Neues Spielsystem

Flexibler Spielbetrieb im FV Rheinland

Playing Down

IKK-Südwest Junioren-Rheinlandpokal

Jugendfußball der Zukunft

Jugendfußball im FV Rheinland - mehr als nur Fußball

Der Jugendfußball im Fußballverband Rheinland ist weit mehr als die Organisation von Spielen und Wettbewerben. Er ist ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in unseren Städten, Gemeinden und Dörfern. Woche für Woche engagieren sich zahlreiche Ehrenamtliche, Trainerinnen und Trainer, Betreuer, Eltern und Vereinsverantwortliche, um Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, ihrer Leidenschaft nachzugehen.

Jugendfußball bedeutet Gemeinschaft, Verantwortung, Fair Play und persönliche Entwicklung. Auf den Sportplätzen im Rheinland entstehen Freundschaften, werden Werte vermittelt und wichtige Erfahrungen fürs Leben gesammelt.

Unsere Verantwortung

Der FV Rheinland versteht sich als Partner seiner Vereine und möchte Rahmenbedingungen schaffen, die möglichst vielen Jugendlichen den Zugang zum Fußball ermöglichen. Dabei stehen die Bedürfnisse der jungen Spielerinnen und Spieler im Mittelpunkt.

Unser Ziel ist es, einen Spielbetrieb zu gestalten, der sowohl leistungsorientierten Mannschaften als auch breitensportlich ausgerichteten Vereinen Perspektiven bietet. Jeder Jugendliche soll die Möglichkeit haben, entsprechend seiner individuellen Fähigkeiten und Ambitionen Fußball zu spielen.

Jugendfußball im Wandel

Die Rahmenbedingungen für den Jugendfußball haben sich in den vergangenen Jahren spürbar verändert.

Viele Vereine stehen heute vor Herausforderungen wie:

- kleineren Jahrgängen

- rückläufigen Spielerzahlen in einzelnen Altersklassen

- zunehmender schulischer Belastung

- Ganztagsangeboten

- längeren Fahrwegen

- der Gewinnung von Trainerinnen, Trainern und Ehrenamtlichen

Gleichzeitig verändern sich die Erwartungen von Jugendlichen an ihren Verein und ihr sportliches Umfeld.

Diese Entwicklungen machen es notwendig, bestehende Strukturen regelmäßig zu hinterfragen und neue Wege zu gehen.

Jugendfußball im Rheinland

Das Verbandsgebiet des FV Rheinland ist geprägt von einer großen Vielfalt. Von den Städten entlang von Rhein, Mosel und Lahn bis hin zu den ländlichen Regionen in Eifel, Hunsrück und Westerwald unterscheiden sich die Voraussetzungen der Vereine teilweise erheblich.

Während einige Vereine auf große Nachwuchsabteilungen zurückgreifen können, sind andere auf Kooperationen und kreative Lösungen angewiesen, um ihren Jugendlichen weiterhin ein attraktives Fußballangebot zu ermöglichen.

Gerade diese Vielfalt macht den Jugendfußball im Rheinland besonders.

Gemeinsam die Zukunft gestalten

Der FV Rheinland entwickelt seinen Jugendfußball kontinuierlich weiter. Neue Wettbewerbsformen, flexible Spielbetriebsmodelle und innovative Ansätze sollen dazu beitragen, den Fußball auch in Zukunft für Jugendliche attraktiv zu gestalten.

Dabei verfolgen wir ein klares Ziel:

Möglichst viele Jugendliche sollen möglichst lange mit Freude Fußball spielen können. Denn jeder Jugendliche, der auf dem Sportplatz aktiv ist, stärkt nicht nur seinen Verein, sondern auch die Gemeinschaft und die Zukunft des Fußballs im Rheinland.

Unser Leitgedanke

Nicht jedes Talent wird Leistungssportler. Aber jeder Jugendliche soll die Chance haben,

- Fußball zu spielen,

- sich sportlich weiterzuentwickeln,

- Verantwortung zu übernehmen,

- Teil einer Gemeinschaft zu sein,

- und positive Erfahrungen für sein weiteres Leben zu sammeln.

