Die Saison 2026/27 läuft, der Ball rollt aber noch nicht: Rechtzeitig vor dem Start in die neue Spielzeit hat der Fußballverband Rheinland alle Infos zum Spielbetrieb der Frauen zusammengestellt.
In welchen Ligen wird in der Saison 2026/27 im Rheinland Frauenfußball gespielt?
Der Verbands-Frauen und Mädchenausschuss hat folgende Einteilung vorgenommen: In der Kreisklasse wurden in dieser Saison vier regionalere Staffeln gebildet (zwei 8er-Staffeln, zwei 9er-Staffeln). Dazu gibt es zwei Bezirksligen mit zehn Mannschaften und die Rheinlandliga mit 13 Teams. Hinzu kommen fünf Regionalligisten sowie die SG 99 Andernach in der zweiten Frauen-Bundesliga. Die entsprechenden Spielpläne sind bei fussball.de veröffentlicht.
Pilotprojekt flexible Mannschaftsstärke in der Frauen-Kreisklasse
In der Frauen-Kreisklasse wird das Pilotprojekt „Flexibler Mannschaftsstärke“ durchgeführt. Es hat zum Ziel, die Anzahl der Spielausfälle zu reduzieren und den Vereinen eine flexible Anpassung der Mannschaftsstärken an die jeweiligen personellen Gegebenheiten zu ermöglichen. Grundsätzlich richtet sich die Mannschaftsstärke beider am Spiel beteiligter Mannschaften nach der kleineren Mannschaftsstärke. Tritt beispielsweise eine gemeldete 11er-Mannschaft gegen eine 9er-Mannschaft an, wird wie bisher auch 9 gegen 9 gespielt. Die Mannschaftsgröße bleibt von Spiel zu Spiel bei der gemeldeten Größe.
Unabhängig hiervon kann jede am Spiel beteiligte Mannschaft bis spätestens 48 Stunden vor dem angesetzten Spiel per E-Mail über das DFBnet-Postfach an den gegnerischen Verein und den Staffelleiter eine Änderung der Mannschaftsgröße beantragen. Diese ist dann für beide Mannschaften verbindlich, das Spiel ist in der beantragten Mannschaftsgröße durchzuführen. Die Mannschaft, die eine verminderte Mannschaftsstärke beantragt, darf maximal 13 Spielerinnen auf dem Spielberichtsbogen haben. Ansonsten wird in der größeren Mannschaftsstärke gespielt.
Einerseits wird mit dem Pilotprojekt ermöglicht, dass Spiele bei personellen Engpässen dennoch ausgetragen werden. Andererseits ist auch der umgekehrte Weg nun möglich: Sollten 9er-Mannschaften an einem Wochenende doch mehr Spielerinnen zur Verfügung haben, kann ein Spiel auch als 11er-Mannschaft ausgetragen werden.
Neue Platzordner-Regelung
Auch im Frauen-Bereich gilt die neue Platzordner-Regelung, die die vier spieltechnischen Ausschüsse gemeinsam erarbeitet haben: Ab sofort hat der Heimverein bei allen Spielen einen verantwortlichen Ansprechpartner für die Platzordnung zu benennen. Der Ansprechpartner ist im elektronischen Spielbericht in dem dafür vorgesehenen Pflichtfeld zu hinterlegen. Er muss sich rechtzeitig vor Spielbeginn beim Schiedsrichter persönlich vorstellen und soll auch während des Spiels für den Schiedsrichter erster Ansprechpartner bei Fragen der Platzordnung sein.
Auch der Gastverein soll im elektronischen Spielbericht einen entsprechenden Ansprechpartner benennen. Dieser soll für den Verantwortlichen des Heimvereins und den Schiedsrichter ansprechbar sein, beispielsweise bei Vorfällen, die sich im Bereich der Zuschauer der Gastmannschaft ereignen. Wichtig zu wissen: Auch hier handelt es sich um ein Pflichtfeld, das ausgefüllt werden muss, damit der elektronische Spielbericht freigegeben werden kann.
