Am Ende machten zwei Tabellennachbarn den Sieger unter sich aus: Spvgg ECG Wirges gegen SG 99 Andernach – so lautete das Finale des ersten FVR-Hallenmasters. Zwölf Teams aus dem gesamten Verbandsgebiet und aus Rheinland- und Bezirksliga nahmen daran teil, boten spannende Spiele und teils spektakuläre Szenen und sorgten so für eine wahrlich gelungene Premiere. An dessen Ende durfte mit der SG 99 Andernach ein Rheinlandligist den Titel bejubeln: Das Team um Spielertrainer Kim Kossmann gewann mit 10:9 nach Neunmeterschießen gegen die Spvgg EGC Wirges, in der regulären Saison Achter der Rheinlandliga und damit ein Platz hinter der SG 99. In der zehnminütigen Spielzeit hatte Berkan Yavuz die Wirgeser in Führung gebracht, die Kossmann ausgleichen konnte – dann folgte das Neunmeterschießen, in dem die Andernacher die etwas besseren Nerven bewiesen. Wirges (in der Lotto-Rheinland-Pfalz-Gruppe) und Andernach (in der Sparkasse-Westerwald-Sieg-Gruppe) hatten bereits ihre jeweilige Vorrunde als Erster abgeschlossen.
„Es war ein sehr spannendes, sportlich hochklassiges Turnier, insgesamt sehr fair und mit tollen Schiedsrichterleistungen“, befand Gregor Eibes, Präsident des Fußballverbandes Rheinland. „Das erste Hallenmasters war ein Auftakt, der uns Mut macht und darin bestärkt, den Weg eingeschlagenen weiterzuverfolgen.“ Das unterstrich auch Marco Schütz, FVR-Vizepräsident Senioren, der das Hallenmasters maßgeblich initiiert und dessen Umsetzung vorangetrieben hatte: „Mein Fazit fällt sehr positiv aus. Wir haben guten Fußball und spannende Spiele mit einem verdienten Sieger SG 99 Andernach gesehen, das Turnier ist bei allen Beteiligten gut angekommen – mein Dank geht an alle, die daran mitgewirkt haben. Das Hallenmasters hat Ausbaupotenzial für die nächsten Jahre. Die viele positive Resonanz, die an uns herangetragen wurde, motiviert uns weiterzumachen.“
Das würde unter anderem Kim Kossmann, Spielertrainer der SG 99 Andernach, ausdrücklich begrüßen – im Übrigen nicht nur wegen des Erfolgs seiner Mannschaft. „Das Turnier war super organisiert und für uns natürlich rundum gelungen, wir freuen uns auf das nächste Jahr. Die anderen Teams haben es auch gut gemacht, Wirges war ein starker Gegner im Finale – aber wir sind der verdiente Sieger, wenn auch durch das Neunmeterschießen etwas glücklich. So ein Turnier wie heute macht einfach Lust auf mehr. Ich würde mich freuen, wenn im nächsten Jahr noch mehr Mannschaften dabei wären.“
Neben Justin Keeler (SG Lautzert/Oberdreis/Berod-Wahlrod, bester Torschütze) und Fabien Fries (bester Spieler, FC Germania Metternich) wird das Hallenmasters für einen Spieler in besonders schöner Erinnerung bleiben: Sebastian Zerbe vom FC Germania Metternich wurde nach tollen Paraden zum Torhüter des Turniers gewählt, unter anderem beim Neunmeterschießen um Platz drei gegen die SG 2000 Mülheim-Kärlich. „Für mich persönlich war das Hallenmasters eine tolle Geschichte: Ich habe mir vor einem Jahr die Achillessehne gerissen und durfte jetzt bester Torhüter des Turniers werden“, sagte er. „Meine Quote beim Neunmeterschießen war zwar nicht so gut, ich habe ja nur einen gehalten – aber zum Glück den entscheidenden. Und auch als Team war es ein tolles Erlebnis. Das Hallenmasters ist eine gute Sache, weil man auch mal gegen andere Mannschaften spielt.“
Alle Ergebnisse des Turniers in der Übersicht.























