Saison 2009/2010
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Prominente Gastredner
30.06.2010
Zum Qualifizierungslehrgang der Rheinlandliga lud der Verbandsschiedsrichterausschuss am letzten Juni-Wochenende ein. Wie sie den Lehrgang als Aktive erlebt haben, berichten die Schiedsrichter Matthias Vogel und Marcel Behrens.
„Beginn der Veranstaltung war um 16.30 Uhr. Bei strahlendem Sonnenschein startete der Lehrgang mit der körperlichen Leistungsprüfung auf der Rasensportanlage in Lahnstein. Zunächst wurden 6 Sprints a 40 Meter in maximal 6,2 Sekunden und im Anschluss 10 Runden mit je 2 Läufen a 200 Meter in 30 Sekunden gefordert. Nach der wohlverdienten Dusche folgte, aufgrund des stattfindenden Münzlaufs, der Verbleib auf dem Rasen.
Nach der Begrüßung durch den Verbandsschiedsrichterobmann Erich Schneider an die teilnehmenden Schiedsrichter, den Verbandsauschuss und den vom luxemburgischen Verband entsandten Gasthörer, Luc Nober, folgte im Anschluss der Regeltest auf dem „Grünen“. Wurfvergehen waren Schwerpunkt des in dieser Form erstmalig stattfindenden Leistungsnachweises. Anschließend wurde dann die Sportschule angefahren und sich mit Speis und Trank gestärkt. Danach hörte man den Worten des Rheinlandligastaffelleiters Hans Christmann zu, welcher die Zusammenarbeit mit den Schiedsrichtern in der letzten Saison lobte.
Am Abend erfolgte die Verabschiedung des Schiedsrichterkollegen Uwe Genn. Er kann auf mehr als 100 Verbandsklassenspiele zurückblicken und sein jahrelanges Engagement als Nachwuchsreferent zeichnet ihn aus, wofür er Dank und Anerkennung vom Verbandsauschuss und den SR-Kollegen erhielt. Später wurde Klaus Schwarz verabschiedet. Aus gesundheitlichen Gründen schied dieser aus dem Ausschuss aus. Ihm galt der Dank und Anerkennung aller Beteiligten für seine geleisteten Dienste im Schiedsrichterwesen. Der Abend klang mit dem Ansehen der Fußballweltmeisterschaft und einem regen Gedankenaustausch über die Schiedsrichterleistungen der Weltmeisterschaft aus.
Am nächsten Morgen, nach einem guten Frühstück, folgte der Rück- und Ausblick durch Obmann Erich Schneider. In Zukunft soll vor allem der bisher positiv zurückgemeldete Austausch mit dem luxemburgischen Fußballverband fortgeführt werden und neue Kontakte wie dem Lothringer Fußballverband geknüpft und geprüft, inwiefern ein Austausch möglich ist. Nach der Besprechung der Regelfragen durch Verbandslehrwart Heiko Kreutz kamen die anwesenden Schiedsrichter in den Genuss zweier hochkarätiger Gastredner.
Zunächst war der Bundesligaschiedsrichter Dr. Jochen Drees angereist, um uns mit seinen Worten das Schiedsrichterwesen näher zu bringen. Jochen Drees entschied sich, nach Studium des Programms, mit den Teilnehmern Videos anzusehen, die auf Beobachtung von Abseitssituationen und die Persönlichkeit abzielen. Er erklärte, im Rahmen der Weltmeisterschaft, dass unter den Spitzenschiedsrichtern die Persönlichkeit entscheide, wer gut und wer sehr gut sei. Mit seinen Ausführungen der WM-Schiedsrichter zog er seine Zuhörer in den Bann. Als er dann noch von eigenen Einsätzen erzählte und ein wenig aus dem Nähkästchen plauderte, warum man zum Beispiel nicht unbedingt einfach so ein Bundesligaspiel abbrechen kann, vergaßen die Zuhörer den Blick für die Uhr. Dennoch verabschiedete sich Jochen Drees pünktlich, um das stramme Rahmenprogramm einzuhalten.
Es folgte mit dem Schiedsrichterurgestein Günter Linn der zweite Referent bei diesem Lehrgang. Linn referierte über das Thema: „Eckpunkte einer gelungenen Spielleitung“. Diese seien auch bei dem Lehrgang erfolgreich nachgewiesen worden, Regelkenntnisse und eine gute Fitness. Durch diese Grundvoraussetzungen kann die Konzentration über 90 Minuten gewährleistet werden und die notwendige Präsenz jederzeit in Spielnähe zu sein. Außerdem gehören, sagt Linn, die mentale Vorbereitung, das Wahrnehmen und Erkennen eines veränderten Spielcharakters und die Zweikampfbeurteilung, wo klar unterschieden werden muss zwischen fußballtypischen Einsatz des Körpers gegen den Ball und fußballuntypischen Einsatz ausschließlich gegen den Körper, zu den Eckpunkten. Die Handhabung der persönlichen Strafen im Einklang mit der Verkörperung einer Persönlichkeit als Schiedsrichter rundet eine gelungene Spielleitung ab. Wie sein Vorredner ging auch Linn auf die Bedeutung der Persönlichkeit näher ein. Demnach gehört dazu ein selbstbewusstes Auftreten mit Durchsetzungsvermögen und einem berechenbaren Handeln. Letztendlich zeichne sich auch eine Persönlichkeit aus, indem die Regeln nach „Sinn und Geist“ angewandt werden.