Die der Zuschauerzahl angemessene Anzahl der Platzordner legt der Heimverein fest und passt diese an die konkreten Umstände des Spiels an (z.B. erwartete Anzahl von Zuschauern, besonders risikobehaftete Umstände etc.). Ganz bewusst haben die spieltechnischen Ausschüsse keine konkrete Anzahl an Ordnern festgelegt. Es wird ausdrücklich an die Eigenverantwortung der Vereine für einen sicheren Spielbetrieb und fairen Umgang auf dem Sportplatz appelliert. Dabei bleibt der Grundsatz aus § 22 h) der FVR-Spielordnung unangetastet: „Der Platzverein hat dafür Sorge zu tragen, dass auf dem Sportgelände vor, während und nach dem Spiel geordnete Verhältnisse bestehen.“ Der Heimverein trägt die Verantwortung für die Sicherheit.
Aufstellung bis eine Stunde vor Spielbeginn freigeben
Ebenfalls auch für den Frauenbereich gültig ist die Regelung, dass ab sofort alle Vereine verpflichtet sind, den elektronischen Spielbericht bis eine Stunde vor Anpfiff im DFBnet freizugeben. Neu ist darüber hinaus eine Pilotphase für die Saison 26/27, in der die Pflicht zum Ausdruck der Mannschaftsaufstellung in allen überkreislichen Spielklassen wegfällt. Dies betrifft alle Spiele des Vereinsticket Rheinlandpokals, der Frauen-Rheinlandliga sowie der beiden Bezirksligen. Der FVR bittet die Vereine im Zuge dieses Pilotprojekts, Schiedsrichter, die kein Smartphone besitzen, dabei zu unterstützen, ihre administrativen Pflichten zu erledigen (beispielsweise, indem ein Smartphone für die Passkontrolle oder die Bearbeitung des elektronischen Spielberichts zur Verfügung gestellt wird).
Zu beachten ist, dass auf Kreisebene zunächst weiterhin die bisherige Regelung gilt: Sowohl die Heim- als auch die Gastmannschaft müssen dem Schiedsrichter weiterhin rechtzeitig vor Spielbeginn einen Ausdruck ihrer Mannschaftsaufstellung überreichen.
Angepasste Empfehlungen für die Eintrittspreise
Der VFMA hat darüber hinaus die Empfehlungen für die Eintrittspreise in den Frauen-Spielklassen angepasst: Rheinlandliga 5,-€, Bezirksliga 4,-€, Kreisliga 3,- €. Jugendliche bis 14 Jahren erhalten freien Eintritt, Studenten, und Menschen mit Behindertenausweis und Rentner/Pensionäre zahlen jeweils die Hälfte der Eintrittspreise.
Termine
Der VFMA führt in dieser Saison neben dem Finalwochenende der Rheinlandmeisterschaften mit dem Endspiel um den darin integrierten Vereinsticket Rheinlandpokal am 12./13.06.2027 auch wieder eine Futsal-Rheinlandmeisterschaft durch (Endrunde am 23./24.01.2027).
Premiere des LOTTO Supercups am 9. August in Saarburg
Mit dem LOTTO Supercup erhält der Fußballverband Rheinland zur Saison 2026/27 erstmals einen offiziellen Saisonauftakt, bei dem die in den jeweiligen Wettbewerben erfolgreichsten Mannschaften der vergangenen Spielzeit aufeinandertreffen. In den Wettbewerben der Frauen und Herren trifft jeweils der Rheinlandmeister auf den Sieger des Vereinsticket bzw. Bitburger Rheinlandpokals. Bei den Frauen wird das Duell am Sonntag, 9. August 2026, um 17 Uhr in Saarburg ausgetragen. Dabei treffen der Rheinlandmeister FSG Saarburg/Serrig und der Sieger des Vereinsticket Rheinlandpokals, TuS Issel, aufeinander.
Der LOTTO Supercup wird künftig als gemeinsames Fußballfest der Frauen und Herren ausgetragen, aus terminlichen Gründen ist dies in diesem Jahr allerdings nicht möglich. Ab 2027 ist jedoch geplant, beide Begegnungen an einem Veranstaltungstag auszurichten.