 

Dafür arbeiten Vereine und Verband Tag für Tag gemeinsam.

Meilenstein für den Nachwuchs: Der FVR stellt das Spielsystem im Juniorenfußball um

Ihr habt Fragen zum neuen Spielsystem?

Hier geht es zu den FAQ.

Ein großer Schritt, ein wichtiger Schritt – und ein Schritt, der bei Vereinsvertretern, Verbandsverantwortlichen und externen Fachleuten auf sehr breite Zustimmung stößt:  Der Fußballverband Rheinland wird den Juniorenfußball der A- bis D-Junioren zur neuen Saison 2026/27 umstrukturieren. Demnach melden Vereine ihre Mannschaften in die aus ihrer Sicht passende Leistungsebene, ohne dass zuvor eine sportliche Qualifikation nötig ist – Ausnahme ist die höchste Spielklasse im Rheinland. So sollen Jugendliche möglichst häufig auf demselben Leistungslevel spielen und die Teams in jeder Halbserie neu passend einsortiert werden können. Der Entwicklung der Spieler wird damit die höchste Priorität eingeräumt. Das System besteht aus mehreren Leistungsebenen: von der höchsten Klasse (Oberliga Rheinland) über eine Rheinlandebene und Bezirksebenen bis hin zur Basisebene. In anderen Landesverbänden gibt es bereits ähnliche Ansätze, die im Hinblick auf die Altersbereiche und Ligen allerdings nicht voll umfänglich umgesetzt werden und teilweise an ein Quotienten- und Qualifikationssystem gekoppelt sind.

Das neue System des Fußballverbandes Rheinland ist das Resultat eines Entwicklungsprozesses, angestoßen und umgesetzt durch die Arbeitsgruppe Spielsystem des Verbandsjugendausschusses. Sven Edinger, Vorsitzender des Ausschusses, stellte die Idee dieses neuen Spielsystems im Rahmen dreier Regionalkonferenzen in den Bezirken West, Mitte und Ost insgesamt rund 180 Vereinsvertretern vor, dazu unterstrichen Experten wie Hannes Wolf, Markus Hirte, Volker Kersting und Clemens Decker bei einer Online-Diskussion ihre Begeisterung für das neue System. Da war der Weg in eine erheblich modernisierte Zukunft im Juniorenfußball des FVR bereits geebnet: Rund 85 Prozent der Vereinsvertreter hatten bei den Regionalkonferenzen die Einführung des neuen Systems befürwortet – und damit eine sehr stabile Grundlage für den Wechsel gelegt.

„Wir sind wirklich sehr zufrieden mit dem Ergebnis und auch stolz darauf. Dieses positive Feedback zeigt uns, dass uns viel Vertrauen entgegengebracht wird – und dass die Arbeitsgruppe gute Arbeit geleistet hat“, sagt Edinger. „Gemeinsam haben wir einen mutigen, innovativen und zukunftsorientierten Schritt gewagt. Ich möchte mich ausdrücklich bei den Vereinen bedanken. Es ist keine Selbstverständlichkeit, einer so großen Reform mit so viel Offenheit zu begegnen. Wir wissen, dass das ein großer Schritt ist und Zeit brauchen wird. Aber wir sind überzeugt: Wenn das System so gelebt wird, wie es gedacht ist, dann wird es den Jugendfußball im Rheinland langfristig stärken – gemeinsam mit unseren Vereinen.“