Im Anschluss kam die Zusammenfassung des Lehrgangs durch Obmann Schneider. Er dankte vor allem den beiden Gastrednern. In den beiden Tagen habe er vor allem festgestellt, dass die Kameradschaft zwischen den Rheinlandligaschiedsrichtern positiv hervorzuheben sei.
Als Teilnehmer des Lehrgangs haben wir letztendlich das Fazit gezogen, wie wichtig die Persönlichkeit eines Schiedsrichters in einem Fußballspiel ist und das die Ausbildung zu einem guten Schiedsrichter auch positive Aspekte für das Leben neben dem Fußballplatz mit sich bringt, gemäß der Weisheit: Man lernt auch für das Leben!“
30.06.2010
Zum Qualifizierungslehrgang der Rheinlandliga lud der Verbandsschiedsrichterausschuss am letzten Juni-Wochenende ein. Wie sie den Lehrgang als Aktive erlebt haben, berichten die Schiedsrichter Matthias Vogel und Marcel Behrens.
„Beginn der Veranstaltung war um 16.30 Uhr. Bei strahlendem Sonnenschein startete der Lehrgang mit der körperlichen Leistungsprüfung auf der Rasensportanlage in Lahnstein. Zunächst wurden 6 Sprints a 40 Meter in maximal 6,2 Sekunden und im Anschluss 10 Runden mit je 2 Läufen a 200 Meter in 30 Sekunden gefordert. Nach der wohlverdienten Dusche folgte, aufgrund des stattfindenden Münzlaufs, der Verbleib auf dem Rasen.
Nach der Begrüßung durch den Verbandsschiedsrichterobmann Erich Schneider an die teilnehmenden Schiedsrichter, den Verbandsauschuss und den vom luxemburgischen Verband entsandten Gasthörer, Luc Nober, folgte im Anschluss der Regeltest auf dem „Grünen“. Wurfvergehen waren Schwerpunkt des in dieser Form erstmalig stattfindenden Leistungsnachweises. Anschließend wurde dann die Sportschule angefahren und sich mit Speis und Trank gestärkt. Danach hörte man den Worten des Rheinlandligastaffelleiters Hans Christmann zu, welcher die Zusammenarbeit mit den Schiedsrichtern in der letzten Saison lobte.
Am Abend erfolgte die Verabschiedung des Schiedsrichterkollegen Uwe Genn. Er kann auf mehr als 100 Verbandsklassenspiele zurückblicken und sein jahrelanges Engagement als Nachwuchsreferent zeichnet ihn aus, wofür er Dank und Anerkennung vom Verbandsauschuss und den SR-Kollegen erhielt. Später wurde Klaus Schwarz verabschiedet. Aus gesundheitlichen Gründen schied dieser aus dem Ausschuss aus. Ihm galt der Dank und Anerkennung aller Beteiligten für seine geleisteten Dienste im Schiedsrichterwesen. Der Abend klang mit dem Ansehen der Fußballweltmeisterschaft und einem regen Gedankenaustausch über die Schiedsrichterleistungen der Weltmeisterschaft aus.
Am nächsten Morgen, nach einem guten Frühstück, folgte der Rück- und Ausblick durch Obmann Erich Schneider. In Zukunft soll vor allem der bisher positiv zurückgemeldete Austausch mit dem luxemburgischen Fußballverband fortgeführt werden und neue Kontakte wie dem Lothringer Fußballverband geknüpft und geprüft, inwiefern ein Austausch möglich ist. Nach der Besprechung der Regelfragen durch Verbandslehrwart Heiko Kreutz kamen die anwesenden Schiedsrichter in den Genuss zweier hochkarätiger Gastredner.
Zunächst war der Bundesligaschiedsrichter Dr. Jochen Drees angereist, um uns mit seinen Worten das Schiedsrichterwesen näher zu bringen. Jochen Drees entschied sich, nach Studium des Programms, mit den Teilnehmern Videos anzusehen, die auf Beobachtung von Abseitssituationen und die Persönlichkeit abzielen. Er erklärte, im Rahmen der Weltmeisterschaft, dass unter den Spitzenschiedsrichtern die Persönlichkeit entscheide, wer gut und wer sehr gut sei. Mit seinen Ausführungen der WM-Schiedsrichter zog er seine Zuhörer in den Bann. Als er dann noch von eigenen Einsätzen erzählte und ein wenig aus dem Nähkästchen plauderte, warum man zum Beispiel nicht unbedingt einfach so ein Bundesligaspiel abbrechen kann, vergaßen die Zuhörer den Blick für die Uhr. Dennoch verabschiedete sich Jochen Drees pünktlich, um das stramme Rahmenprogramm einzuhalten.
