewählt: Am Beispiel des jungen Kevin Prösdorf verfolgen die Zuschauer einen Anwärter, der zur Schiedsrichter-Prüfung kommt, der 70-jährige Oreste Steiner ist seit 50 Jahren Schiedsrichter. Und mit Herbert Fandel lernen die Kinobesucher das Schiedsrichterwesen in den obersten Spielklassen kennen. Die Auswahl der portraitierten Unparteiischen ist so gewählt, dass sie das Schiedsrichterdasein von verschiedenen Standpunkten aus beleuchtet.

 

Dafür haben die Filmleute Herbert Fandel zwei Jahre lang auf Schritt und Tritt zu seinen Einsätzen begleitet, von der Bundesliga bis zur Champions-League. Die Zuschauer bekommen ein Gespür dafür, welche Anforderungen an einen Top-Schiedsrichter gestellt sind und welchem Druck er dabei ausgesetzt ist. Man erfährt außerdem, wie Fandel mit diesem Druck fertig wird und sich gleichzeitig seinem Beruf und der Familie widmen kann. „Die Dreharbeiten waren zeitweise schon etwas anstrengend“, sagt Herbert Fandel. „Aber mit der Zeit ignoriert man die Kameras einfach und lebt ganz normal.“ Dennoch sei er am Ende froh gewesen, als die Dreharbeiten erfolgreich abgeschlossen waren.

 

Es waren die Vorbereitungen auf die Fußball-Weltmeisterschaft 2006, die Herbert Fandel für das Produzenten-Team interessant gemacht hatten. Markus Merk und Herbert Fandel waren damals die zwei einzigen deutschen Schiedsrichter, die eine Chance auf die WM-Teilnahme hatten. Die Kameras waren überall mit dabei: bei internationalen Schiedsrichter-Lehrgängen, bei Analysen mit einem Schiedsrichter-Beobachter nach einem Bundesliga-Spiel, aber auch in Fandels Wohnzimmer und beim privaten Training. „Ich wusste nicht, was da am Ende bei rauskommen würde“, sagt Fandel, der mit dem Ergebnis zufrieden ist: „Da ist nichts gekünstelt oder verstellt. Der, den ich da sehe, das bin schon ich selber.“

 

„Wir haben die drei Schiedsrichter in diesem Film begleitet um herauszufinden, was jemanden dazu veranlasst, dieser scheinbar undankbaren Aufgabe nachzugehen“, sagt Georg Nonnenmacher, der mit dem Film „Spielverderber“ sein Regiedebüt feiert. „Der Fußball als Event ist bewusst in den Hintergrund gerückt. Uns hat vielmehr interessiert, in welcher Gefühlswelt sich ein Schiedsrichter bewegt und wie sich Erfolg für die Unparteiischen definiert.“ Der Film zeige, wie man als Schiedsrichter Persönlichkeit, Durchsetzungsvermögen und Entscheidungsfähigkeit entwickelt – alles Grundvoraussetzungen, um auf dem Platz bestehen zu können. „Uns war es wichtig, die Schiedsrichter von ihrer Neutralität zu befreien, indem wir sie – ohne Pfeife und schwarze Kluft – als Individuen zeigen“, sagt Nonnenmacher.

 

Dass es sich lohnt, den Film anzuschauen, beweist bereits die Auszeichnung von „Spielverderber“ als bester Dokumentarfilm mit dem Hessischen Film- und Kinopreis, den man Ende vergangenen Jahres erhielt. In den deutschen Kinos soll der Film nun voraussichtlich ab März 2009 laufen. (David Bittner)

 

 

Die Hauptfiguren in „Spielverderber“: Oreste Steiner, Kevin Prösdorf und Herbert Fandel (von links). Foto: busse&halberschmidt Filmproduktion

 

 

 

Teilnehmer zeigten „viel Herzblut“

Sieger des Wettbewerbs

„Faszination Schiedsrichter" kommen aus dem Rheinland (15.08.08)

 

Toller Erfolg für den Fußballverband Rheinland: Beim bundesweiten Wettbewerb zum Thema „Faszination Schiedsrichter" siegten Sebastian Schuler (Kreis Mosel) im Einzelwettbewerb sowie die Schiedsrichter aus dem Rhein-Lahn-Kreis im Gruppenwettbewerb. Im Rahmen des Bundesliga-Spiels Wolfsburg gegen Köln fand die Siegerehrung statt.

