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Hallenregeln

1. Allgemeines

Generell ist festzustellen, dass die Fußballspiele in der Halle grundsätzlich nach den gültigen DFB-Rahmenrichtlinien, den amtlichen Fußballregeln sowie der Satzung und den Ordnungen des FVR durchgeführt werden.
Folgende Abweichungen sind jedoch zu beachten:


2. Das Spielfeld

Wird mit Seitenbanden gespielt, so hat die Begrenzung des Spielfeldes durch eine mindestens 1 m hohe, fest verankerte Bande zu erfolgen. Auch eine einseitige Bande ist gestattet. Der Hallenwurfkreis (Mindestradius 6 m) ist zugleich Straf- und Torraum.
Es können die üblichen Handballtore genutzt werden; sie müssen 3 m oder 5 m breit und 2 m hoch sein.
Die 7-m-Marke ist dem Strafstoßpunkt gleichzusetzen, bei 5 m x 2 m - Toren gleich 9-m-Marke.


3. Anzahl der Spieler

Eine Mannschaft soll aus höchstens 12 Spielern bestehen, von denen je nach Spielfeldgröße bis zu 6 (1 Torwart und bis zu 5 Feldspieler) gleichzeitig auf dem Spielfeld sein dürfen. Die jeweils zugelassene Zahl wird vom Veranstalter (Verein oder Organ des FVR) des betreffenden Turniers festgelegt.


4. Überzahl der Spieler

Hat eine Mannschaft mehr als die vereinbarte Zahl an Spielern auf dem Spielfeld, so ist das Spiel zu unterbrechen und der Spieler, der zu früh das Spielfeld betreten hat, mit der Gelben Karte zu verwarnen.
Die Spielfortsetzung erfolgt mit indirektem Freistoß an der Stelle, wo sich der Ball bei der Unterbrechung befand.


5. Wechsel von Spielern

Bei Hallenspielen ist "Fliegender Wechsel" erlaubt. Dieser kann also bei laufendem Spiel erfolgen und muss im Bereich der Mittellinie durchgeführt werden. Natürlich muss der auszuwechselnde Spieler das Spielfeld verlassen haben, ehe der einzuwechselnde Spieler dieses betritt. Wiedereinwechseln ist in der Halle auch im Seniorenbereich möglich.


6. Mindestzahl von Spielern

Während beim Feldfußball außer zu Spielbeginn keine Mindestzahl von Spielern vorgeschrieben ist, sind bei Hallenspielen immer mindestens 3 Spieler (1 Torwart und 2 Feldspieler) notwendig. Wird eine Mannschaft infolge von Feldverweisen (Rot oder Feldverweis auf Zeit) auf weniger als 2 Feldspieler verringert, so muss das Spiel abgebrochen werden.


7. Ausrüstung der Spieler

Für die Ausrüstung der Spieler gelten - mit Ausnahme der Schuhe - die gleichen Bestimmungen wie beim Feldfußball. Eine Verpflichtung, Schienbeinschützer in der Halle zu tragen, besteht nicht.
Die Spieler dürfen nur in Hallenschuhen spielen; Stollen oder Absätze sind nicht zulässig. Das Spielen ohne Schuhe ist auch in der Halle nicht erlaubt. Die Schuhe müssen so beschaffen sein, dass sie keine Verletzungen der Mitspieler und keine Abriebspuren auf dem Hallenboden verursachen.


8. Spielzeit

Die Spielzeit bei Turnieren soll höchstens 2 x 15 Minuten betragen; eine Halbzeitpause kann vorgesehen werden. Bei Halbzeit sind die Seiten zu wechseln.
Die Spielzeit wird durch den Schiedsrichter oder einem vom Veranstalter bestimmten Zeitnehmer festgestellt. Über eine eventuelle Nachspielzeit bzw. Unterbrechung der Zeitnahme entscheidet allein der Schiedsrichter.


9. Persönliche Strafen

Bei Hallenspielen gibt es folgende Persönliche Strafen: Verwarnung (Gelbe Karte), Feldverweis auf Zeit (2 Minuten) und Feldverweis auf Dauer (Rote Karte), d. h. es kann kein Feldverweis mit Gelb-Roter Karte ausgesprochen werden.

Der Schiedsrichter kann einen Spieler einmal während eines Spiels für die Dauer von 2 Minuten des Feldes verweisen, wenn ihm eine Verwarnung nicht mehr gerechtfertigt, ein Feldverweis auf Dauer jedoch noch nicht erforderlich erscheint. Ein Feldverweis (d. h. Zeitstrafe und Rot) kann sowohl ohne vorausgegangene als auch nach erfolgter Verwarnung ausgesprochen werden. Eine Verwarnung nach einem Feldverweis auf Zeit ist unzulässig. Bei einer Zeitstrafe kann die betroffene Mannschaft wieder durch einen Spieler ergänzt werden, wenn die gegnerische Mannschaft ein Tor erzielt, spätestens aber nach Ablauf von zwei Minuten.