Es folgte mit dem Schiedsrichterurgestein Günter Linn der zweite Referent bei diesem Lehrgang. Linn referierte über das Thema: „Eckpunkte einer gelungenen Spielleitung“. Diese seien auch bei dem Lehrgang erfolgreich nachgewiesen worden, Regelkenntnisse und eine gute Fitness. Durch diese Grundvoraussetzungen kann die Konzentration über 90 Minuten gewährleistet werden und die notwendige Präsenz jederzeit in Spielnähe zu sein. Außerdem gehören, sagt Linn, die mentale Vorbereitung, das Wahrnehmen und Erkennen eines veränderten Spielcharakters und die Zweikampfbeurteilung, wo klar unterschieden werden muss zwischen fußballtypischen Einsatz des Körpers gegen den Ball und fußballuntypischen Einsatz ausschließlich gegen den Körper, zu den Eckpunkten. Die Handhabung der persönlichen Strafen im Einklang mit der Verkörperung einer Persönlichkeit als Schiedsrichter rundet eine gelungene Spielleitung ab. Wie sein Vorredner ging auch Linn auf die Bedeutung der Persönlichkeit näher ein. Demnach gehört dazu ein selbstbewusstes Auftreten mit Durchsetzungsvermögen und einem berechenbaren Handeln. Letztendlich zeichne sich auch eine Persönlichkeit aus, indem die Regeln nach „Sinn und Geist“ angewandt werden.
Im Anschluss kam die Zusammenfassung des Lehrgangs durch Obmann Schneider. Er dankte vor allem den beiden Gastrednern. In den beiden Tagen habe er vor allem festgestellt, dass die Kameradschaft zwischen den Rheinlandligaschiedsrichtern positiv hervorzuheben sei.
Als Teilnehmer des Lehrgangs haben wir letztendlich das Fazit gezogen, wie wichtig die Persönlichkeit eines Schiedsrichters in einem Fußballspiel ist und das die Ausbildung zu einem guten Schiedsrichter auch positive Aspekte für das Leben neben dem Fußballplatz mit sich bringt, gemäß der Weisheit: Man lernt auch für das Leben!“
Mike Pickel aus Mendig ist bei der Fußball-WM im Einsatz: „Das Höchste, was es gibt“
31.05.10
Seit 11. Juni geht es in Südafrika um die Fußball-Weltmeisterschaft. Schiedsrichter Mike Pickel aus Mendig ist mittendrin statt nur dabei. Er ist als Assistent im Team des deutschen Schiri-Gespanns um Wolfgang Stark. Vor seine Abreise zum Turnier sprach FIR-Mitarbeiter David Bittner mit Mike Pickel über seine Erwartungen und Ziele.
Erst seit drei Jahren stehen Sie als Assistent auf der Fifa-Liste. Wie kam es in dieser kurzen Zeit zur WM-Nominierung?
Mike Pickel: Als ich 2007 auf die Fifa-Liste kam, hatte mich Wolgang Stark zunächst als Nummer 3 für sein Team nominiert. Ab diesem Zeitpunkt war ich im Programm der Fifa involviert. Es folgten einige Lehrgänge und die Leitung von WM-Qualifikationsspielen. Im Jahr 2009 fand dann eine Umbesetzung statt – und von da an war ich Nummer 2 im Team.
Wann haben Sie realisiert, dass die Teilnahme an der WM tatsächlich real werden könnte?
Pickel: So richtig in den Fokus gerückt ist die WM für mich mit Beginn dieses Jahres. Es fand ein Lehrgang in Gran Canaria im März statt, dann am 6. Mai der abschließende Lehrgang in Zürich. Als wir dort alle die Leistungsprüfung bestanden hatten, wussten wir, dass wir mit nach Südafrika fahren werden. Also war es dann für uns intern keine Überraschung mehr, als die Entscheidung schließlich offiziell verkündet wurde.
Für Fußballer ist es das Größte, an einer Weltmeisterschaft teilzunehmen – welchen Stellenwert hat die WM für Sie als Schiedsrichter?
Pickel: Zu einer Weltmeisterschaft fährt man in seiner Karriere maximal ein oder zwei Mal. Daher ist der Stellenwert für mich natürlich sehr sehr hoch. Ich möchte die WM aber nicht mit meinen anderen Einsätzen vergleichen. Jedes Spiel hat seinen Reiz, egal ob Bundesliga, Champions League oder Länderspiele. Selbstverständlich ist auch jedes Endspiel, wie zum Beispiel im DFB-Pokal, etwas ganz Besonderes. Aber das Höchste ist und bleibt nun mal eine Weltmeisterschaft, weil diese nur alle vier Jahre stattfindet und die ganze Welt darauf hinfiebert.
Mit welchem Ziel fahren Sie als Schiedsrichter zur WM?
Pickel: Unser Ziel ist es, das erste Spiel so gut über die Bühne zu bekommen, so dass wir auch ein zweites Spiel in der Vorrunde leiten dürfen. Dann wollen wir auch dieses Spiel sehr gut leiten. Und Alles, was dann noch kommt, ist für uns Zugabe. Wir müssen und werden es nehmen, wie es kommt.
Spüren Sie im Vorfeld des Turniers so etwas wie Druck?