 

„Ich war überglücklich, als ich erfahren hatte, dass ich überhaupt zu den Gewinnern gehöre. Dass es dann sogar der erste Platz wird, damit hatte ich wirklich nicht gerechnet", sagt Sebastian Schuler aus dem Kreis Mosel. Mit einem kurzen Videofilm hatte der 21-jährige Schiedsrichter an dem Wettbewerb teilgenommen und damit, laut Jury, den besten Beitrag eingereicht. Mit seinem drei Minuten langen Film unter dem Titel „Schiri TV" will Schuler potentielle Schiedsrichter ansprechen, indem er die Vorzüge und Herausforderungen des Schiedsrichter-Amtes herausstellt. „Die Idee zu dem Film entstand aus unserer Schiedsrichter-Gruppe heraus. Bei einem Hallenturnier hatten wir einen Info-Stand zur Werbung neuer Schiedsrichter aufgebaut - im Rahmen dessen hatte ich den Videofilm zusammengestellt", erzählt Sebastian Schuler. Die vielen Stunden Arbeit haben sich für den Jung-Schiedsrichter von der Mosel gelohnt: Aus den Händen des DFB-Vizepräsidenten Dr. Rainer Koch erhielt Sebastian Schuler die Urkunde für den 1. Preis.

 

Zur Siegerehrung in die VfL-Arena nach Wolfsburg waren die Erst- bis Drittplatzierten im Einzel- und im Gruppenwettbewerb eingeladen. „Wir haben würdige Preisträger gefunden", sagte Dr. Rainer Koch, der selbst zwölf Jahre lang als Schiedsrichter aktiv war. „Der Wettbewerb hat dazu beigetragen, den Spaß und die Freude der Schiedsrichter nach außen zu kommunizieren. Und wenn wir diese Freude weiter vermitteln können, werden wir auch künftig neue Leute für das Schiedsrichter-Amt gewinnen können."

Aslan Basibüyük, der mit den Schiedsrichtern des Rhein-Lahn-Kreises am Gruppenwettbewerb teilnahm, machte den Erfolg aus Rheinland-Sicht perfekt: Auch er belegte den 1. Platz. Der Jungschiedsrichter-Referent des Rhein-Lahn-Kreises hatte in einem langen Schreiben die vielen Aktionen der Schiedsrichter-Gruppe zusammengestellt, bei denen jeweils „die Kameradschaft der Gewinner" ist. „Fördern, fordern und füreinander da sein ist der Grundsatz unserer Gruppe", sagt Aslan Basibüyük. „Den Wettbewerb haben wir als Chance gesehen, unsere Arbeit in die Öffentlichkeit zu bringen. Und vielleicht kann sich ja auch manch anderer Nachwuchsreferent Anregungen für seine eigene Gruppe holen."

 

Während sich nun 40 Schiedsrichter aus dem Rhein-Lahn-Kreis auf den Gruppen-Hauptpreis - den Besuch eines Bundesliga-Spiels nach Wahl - freuen dürfen, fiebert Sebastian Schuler bereits der Winterpause entgegen: Im Januar darf er an der Halbzeittagung der DFB-Schiedsrichter in Mainz teilnehmen. „Es wird sicherlich etwas Einmaliges, einmal mit den Bundesliga-Schiedsrichtern an einem Tisch zu sitzen", freut sich Sebastian Schuler schon jetzt auf den Gedankenaustausch und hofft, „vielleicht auch noch das ein oder andere für meine eigene Schiedsrichter-Tätigkeit mitzunehmen"

 

 


Obmann Erich Schneider (links) und Sebastian Schuler bei der Siegerehrung in Wolfsburg. Foto: David Bittner