Große Leistungsgefälle, in denen Spitzenmannschaften regelmäßig zweistellige Siege einfahren, sollen mit dem neuen Spielsystem deutlich reduziert werden. Ein wesentlicher Vorteil ist zudem seine Flexibilität: Vereine können auf starke oder schwächere Jahrgänge reagieren, ohne für eine ganze Saison in einer unpassenden Liga festzustecken – und das sogar halbjährlich. Mit steigender Ebene im neuen System wachsen indes auch die Anforderungen an Strukturen und Qualität der Ausbildung. Trainerlizenzen, Kadergrößen und organisatorische Rahmenbedingungen werden je nach Ebene verbindlich geregelt, um ein professionelles Umfeld zu sichern. Im Rahmen der Regionalkonferenzen sprachen sich zudem 91 Prozent der Vereine dafür aus, dass der Verbandsjugendausschuss das Recht erhält, Mannschaften eine Meldung in einer niedrigeren Ebene vorzuschreiben, sofern sie in einer Ebene sportlich deutlich unterlegen sind.

„Das ist ein Quantensprung – wir sind wirklich begeistert. Auch davon, dass die Vorbereitung und Umsetzung so schnell erfolgt sind“, sagt Hannes Wolf, DFB-Direktor Nachwuchs, Training und Entwicklung. „Der Schlüssel für Entwicklung ist Spielzeit und gutes Training. Und diese Entwicklung muss gar nicht für die Bundesliga sein – gern auch beispielsweise für die Bezirksliga. Wir finden dieses Spielsystem viel, viel besser als das, was seit vielen Jahrzehnten fast überall praktiziert wird.“ Markus Hirte, Sportlicher Leiter Talentförderung des DFB, ergänzt: „Kindern und Jugendlichen macht Fußball spielen Spaß, wenn sie individuell Erfolgserlebnisse haben und sich mit ihrem Team mit anderen Mannschaften auf ähnlichem Level messen können – das aber ist im aktuellen System häufig nicht der Fall. Und das führt dann dazu, dass die Kinder und Jugendlichen die Freude am Fußball verlieren. Daher ist es nicht wichtig, in welcher Liga ich spiele, sondern nur, dass ich attraktive Spiele absolvieren kann.“

Das unterstreicht auch Volker Kersting, Direktor Nachwuchsfußball, 1. FSV Mainz 05: „Wir müssen die Spieler in den Vordergrund stellen, nicht das Ergebnis. Aus eigener Erfahrung: Abstiegskampf ist destruktiv, weil sich alles nur noch daran ausrichtet und der Druck enorm hoch ist. Wichtig ist, all dies möglichst wegzunehmen – der Spaß muss im Vordergrund stehen, nur dann entwickelt sich ein Spieler. Auch deshalb ist dieses neue Spielsystem ein riesiger Fortschritt – ich kann nur dazu gratulieren, so fortschrittlich zu denken und dies dann auch umzusetzen.“

Worte, die Sven Edinger und sein Team im Verbandsjugendausschuss gern hören – zu diesem Team zählt auch Dr. Michael Wilkes, FVR-Vizepräsident Jugend: „Das neue Spielsystem gibt unseren Vereinen die Möglichkeit, ihre Teams regelmäßig neu einzuordnen. Hiermit schaffen wir den Wettbewerb nicht ab, wir intensivieren ihn“, sagt er. „Unser Ziel ist ein System, das flexibel, durchlässig und fair ist. Die Meldeliga eröffnet Vereinen und Talenten neue Chancen. Wenn wir deutliche Leistungsgefälle reduzieren, profitieren am Ende alle: Talente werden besser gefördert, und auch die vermeintlich schwächeren Mannschaften verlieren nicht dauerhaft die Freude am Fußball.“

Clemens Decker, Sportlicher Leiter des FVR, sagt: „Ich freue mich auf das neue Spielsystem im Juniorenbereich, weil es zum einen die Chance bietet, Spielklassen ausgeglichener zu gestalten, und zum anderen häufiger Wettkämpfe auf Augenhöhe ermöglicht – nur dann findet Entwicklung statt. Wenn wir die Jungs so gut ausbilden, dass sie später in der Oberliga oder auf ähnlichem Niveau spielen, ist es umso schöner, wenn dieses System dazu beigetragen hat. Es musste eine Veränderung her, und dieser Schritt ist sehr gut gelungen.“ Derselben Ansicht ist auch Gregor Eibes, Präsident des Fußballverbandes Rheinland: „Wir wollen einen echten Wettbewerb auf passendem Niveau ermöglichen. Und wir müssen den Mut haben, uns endlich an den Bedürfnissen der Kinder zu orientieren. Diesen Weg gehen wir jetzt, das ist der einzig richtige Weg. Ich bin den Vereinen sehr dankbar, dass sie ihn so überwältigend mitgehen.“