Pickel: Druck ist bei jedem Spiel vorhanden, daran hat man sich mit den Jahren gewöhnt. Aber selbstverständlich ist der Druck bei einem WM-Spiel nochmal höher als sonst. Die Anspannung wächst bei mir aber erst ein bis zwei Tage vor dem Spiel und verstärkt sich dann kurz vor dem Spiel nochmal. Gleichzeitig ist aber auch die Vorfreude riesig. Das ist eine tolle Aufgabe für uns und natürlich auch eine Ehre, dass man sein Land, und damit 80.000 Schiedsrichter, vertreten darf. Das macht mich sehr stolz.
Wie eng war der Kontakt zu anderen Schiedsrichter-Teams vor der WM?
Pickel: Im März hatten wir einen Lehrgang auf Gran Canaria mit den Assistenten aus Afrika. Zuvor waren wir Europäer ausschließlich unter uns. Untereinander kennen wir uns natürlich schon gut, und es gibt auch den einen oder anderen persönlichen Kontakt.
Worauf freuen Sie sich in Südafrika neben dem Fußball?
Pickel: Mit Afrika verbindet man normalerweise Hitze und wilde Tiere. Aber ich glaube, Südafika hat noch viel mehr zu bieten. Ich war vorher selbst noch nicht da, glaube aber, dass es ein unvergessliches Erlebnis werden wird. Ich lass alles auf mich zukommen und möchte alle Eindrücke für mich aufzunehmen. Wir wissen bis heute allerdings noch nicht, ob wir überhaupt die Gelegenheit haben, etwas vom Land zu sehen. Wir werden in einem Hotel in der Nähe von Pretoria wohnen. Dieses Hotel wird ausschließlich von den Schiedsrichtern und den Offiziellen bewohnt.
Wo werden Familie und Freunde von Ihnen die WM verfolgen?
Pickel: Mein Frau sowie die Freunde werden sich die Spiele zu Hause anschauen. Im Anschluss an die WM werden wir dann in aller Ruhe in Urlaub fahren. Überhaupt kann man eine solche Aufgabe nur mit der großen Hilfe der Familie und des Arbeitgebers meistern. Sowohl meine Frau Nadine als auch mein Chef Hans-Peter Schössler stehen voll hinter mir und machen es mir sehr leicht, mich für fünf Wochen von zu Hause zu verabschieden. Dies ist in der heutigen Zeit mit Sicherheit nicht selbstverständlich.
Erstes Bezirksliga-Spiel für Nicola Massold
30.4.10
Das hat es im Fußballverband Rheinland zuvor noch nicht gegeben: Das Bezirksliga-Spiel zwischen der SG Nievern und der SG Mündersbach leitete erstmals eine Frau – die 17-jährige Nicola Massold. Die junge Niederneisenerin gilt als Hoffnung im weiblichen Schiedsrichter-Bereich, der im Fußballverband Rheinland bisher brach gelegen hat. Nicole Massold ist nun auf dem besten Weg, sich als Schiedsrichterin einen Namen zu machen.
Seit Beginn dieser Saison war sie bereits in der A-Klasse im Kreis Rhein-Lahn im Einsatz. Die Ansetzung für das Bezirksliga-Spiel in Nievern war folglich der Lohn für die bis dato gezeigten Leistungen – und auch diese Feuertaufe bestand die junge Frau bravorös. „Kritische Situationen gab's im Spiel nur wenige, und ich habe auch nur vier gelbe Karten zeigen müssen“, war Nicola Massold nach den 90 Minuten erleichtert. Denn: „In der Bezirksliga wird schon wesentlich schneller gespielt, und die Grenzen des Körperkontaktes sind anders.“ Dass eine Frau auf dem Platz das Sagen hat, war für die Spieler kein Problem: „Zu Beginn meiner Schiedsrichter-Tätigkeit hatte ich es gerade mit älteren Spielern schwer – aber mit Regel- und Menschenkenntnis kommt man auf dem Platz schon zurecht“, hat Nicola Massold ihren Weg gefunden.