 

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Herbert Briesch und Markus Fandel sind „Schiedsrichter des Jahres“ (09.08.08)

 

Mit Herbert Briesch (Gutweiler, Kreis Trier-Saarburg) und Markus Fandel (Sinspelt, Kreis Eifel) wurden 2008 zwei Unparteiische zum „Schiedsrichter des Jahres“ gewählt, die beide im Sommer ihre Karriere beendet haben. Die Beiden waren die dienstältesten Schiedsrichter aus dem Rheinland, die zuletzt in der Oberliga aktiv gewesen waren und dort bei den absoluten Top-Spielen in der Liga zum Einsatz kamen. Mit der Auszeichnung zum „Schiedsrichter des Jahres“ werden somit nicht nur die vergangenen zwölf Monate, sondern zwei ganze Karrieren gewürdigt.


Seit dem Jahr 1985 war Herbert Briesch Schiedsrichter gewesen. Vor 14 Jahren war er in die Oberliga aufgestiegen, zwei Jahre später in die Regionalliga. Dort leitete Herbert Briesch zwei Jahre lang Spiele in der Staffel West/Südwest, wo damals Mannschaften wie zum Beispiel Alemannia Aachen und der 1. FC Saarbrücken mitkickten. So stand er unter anderem auch schon mit dem heutigen Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack gemeinsam auf dem Platz, als dieser beim FCK spielte. In den Jahren vor und nach seiner Schiedsrichter-Tätigkeit in der Regionalliga war Herbert Briesch Assistent in der Regionalliga im Gespann von Alfons Berg. Bis zum Schluss war der Unparteiische aus Gutweiler in der Oberliga Südwest als Schiedsrichter im Einsatz, wo er bis zu seinem Karriereende in diesem Sommer insgesamt 126 Einsätze verbuchen konnte. Das Rheinlandpokal-Finale leitete Briesch vor wenigen Jahren in Mülheim-Kärlich mit der Partie TuS Mayen gegen SG Betzdorf.


Markus Fandel hatte seine Schiedsrichter-Tätigkeit im Jahr 1983 begonnen. Den Aufstieg in die Oberliga schaffte er im Jahr 1997. Bis heute leitete er in der Liga insgesamt 105 Spiele und war darüber hinaus auch als Assistent in der Regionalliga im Einsatz. Besonders erfolgreich waren die beiden Spielzeiten 2005/2006 und 2006/2007, als er – gemeinsam mit Assistent Christoph Schmitz – Schiedsrichter Markus Wingenbach auf seinem Weg in die Zweite Bundesliga begleitete. Höhepunkte als Schiedsrichter waren für Fandel die Leitung des Oberligaspiels FV Engers gegen TuS Koblenz (im Jahr 2003) sowie das Rheinlandpokal-Endspiel 2005 zwischen der TuS Koblenz und der SG Rossbach. Seit Anfang vergangenen Jahres war Markus Fandel auch DFB-Futsal-Schiedsrichter und leitete Spiele bei der Deutschen Meisterschaft. Beim DFB Futsal Cup 2008 in Mühlheim an der Ruhr war er Schiedsrichter des Endspiels.


Neben einer Urkunde erhielten Briesch und Fandel von Obmann Erich Schneider auch einen Scheck mit insgesamt 500 Euro, den sie jedoch spontan zur Förderung des Schiedsrichter-Nachwuchses spendeten.

Markus Fandel, Erich Schneider und Herbert Briesch (von links) bei der Ehrung zum „Schiedsrichter des Jahres“. Foto: Ingo Zwank

 

 

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Schiri-Austausch mit Luxemburg: „Fußball kennt keine Grenzen (10.07.08)

 

Luxemburg. Anfang Juli haben Vertreter des Fußballverbandes Rheinland und des luxemburgischen Fußballverbandes eine Kooperationsvereinbarung für das Schiedsrichterwesen unterschrieben. „Fußball kennt keine Grenzen, auch wenn die Spielstärke sowie Spielkultur der einzelnen Ligen unterschiedlich sind“, sagt Charles Schaack, in Luxemburg der verantwortliche Mann für das Schiedsrichter-Wesen.