Bei einem Feldverweis mit Roter Karte scheidet der jeweils betroffene Spieler aus dem Turnier aus und ist der zuständigen Spruchkammer zu melden. Eine Mannschaft, die einen Feldverweis mit Roter Karte hinnehmen musste, kann wieder durch einen Spieler ergänzt werden, wenn die gegnerische Mannschaft ein Tor erzielt, spätestens aber nach Ablauf von drei Minuten.

Die Strafzeit wird durch den Zeitnehmer bzw. den Schiedsrichter überwacht.


10. Sonderspielregeln

Bei Spielleitungen in der Halle sind außerdem noch folgende Sonderspielregeln zu beachten:

Ø Die Abseitsregel ist aufgehoben.

Ø Bei Seitenaus wird der Ball durch Einrollen wieder ins Spiel gebracht. Der Torwart der ausführenden Mannschaft darf den Ball, nachdem er ihn durch Einrollen eines Mitspielers erhalten hat, nicht mit der Hand berühren ("Rückpass" - indirekter Freistoß).

Ø Ein Tor kann nur erzielt werden, wenn der Torschuss aus der gegnerischen Hälfte erfolgte. Wird der Torschuss aus der eigenen Hälfte abgegeben, so ist das Tor nur gültig, wenn der Ball in der gegnerischen Hälfte noch von einem Spieler berührt wurde. Eigentore zählen immer. (In Großsporthallen kann auch aus der eigenen Hälfte - DFB-Regelung - ein Tor erzielt werden.)

Ø Alle Freistoße werden indirekt ausgeführt (Strafstoß ausgenommen). Beim Anstoß und bei allen Spielfortsetzungen - dazu gehört auch das Einrollen! - müssen die Gegenspieler mindestens 3 m vom Ball entfernt sein. Aus einem Anstoß/Abstoß kann kein Tor direkt erzielt werden.

Ø Ein von der verteidigenden Mannschaft im eigenen Strafraum/Torraum verursachter Freistoß ist von der Linie des "Wurfkreises" von dem Punkt auszuführen, der dem Tatort am nächsten gelegen ist.

Ø Auch der Torwart verursacht einen Eckstoß. Aus einem Eckstoß kann ein Tor direkt erzielt werden.

Ø Berührt der Ball die Decke oder einen nicht zum Spielfeld gehörenden Gegenstand, erfolgt ein indirekter Freistoß unterhalb des Punktes, wo die zulässige Höhe überschritten wurde. Springt der Ball von der Decke direkt ins Tor, erfolgt Spielfortsetzung mit Ab- bzw. Eckstoß.

Ø Der Abstoß wird grundsätzlich vom Torwart vorgenommen. Dieser muss den Ball durch Werfen, Rollen oder durch Abstoß mit dem Fuß (nicht Abschlag!) wieder ins Spiel bringen. Der Ball ist erst im Spiel, wenn er den Strafraum/Torraum verlassen hat. Erfolgt der Abwurf oder Abstoß über die eigene Spielfeldhälfte hinaus, ohne dass ein anderer Spieler den Ball berührt hat, so ist auf indirekten Freistoß für die gegnerische Mannschaft von der Mittellinie aus zu entscheiden. Diese Bestimmung gilt im übrigen für jegliches Abspiel des Torwarts, wenn er zuvor den Ball mit einer Hand oder beiden Händen kontrolliert gehalten hat.

Ø Der Torwart darf den Torraum verlassen, den Ball jedoch nur im Torraum mit der Hand spielen.

Ø 7-m-Schießen (9-m-Schießen)
Es gelten die üblichen Bestimmungen des 11-m-Schießens mit der Ausnahme, dass alle auf dem Spielbericht aufgeführten Spieler (maximal 12!) teilnahmeberechtigt sind - außer sie wurden im vorhergehenden Turnierverlauf mit Roter Karte des Feldes verwiesen. Dem Schiedsrichter werden zunächst 5 Spieler benannt. Sollte das 7-m-Schießen nach den ersten 5 Schüssen fortgeführt werden müssen, kann auf dieselben Spieler zurückgegriffen werden.

Ø Wenn ein Feldspieler den Ball absichtlich seinen Torwart mit dem Fuß zuspielt, ist es diesem untersagt, den Ball mit den Händen zu berühren. Tut er es dennoch, ist ein indirekter Freistoß von der Strafraumlinie (Wurfkreislinie) aus zu verhängen, d. h. die fälschlicherweise so genannte "Rückpassregel" gilt auch in der Halle.

Ø Wenn der Torwart den Ball länger als 5 bis 6 Sekunden in den Händen hält, hat der Schiedsrichter dies als unsportliche Verzögerung zu betrachten und durch einen indirekten Freistoß zu ahnden.

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