Dass sie noch keine perfekte Schiedsrichterin ist, weiß die 17-Jährige selbst. Aber mit Hilfe der Schiedsrichter-Beobachter will sich Nicola Massold kontinuierlich weiterentwickeln. Beim Bezirksliga-Debüt schaute sich Detlef Schütz, selbst Mitglied im Verbandsschiedsrichterausschuss, das Nachwuchstalent an: „An ihrer Kondition und am Stellungsspiel bei Standardsituationen muss Nicola noch arbeiten. Und sie darf zu den Spielern nicht zu lieb sein, sondern muss sie noch strenger zurechtweisen, wenn es notwendig ist“, hat Detlef Schütz analysiert. Trotz der Feinheiten, an denen die Schiedsrichterin noch arbeiten muss, hat Schütz festgestellt: „Das Gesamtpaket stimmt – jetzt muss die junge Schiedsrichterin einfach weitere Erfahrungen auf dem Platz sammeln.“
Verbandsobmann Erich Schneider jedenfalls stellt Nicola Massold weitere Einsätze in den Verbandsklassen in Aussicht: „Ich freue mich, wie gut sie das Bezirksliga-Debut überstanden hat. Nicola ist sehr selbstkritisch – das ist eine Voraussetzung, um sich weiterentwickeln zu können.“ Vielleicht schafft die junge Niederneisenerin ja dann sogar die Verwirklichung ihres persönlichen Ziels: „Jeder Schiedsrichter will so weit wie möglich nach oben kommen. Demnach ist mein Ziel die Bundesliga.“
Die Lücke ist geschlossen: Markus Wingenbach pfeift künftig in der Ersten Liga
8.2.10
Gehofft hatten wohl viele darauf, dass Schiedsrichter Markus Wingenbach es einmal schaffen würde: den Sprung in die Bundesliga. Dass es aber so schnell gehen würde, damit hatte wohl kaum jemand gerechnet. Mitten in der Winterpause wurde der gebürtige Diezer vom Schiedsrichter-Ausschuss des DFB ins Oberhaus berufen – ein ungewöhnlicher Zeitpunkt für einen Aufstieg. Doch weil die Bundesliga-Referees Marc Seemann (Fersen-Verletzung) und Dr. Helmut Fleischer (Auslandsaufenthalt) in der Rückrunde verhindert sind, herrschte im Winter Personalmangel in der Ersten Liga. Und von diesem Umstand konnte Markus Wingenbach nun profitieren.
Von ungefähr kommt der Aufstieg des 31-Jährigen jedoch nicht: Mit beständig starken Leistungen hatte er in den vergangenen zweieinhalb Jahren in der Zweiten Liga auf sich aufmerksam gemacht, belegte in den offiziellen Bewertungslisten stets vordere Plätze. Dass es jetzt wirklich mit dem Sprung nach ganz oben geklappt hat, ist etwas ganz Besonderes „Diejenigen Schiedsrichter, die es bis dahin geschafft haben, können alle pfeifen. Manchmal gehört einfach auch ein bisschen Glück dazu“, blickt Markus Wingenbach auf seine 16-jährige Laufbahn zurück, in der er eine Sprosse nach der anderen auf der Karriereleiter genommen hat.
Den 15. April 1994 – an dieses Datum kann sich Markus Wingenbach heute noch genau erinnern. Damals stand er das erste Mal als Schiedsrichter auf dem Platz, leitete die Partie der Freizeitmannschaften zwischen Isselbach und Montabaur. „Es hat von Anfang an Spaß gemacht“, sagt Markus Wingenbach, dessen aktive Fußballer-Karriere beim VfL Freiendiez nach der A-Jugend ihr Ende fand.
Mit der Pfeife dagegen klappte es von Anfang an bestens. Als „lehrreich und farbenfroh“ bezeichnet Wingenbach die ersten Jahre seiner Karriere. Mit anderen Worten: „Als junger Schiedsrichter musst du dir den Respekt der Spieler erst verdienen. In Situationen, in denen ältere Kollegen ihre Erfahrung ausspielten, brauchte ich anfangs die eine oder andere Karte mehr.“ Wie im Zeitraffer nahm der junge Referee eine Hürde nach der anderen: mit 16 Jahren Aufstieg in die Kreisliga A, ein Jahr später in die Bezirksliga. Schon mit 20 Jahren stand der Rheinländer in der Oberliga auf dem Platz. Über seine Spielleitungen in der A-Junioren-Bundesliga empfahl sich Markus Wingenbach für die damals noch drittklassige Regionalliga: „Das war wohl mit die schönste Zeit bisher. Markus Fandel, Christoph Schmitz und ich fuhren damals zusammen raus. In diesen zwei Jahren habe ich begriffen, wie wichtig es ist ein Team zu sein, und nicht nur auf dem Platz zusammen zu funktionieren. Natürlich standen die 90 Minuten immer im Mittelpunkt, aber auch darüber hinaus hatten wir jede Menge Spaß zusammen. Die daraus entstandene Freundschaft pflegen wir heute noch.“, blickt Markus Wingenbach zurück.
Den Sprung in der Profifußball schaffte er schließlich im Jahr 2007 mit dem Aufstieg als Schiedsrichter in die Zweite Liga. Die Bundesliga lernte er fortan als Schiedsrichter-Assistent kennen. „In dieser Zeit konnte ich viele wertvolle Erfahrungen sammeln“, blickt der Bundesliga-Neuling auf die Einsätze mit alten Hasen wie Herbert Fandel, Wolfgang Stark oder Jochen Drees zurück. „Das Spiel wird von Liga zu Liga schneller, das Umfeld professioneller. Die mediale Bedeutung nimmt zu und damit wächst der Druck, der auf allen Beteiligten lastet.“, sieht Wingenbach die größten Herausforderungen im Profibereich.
