7 Leitprinzipien des Kinderfußballs im Rheinland

10 Gründe, warum Kinder keine Tabelle brauchen

Warum wir Kopfballspiel nicht fördern

Spielformen im FV Rheinland

Kinderfußball im FV Rheinland

Kinderfußball ist kein Erwachsenenfußball in klein

Im Fußballverband Rheinland verfolgen wir das Ziel, jedem Kind möglichst viele Ballaktionen, viele Erfolgserlebnisse und möglichst viel aktive Spielzeit zu ermöglichen.

Fragt man Kinder, warum sie Fußball spielen, bekommt man fast immer dieselben Antworten:

  • Tore schießen
  • Dribbeln
  • Mit Freunden spielen
  • Spaß haben

Kaum ein Kind antwortet:

  • Tabellenführer werden
  • Meisterschaften gewinnen
  • Aufstieg schaffen

Genau deshalb orientiert sich der Kinderfußball im Rheinland an den Bedürfnissen der Kinder und nicht an den Strukturen des Erwachsenenfußballs.

Die 7 Leitprinzipien des Kinderfußballs im Rheinland

Im Kinderfußball gibt es keine Ersatzspieler für eine ganze Halbzeit. Jedes Kind soll spielen, lernen und Erfahrungen sammeln.

Ein Kind entwickelt sich durch eigene Aktionen. Nicht durch Zuschauen. Die neuen Spielformen des FV Rheinland wurden genau deshalb eingeführt: Kleinere Teams bedeuten mehr Ballkontakte für jedes einzelne Kind. 

Kinder lernen durch Entscheidungen.

  • Dribble ich?
  • Passe ich?
  • Schieße ich?

Je öfter Kinder solche Situationen erleben, desto stärker entwickeln sie Spielintelligenz.

Tore sind Motivation. Die Spielformen des FVR sollen Kindern möglichst viele Torabschlüsse und Erfolgserlebnisse ermöglichen.

Eine 2:8-Niederlage kann für ein Kind wertvoller sein als ein 8:2-Sieg. 

Wichtig ist:

  • Was habe ich gelernt?
  • Was habe ich ausprobiert?
  • Was kann ich heute besser als gestern?

Kinder entwickeln sich am besten in ausgeglichenen Spielen. Zu hohe Siege und zu hohe Niederlagen helfen keinem Kind. Deshalb setzt der FV Rheinland bewusst auf altersgerechte und ausgeglichene Spielformen. 

Nur Kinder, die gerne zum Training kommen, bleiben langfristig im Fußball. Spaß ist kein Nebeneffekt. Spaß ist die Voraussetzung für Entwicklung.

10 Gründe, warum Kinder keine Tabelle brauchen

Sie spielen für Tore, Freunde und Spaß.

Trainer werden vorsichtiger. Kinder werden weniger mutig.

Starke Kinder spielen mehr. Schwächere Kinder spielen weniger.

Ein Tabellenplatz sagt nichts über die Entwicklung eines Kindes aus.

Im Alter von acht Jahren können zwischen zwei Kindern mehrere Entwicklungsjahre liegen.

Ohne Ergebnisdruck werden Kinder mutiger.

Alle Kinder erhalten Spielzeit.

Eltern können sich auf die Entwicklung ihrer Kinder konzentrieren.

Tabellen fördern oft unnötigen Leistungsdruck.

Genau das ist eines der wichtigsten Ziele des FV Rheinland.

Warum wir Kopfballspiel nicht fördern

Im Kinderfußball stehen andere Fähigkeiten im Mittelpunkt:

  • Dribbling
  • Ballkontrolle
  • Passspiel
  • Torschuss
  • Wahrnehmung

Der moderne Kinderfußball möchte möglichst viele Situationen am Fuß erzeugen.

Jeder hohe Ball reduziert:

  • Ballkontakte
  • Kombinationen
  • Dribblings

Bambini

  • Ball führen
  • Tore erzielen
  • Richtungswechsel

F-Junioren

  • 1 gegen 1
  • Freilaufen
  • Passen

E-Junioren

  • Zusammenspiel
  • Spielverlagerungen
  • Entscheidungsverhalten

Die Frage lautet nicht:

“Kann das Kind köpfen?”

Sondern:

“Kann das Kind Fußball spielen?”

Internationale Fachverbände und Wissenschaftler beschäftigen sich seit vielen Jahren mit den Auswirkungen von Kopfballspiel im Kindes- und Jugendalter. Dabei wird insbesondere untersucht, wie sich wiederholte Kopfballaktionen auf Kinder und Jugendliche auswirken können. Da sich das Gehirn im Kindesalter noch in der Entwicklung befindet, empfehlen zahlreiche Experten einen vorsichtigen und altersgerechten Umgang mit dem Kopfballspiel.

Unabhängig von dieser Diskussion besteht Einigkeit darüber, dass technische Grundlagen wie Ballkontrolle, Passspiel, Dribbling und Spielverständnis für die fußballerische Ausbildung deutlich wichtiger sind als das gezielte Erlernen des Kopfballspiels im frühen Kindesalter.

Internationale Fachverbände und Wissenschaftler beschäftigen sich seit vielen Jahren mit den Auswirkungen von Kopfballspiel im Kindes- und Jugendalter. Dabei wird insbesondere untersucht, wie sich wiederholte Kopfballaktionen auf Kinder und Jugendliche auswirken können. Da sich das Gehirn im Kindesalter noch in der Entwicklung befindet, empfehlen zahlreiche Experten einen vorsichtigen und altersgerechten Umgang mit dem Kopfballspiel.

Unabhängig von dieser Diskussion besteht Einigkeit darüber, dass technische Grundlagen wie Ballkontrolle, Passspiel, Dribbling und Spielverständnis für die fußballerische Ausbildung deutlich wichtiger sind als das gezielte Erlernen des Kopfballspiels im frühen Kindesalter.

Die Spielformen im FV Rheinland

Ziel

  • Fußball entdecken.
  • Nicht Fußball organisieren.

Spielform

  • 3 gegen 3
  • mehrere Spielfelder
  • vier Tore
  • kein Torwart
  • kurze Spielzeiten
  • permanenter Wechsel der Gegner

Der Fokus liegt auf maximal vielen Ballaktionen. 

Ziel

  • Fußball erleben.

Spielform

  • 3 gegen 3 und 3+1 gegen 3+1
  • Turniercharakter
  • mehrere Spielfelder
  • vier Tore und 2 Jugendtore
  • Rotation
  • kurze Spielzeiten

Nach jedem Spiel wechseln Mannschaften ihre Felder. Dadurch entstehen immer wieder neue Gegner und neue Herausforderungen. 

Was lernen Kinder?

  • Dribbling
  • Umschalten
  • Orientierung
  • Torabschluss

Ziel

  • Fußball verstehen.

Spielformen

Der FV Rheinland bietet unterschiedliche Spielformen an, die auf die Vorbereitung des Jugendfußballs ausgerichtet sind. Dabei bleiben die Grundprinzipien des Kinderfußballs erhalten: viele Aktionen, viele Entscheidungen und möglichst viel Spielzeit. 

Was lernen Kinder?

  • Breite und Tiefe
  • Zusammenspiel
  • Raumaufteilung
  • erste gruppentaktische Elemente
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