Die Idee zu dem Austausch entstand am Rande einer Tagung, auf der sich Schaack und der rheinländische Obmann Erich Schneider trafen. „Wir hatten abends zusammengesessen, und schnell war klar, dass von beiden Seiten Interesse an solch einem Austausch besteht“, sagt Erich Schneider. Um den Austausch in die Realität umzusetzen, war zunächst die Zustimmung des FVR-Präsidiums sowie des DFB notwendig – beide haben inzwischen grünes Licht gegeben.

 

So kann der Austausch pünktlich zur neuen Saison starten: Pro Saison werden künftig zehn Spiele der Rheinlandliga mit einem Schiedsrichter-Gespann aus Luxemburg besetzt, Schiedsrichter aus dem Rheinland werden bei zehn Spielen in der Ehrenpromotion, der Zweiten Luxemburgischen Liga, zum Einsatz kommen. „An der ersten Resonanz unserer Schiedsrichter haben wir gemerkt, dass das Interesse sehr groß ist, einmal in einem anderen Land als Schiedsrichter tätig zu sein“, sagt Erich Schneider. „Die Schiedsrichter sind motiviert und freuen sich auf das 'Abenteuer Luxemburg'.“ Auf Luxemburger Seite ist man bereits routiniert, was den Schiedsrichter-Austausch mit den Nachbarländern betrifft: Man tauscht bisher bereits Schiedsrichter mit Frankreich, Belgien und dem Saarland aus. „Insgesamt gesehen gibt es nur positive Erfahrungen, und zwar mit allen Verbänden“, sagt Charles Schaack. „In all den Jahren gab es sehr wenige Probleme, die Leistungen der Schiedsrichter aus den einzelnen Verbänden waren insgesamt mit gut, meist mit sehr gut zu bezeichnen.“

 

Einmal pro Jahr treffen sich die Luxemburger immer mit Vertretern der Nachbarverbände, wobei auftretende Probleme, organisatorischer oder praktischer Natur, besprochen und gelöst werden. So nahm bereits Ende Mai eine Luxemburger Delegation am Rheinlandliga-Lehrgang in Koblenz teil, eine deutsche Delegation war im Sommer beim Lehrgang der luxemburgischen Schiedsrichter dabei. „Gepfiffen wird in beiden Ländern nach den gleichen Regeln wie auf der ganzen Welt“, rechnet Erich Schneider damit, dass der Austausch reibungslos funktionieren wird.

 

 

Für alle Beteiligten soll die internationale Zusammenarbeit positive Erträge bringen: „Die Möglichkeit, in einem anderen Verband eingesetzt zu werden, wird die Schiedsrichter zusätzlich motivieren – was in jeder Hinsicht nur leistungsfördernd sein kann“, sagt Charles Schaack. „Mit der Zahl der im Ausland geleiteten Spiele steigt das Selbstvertrauen der einzelnen Spielleiter, die Erfahrung mit anderen Spielkulturen regt die Anpassungsfähigkeit an. Das sind wichtige Faktoren, die dazu beitragen, die Persönlichkeit des jeweiligen Schiedsrichters reifen zu lassen.“ Walter Desch begrüßt als Präsident des Fußballverbandes Rheinland den Austausch ebenfalls: „Durch unsere Schiedsrichter wird mit dem Austausch die Tür zum luxemburgischen Fußballverband geöffnet. Ich hoffe, dass durch diesen Kontakt die Zusammenarbeit mit Luxemburg eventuell auch noch in anderen Bereiche übertragen werden kann.“ Paul Philipp, Präsident des Luxemburger Verbandes, findet den Schiedsrichter-Austausch ebenfalls positiv: „Ich bin umso mehr erfreut, weil wir in den vergangenen Jahren bereits die Erfahrung gemacht haben, dass der Austausch mit Nachbarverbänden unseren Schiedsrichtern enorm viel bringt.“

 

 

 

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