Und dieser Druck wird jetzt auch für ihn persönlich noch einmal größer werden: Jeder Winkel des Spielfeldes wird von Kameras erfasst, jede wichtige Szene hinterher in der Zeitlupe kritisch analysiert. Und das nicht nur einmal, sondern von mehreren TV-Kanälen gleichzeitig. Ob Markus Wingenbach Angst davor hat, selbst mal mit Tomaten auf den Augen in einer großen deutschen Boulevard-Zeitung abgebildet zu werden? „Über solche Dinge darf man sich keine großen Gedanken machen. Man muss einfach als Schiedsrichter immer objektiv und nach bestem Wissen und Gewissen entscheiden“, kennt der Unparteiische die Folgen der Kamera-Überwachung. „Kritik wird es immer geben, teils berechtigt, manchmal aber auch unberechtigt. Wichtig ist, dass man Fehler selbstkritisch analysiert und versucht daraus zu lernen. Ein vollkommen perfektes, fehlerfreies Spiel wird es nie geben, weder vom Schiedsrichter noch von den Mannschaften.“
Das Erfolgsrezept, um in der Bundesliga zu bestehen, ist für Markus Wingenbach das gleiche wie bisher: „Regelkenntnis und körperliche Fitness sind die Grundvoraussetzungen – von der Kreisliga bis zur Bundesliga. Darüber hinaus ist es wichtig, konsequent und für alle Beteiligten berechenbar zu sein. Wer seinem Umfeld mit Respekt begegnet, wird auch als Spielleiter akzeptiert. Wenn man dann noch möglichst wenig Fehler macht, sind hinterher hoffentlich alle zufrieden…“
Im Fußballverband Rheinland jedenfalls sind die Verantwortlichen im Schiedsrichter-Wesen schon jetzt stolz auf das, was ihr Schützling geschafft hat: „Nach dem Karriereende von Herbert Fandel war unser Verband erstmals seit Bestehen der Bundesliga ohne Schiedsrichter in der obersten Klasse vertreten“, sagt Obmann Erich Schneider. „Diese Lücke konnte nach einer halben Saison jetzt glücklicherweise geschlossen werden.“
Ein Neuer mit den gleichen Wurzeln
26.1.10
Seit Anfang dieses Jahres heißt der neue Schiedsrichter-Lehrwart im Fußballverband Rheinland Heiko Kreutz. Ein Name, der vielen Fußballern geläufig sein dürfte: Seit 18 Jahren ist der heute 33-Jährige bereits als Schiedsrichter unterwegs. Seit einigen Jahren leitet er Spiele in der Oberliga und ist als Assistent in der Regionalliga tätig. Im Jahr 2008 war Heiko Kreutz Schiedsrichter beim Finale des Rheinland-Pokals zwischen Eintracht Trier und der zweiten Mannschaft der TuS Koblenz. Neben der zweifelsohne vorhandenen Kompetenzen als Schiedsrichter verfügt der Cochemer auch schon über Erfahrungen als Funktionär: Bereits seit 2003 ist Heiko Kreutz Schiedsrichter-Lehrwart im Kreis Hunsrück-Mosel. „Natürlich profitiere ich von den vielfältigen Erfahrungen im Kreis und kenne vor allem die Gegebenheiten an der Basis“, sagt der neue Verbandslehrwart, der sich „voll und ganz auf die neuen Aufgaben konzentrieren“ möchte und daher sein Amt als Kreis-Lehrwart nun niedergelegt hat.
Ausschlaggebend für die personelle Umstrukturierung innerhalb des Verbandsschiedsrichter-Ausschusses war der Rücktritt des bisherigen Lehrwarts Ulrich Schneider-Freundt. „Die Teilnahme an den vielen Wochenend-Lehrgängen konnte ich nicht mehr mit meiner Arbeit im familieneigenen Hotelbetrieb vereinbaren. Hinzu kamen die zeitintensiven Hin- und Rückfahrten aufgrund der Randlage meines Wohnortes an der luxemburgischen Grenze.“ Somit stand für Schneider-Freundt fest, beim Verbandstag im Sommer nicht mehr zu kandidieren. Schon jetzt die Tätigkeit niederzulegen, hatte aber noch einen weiteren Grund: „Mein Nachfolger soll schon bei den Tagungen im Januar und Februar die Möglichkeit haben, alle Schiedsrichter im Verband kennenzulernen, um dann auch über die personellen Entscheidungen für die Saison 2010/2011 mitentscheiden zu können.“
Genau wie bei Heiko Kreutz liegen auch die Wurzeln von Ulrich Schneider-Freundt im Kreis Hunsrück-Mosel: In den 80er und 90er Jahren war er dort als Lehrwart und Obmann tätig gewesen. Seit 2004 hatte Schneider-Freundt den Posten des Verbandslehrwarts inne. „Die eigentliche Lehrwarttätigkeit ist im Laufe der Jahre professioneller und anspruchsvoller geworden“, blickt Ulrich Schneider-Freundt zurück. „Heutzutage verfasst der Verbandslehrwart nicht mehr nur einen Lehrbrief, der in den einzelnen Kreisen vorgelesen wird, sondern moderne Medien werden in die Ausbildung eingebunden.“ Die Aus- und Weiterbildung der Schiedsrichter sei die Hauptaufgabe des Lehrwarts, darüber hinaus müsse er aber auch die Lehrgänge der Verbandsklassen-Schiedsrichter planen, im Regionalverband, im Verbandslehrstab mitarbeiten sowie an diversen DFB-Tagungen teilnehmen. „Der Lehrwart ist der engste Mitarbeiter der Obmannes und zusammen mit ihm für die Weiterentwicklung des gesamten Schiedsrichterwesens mitverantwortlich“, bringt es Ulrich Schneider-Freundt auf den Punkt.
