Information zum Vertragsspieler

 

Vertragsspieler, sowie die Laufzeit der Verträge können im „DFBnet“ eingesehen werden. Diese Daten entsprechen den aktuellen Einträgen in der Passstelle des Fußballverbandes Rheinland.

 

 

Vertragsamateure: DFB-Bundestag beschließt neue Regelungen

 

Der DFB-Bundestag hat am 22. Oktober 2010 in Essen die nach § 8 Nr.2 Abs.1 DFB-SpielO an Vertragsspieler (Vertragsamateure) über die nachgewiesenen Auslagen hinaus zu zahlende Mindestgebühr von bisher 150,00 Euro monatlich auf 250,00 Euro erhöht. Nach der für diese einstimmig beschlossene Änderung gegebenen Begründung dient die Anhebung „der Erhaltung der Wettbewerbsgerechtigkeit im Fußballsport, insbesondere im Amateurbereich“. Damit wurde dem Umstand Rechnung getragen, dass der Status des Vertragsspielers vor allem von Amateurvereinen in unteren Spielklassen bei der Neuverpflichtung von Amateurspielern nicht selten nur dazu genutzt wurde, um bei fehlender Zustimmung des abgebenden Vereins anderenfalls in Kauf zu nehmende nachteilige Wartefristen oder Entschädigungszahlungen zu vermeiden. Das aber steht „der Wettbewerbsgerechtigkeit als oberstes Leitziel des sportlichen Wettbewerbes“ entgegen, so die offizielle Begründung. Dieser zunehmend zu beobachtenden Fehlentwicklung bei Vereinswechseln im Amateurbereich soll durch die nun beschlossene Erhöhung der Mindestvergütung auf 250,- Euro entgegengewirkt werden.

 

Darüber hinaus hat der DFB-Bundestag die in § 8 Nr.2 Abs.2 DFB-SpielO normierte Nachweispflicht bezüglich der abzuführenden steuerlichen und sozialversicherungsrechtlichen Abgaben erweitert. Danach müssen sich Spieler und Verein künftig im Vertrag verpflichten, die Abgaben für die gesamte Laufzeit des Vertrages abzuführen. Ergänzend dazu wurde zur Klarstellung in die Vorschrift die Bestimmung aufgenommen, dass die Abführung der steuerlichen und sozialversicherungsrechtlichen Abgaben nicht nur – wie bisher – binnen einer Frist von drei Monaten nach Vertragsbeginn nachzuweisen oder zumindest glaubhaft zu machen ist, sondern dass die ordnungsgemäße Abführung der Abgaben auf Anforderung des Verbandes ebenfalls während der gesamten Vertragslaufzeit nachgewiesen werden muss.

 

Als Nachweis gilt ein entsprechendes Schreiben oder eine Bestätigung von der Krankenkasse oder der Bundesknappschaft oder zumindest die Glaubhaftmachung der Verpflichtungserfüllung (z.B. durch einen neutralen, mit diesen Aufgaben beauftragter Steuerberater oder durch ein beauftragtes Lohnbuchhaltungsbüro).

Der Spieler ist somit Arbeitnehmer, der Verein gilt als Arbeitgeber!

Des Weiteren ist der Spieler bei der Verwaltungs-Berufsgenossenschaft zu melden.

 

Mit dieser neuen Regelung soll missbräuchlichen Verwendungen des Vertragsspieler-Status begegnet werden. Dementsprechend können die Verbände künftig stichprobenartig überprüfen, ob die Abgaben nicht nur während der ersten drei Monate abgeführt wurden und der Verein die betreffenden Spieler nicht anschließend bei dem Sozialversicherungsträger abgemeldet und de facto als Amateur weiter eingesetzt hat. Dies hätte das Ruhen der Spielerlaubnis des Spielers und bei seinem gleichwohl erfolgten Einsatz Geldstrafe und Spielverlust zur Folge (§ 25 DFB-SpielO).

 

Wir bitten deshalb die Vereine, den geforderten Nachweis rechtzeitig und unaufgefordert beim Fußballverband Rheinland einzureichen. Vielen Dank!

 

Ende des Vertrages

 

Endet der Vertrag zum 30.06. eines Jahres, erlischt auch gleichzeitig die Spielerlaubnis. Der Spieler besitzt also ab dem 01.07. keine Spielerlaubnis mehr. Wenn der Spieler weiterhin als Vertragsspieler für den Verein spielen soll, muss der Verein einen neuen Vertrag, sowie einen neuen vollständigen Passantrag einreichen. Wenn der Spieler als Amateur beim Verein weiter spielen soll, ist nur der neue vollständige Passantrag einzureichen. In beiden Fällen ist der alte, nicht mehr gültige Spielerausweis zwingend mit einzureichen.

Möchte der Spieler den Verein nach Ablauf des Vertrages verlassen, so hat der abgebende Verein des alten Spielerausweises innerhalb von 14 Tagen nach Vertragsablauf einzureichen. Hierbei ist zu beachten, dass die Zustimmungsverweigerung auch nur innerhalb dieser 14 Tage anerkannt werden kann.