Eine Herausforderung, auf die sich Heiko Kreutz mit Begeisterung stürzt: „In der Rheinlandliga gab es zuletzt vermehrt Probleme mit den Schiedsrichter-Assistenten. Wir haben dieses Thema gleich aufgegriffen und werden die Frühjahresfortbildungen zu einer intensiven Schulung der Schiedsrichter-Assistenten nutzen“, hat der neue Lehrwart bereits die erste Baustelle bei seiner neuen Tätigkeit gefunden. In den nächsten Wochen will er sich einen Überblick über die Situation im Verbandsgebiet verschaffen und gezielt schauen, wo sonst noch Handlungsbedarf besteht. „In erster Linie gehört es zu meinem Aufgaben, die Schiedsrichter für die Rheinlandliga und die Bezirksliga weiterzubilden, damit dort die Spiele den Regeln entsprechend gepfiffen werden. Der Grundstein hierfür ist und bleibt die vorbereitende Lehrarbeit in den Kreisen.“
Eine der Hauptschwierigkeiten im Schiedsrichter-Bereich sieht der scheidende Lehrwart Schneider-Freundt darin, den Spagat zwischen Profi- und Amateurbereich zu schaffen: zum einen, junge Schiedsrichter in Richtung DFB-Bereich zu fördern, zum anderen, die Spiele in den eigenen Verbandsklassen mit den bestmöglichen Schiedsrichtern zu besetzen. „Vor allem führt die Forderung des DFB nach sehr jungen Aufsteigern in seine Klassen – in die A-Jugend-Bundesliga zum Beispiel 27 Jahre – dazu, dass mittelfristig zu viele gute Schiedsrichter verloren gehen, weil sie es nicht rechtzeitig nach oben geschafft haben. Und im Alter von knapp 30 Jahren haben sie schlichtweg keinerlei Aufstiegsperspektiven mehr“, bedauert Schneider-Freundt. Er sieht eine der wichtigsten Aufgaben für seinen Nachfolger darin, ein Konzept zu entwickeln, das beiden Zielen gerecht wird. „Ein offenes Ohr für die Anliegen der Basis und der Kameraden ist dazu unheimlich wichtig“, weiß Schneider-Freundt.
Das „offene Ohr“ für die Schiedsrichter-Kollegen hatte auch Heiko Kreutz bereits in den vergangenen Jahren. Im Sommer 2008 war er zum Aktivensprecher der Oberliga-Schiedsrichter gewählt worden. Die aktive Pfeiferei ist im übrigen ein Hobby, das der neue Lehrwart auch künftig nicht aufgeben möchte: „Schon in den vergangenen Jahren habe ich Schiedsrichter- und Kreis-Lehrwart-Tätigkeit sehr gut unter einen Hut bekommen, und so habe ich es auch in der neuen Funktion geplant. Ich möchte bei der Aus- und Weiterbildung nah bei den Schiedsrichtern sein. Und daher ist es gut, wenn ich die Lehrthemen mit Hilfe der eigenen Erfahrungen auf dem Platz vermitteln kann“, will Heiko Kreutz künftig „aus der Praxis für die Praxis“ unterrichten.
Ulrich Schneider-Freundt indes wird dem Schiedsrichter-Wesen im Fußballverband auch weiterhin erhalten bleiben: Wenige Tage nach dem Jahreswechsel musste Klaus Schwarz aus gesundheitlichen Grunden seinen Beisitzer-Posten im Ausschuss zurückgeben. Der Versuch von Obmann Erich Schneider, Ulrich Schneider-Freundt nun vom „Rücktritt vom Rücktritt“ zu überzeugen, war erfolgreich. Aus zwei Gründen: „Erstens ist die Amtszeit bis zum Sommer begrenzt, weil dann der nächste Verbandstag mit den Neuwahlen stattfindet. Und zweitens besteht die Arbeit des Beisitzers in erster Linie in Ansetzungen, die man von zu Hause erledigen kann“, sagt der „alte Lehrwart“ mit neuem Aufgabengebiet.
Wochenendtrip nach München: Schiedsrichter des Rhein-Lahn-Kreises waren bei "Faszination Schiedsrichter" erfolgreich
3.10.09
Einen Ausflug der besonderen Art erlebten 50 Schiedsrichter des Kreises Rhein-Lahn (FV Rheinland): Als Gewinner des Gruppenwettbewerbs "Faszination Schiedsrichter" waren sie zum Bundesliga-Spiel des FC Bayern gegen den 1. FC Köln eingeladen.
Erlebnisreich, anstrengend und unvergesslich - so lässt sich der kurze aber intensive Ausflug der Rhein-Lahn-Schiedsrichter nach Bayern beschreiben: In zwei Tagen legten die Schiedsrichter 1300 Kilometer auf Deutschlands Autobahnen zurück, die wenigen Stunden Aufenthalt in München waren mit Programm vollgepackt.
Es ist Samstagmorgen, 5 Uhr in der Frühe, als sich die 50 Unparteiischen mit ihrem Obmann Aslan Basibüyük mit ihrem Bus aus dem Rheinland in Bewegung setzen. Acht Stunden lang dauert die Fahrt. Für Kurzweile sorgt der Obmann, indem er das Nützliche mit dem Angenehmen verbindet: Bei einem schriftlichen Regeltest an Bord des Busses müssen die Teilnehmer der Tour ihr Fachwissen unter Beweis stellen. "So vergeht die Zeit bis zum Ziel schneller, und jeder Schiedsrichter lernt noch was hinzu", sagt Aslan Basibüyük.
Am frühen Nachmittag erreich der Bus schließlich die Allianz-Arena: Von Walter Moritz, Mitglied des Schiedsrichter-Arbeitskreis "Öffentlichkeitsarbeit" vom DFB, wird die Gruppe begrüßt und ins Stadion geleitet. Die Plätze sind vom Allerfeinsten: Erste Reihe Gegengerade - von hier aus haben die Schiedsrichter die beste Sicht aufs Spielfeld.
Was es auf dem Platz zu sehen gibt, ist dann leider nicht so besonders attraktiv: Die Bayern, bei denen Robben im Aufgebot fehlt, kommen über ein trostloses 0:0 gegen die Kölner nicht hinaus. Nach dem Spiel hagelt es Pfiffe von den Bayern-Fans im Stadion. Erfreulich aus Schiedsrichter-Sicht ist, dass der Mann, der auf dem Feld die Pfiffe gesetzt hat, einen guten Job gemacht hat: Schiedsrichter Lutz Wagner hatte mit der Leitung der Bundesliga-Partie keine Probleme und stattet dem Besuch aus dem Rhein-Lahn-Kreis einen kurzen Besuch an der Tribüne ab.
Dann geht's weiter auf die Wiesn: Mit einem Besuch auf dem Oktoberfest wird der München-Trip abends abgerundet, bevor sich der Bus mit den Rhein-Lahn-Schiris am Sonntagmorgen schon wieder auf den Heimweg macht. "Es war eine super Tour, alle haben sich benommen und wir hatten einen riesen Spaß", zieht Obmann Aslan Basibüyük Bilanz. "Alle, die dabei waren, haben zudem neue Motivation gewonnen, weiter zu unserer Familie der Schiedsrichter dazu zu gehören."
Neue Ideen gesammelt: Weiterbildung für Schiedsrichter-Lehrwarte beim DFB
20.09.09
Vor wenigen Wochen nahmen Oliver Krügel und Alexander Müller, beide aktive Schiedsrichter der Rheinlandliga und Lehrwarte ihrer Schiedsrichtervereinigungen im FV Rheinland, an der „Weiterbildung für Schiedsrichter-Lehrwarte“ des DFB in Baden Baden teil.
Bei diesem Lehrgang waren insgesamt 20 Lehrwarte aus den Verbänden Baden, Saarland, Hessen Südwest, Thüringen und unserem Rheinland vertreten. Ziel war es, den Teilnehmern neue Methoden für ihre Lehreinheiten und Anregungen für eine interessante Unterrichtsgestaltung zu vermitteln. So standen auf dem Stundenplan unter anderem die Punkte Qualität in der Erwachsenenbildung, Einstieg in die Sozialformen, Medieneinsatz, Lernmethoden für Gruppen und Grundlagen der Unterrichtsverlaufsplanung.
Referenten waren der Verfasser des DFB-Lehrbriefs, Günther Thielking, und der Lehrwart des Saarländischen Fußballverbands, Gerhard Theobald. Theobald war viele Jahre als Schiedsrichter in der Bundesliga tätig und beide sind derzeit noch als Schiedsrichter-Beobachter in den Regionalligen und Junioren-Bundesligen aktiv.
„Diese Kompetenzen waren für alle Teilnehmer spürbar“, sagt Oliver Krügel, der ein positives Resümee aus dem Wochenende zieht. „Für mich hat sich die Teilnahme definitiv gelohnt. So konnte ich mir viele Ideen und Anregungen für meine eigenen Lehrabende mitnehmen und werde diese sicherlich in meine Lehreinheiten mit einfließen lassen. Die interessanten Gespräche nach Feierabend mit den Referenten und den anderen Lehrwarten haben ihr übriges dazu beitragen.“ Alexander Müller konnte ebenso positiv anmerken: „Der Zusammenhalt und die Zusammenarbeit unter den Lehrwarten verschiedener Landesverbände war großartig.“
Für Kurzweile bei dem Lehrgang sorgte eine interessante Freizeitgestaltung an den freien Abenden. So konnten die Teilnehmer in der Sportschule das Hallenbad sowie die Sauna benutzen oder sich in der eigenen Gaststätte in gemütlicher Runde die Sportschau ansehen und die Szenen der Schiedsrichter im Fußballoberhaus bewerten.





