Wie geht es nun weiter? Der Verbandsjugendausschuss erarbeitet die neuen Durchführungsbestimmungen – unter anderem auf Grundlage der Rückmeldungen aus den Regionalkonferenzen und inklusive rechtlicher Prüfung durch FVR-Vizepräsident Achim Kroth. Ziel ist, im April die erste Fassung der Durchführungsbestimmungen zu veröffentlichen. Die finale Version wird voraussichtlich Mitte Juli stehen, wenn alle Staffeln eingeteilt sind. Das Grundkonstrukt wird jedoch vorher sichtbar und veröffentlicht – die Vereine werden also weiterhin eng mitgenommen.

Die Präsentation zur Idee des neuen Spielsystems, vorgestellt im Rahmen der drei Regionalkonferenzen, ist hier abrufbar.

 

Das Meinungsbild aus den Regionalkonferenzen:

 

Das neue Spielsystem: So funktioniert es

Das neue Spielsystem im Überblick

Jugendausschuss-Vorsitzender Sven Edinger zum neuen Spielsystem

DFB-Direktor Hannes Wolf zum neuen Spielsystem

Markus Hirte, Sp. Leiter DFB-Talentförderung, zum neuen Spielsystem

Clemens Decker, Sportlicher Leiter FVR, zum neuen Spielsystem

Fragen und Antworten zur Idee des neuen Spielsystems der Junioren

Der zentrale Unterschied liegt in der Art der Teilnahme.

Meldeliga

In einer Meldeliga kann eine Mannschaft aktiv gemeldet werden. Voraussetzung ist, dass ggf. das jeweilige Anforderungsprofil erfüllt wird.

Das bedeutet: Vereine entscheiden eigenverantwortlich, auf welchem Niveau sie ihre Mannschaft melden möchten – innerhalb der vorgegebenen Rahmenbedingungen. Die Verantwortung für die Meldung und die Einstufung der Mannschaft obliegt damit den Vereinen.

Die Meldeliga schafft Flexibilität und ermöglicht eine leistungsgerechte Einordnung zu den verschiedenen Saisonphasen.

Qualifikationsliga

In eine Qualifikationsliga kann man sich nicht einfach melden. Die Teilnahme erfolgt ausschließlich über sportlichen Erfolg – also durch Aufstieg – oder durch einen Abstieg aus einer höheren Liga. Vorrausetzung bleibt aber die Erfüllung gewisser Anforderungsprofile. Hier zählt ausschließlich die sportliche Leistung im Wettbewerb.

Zusammengefasst:

  • Meldeliga: Teilnahme durch Meldung bei ggf. Erfüllung des Anforderungsprofils
  • Qualifikationsliga: Teilnahme nur durch sportliche Qualifikation (Auf- oder Abstieg)

Das neue Spielsystem basiert auf vier klar definierten Ebenen. Ziel ist es, Mannschaften möglichst leistungsgerecht einzuordnen und gleichzeitig flexible Entwicklungsmöglichkeiten zu schaffen.

 

  1. Oberliga Rheinland

Die Oberliga Rheinland ist die höchste Spielklasse im neuen System. Hier steht der sportliche Vergleich auf Top-Niveau im Vordergrund.

Merkmale der Oberliga Rheinland:

  • Zugang erfolgt ausschließlich über eine Qualifikation (Qualifikationsliga) und klar definiertem Anforderungsprofil
  • Acht Mannschaften pro Altersklasse
  • In der Regel steigen die zwei letzten Mannschaften ab
  • Leistungsorientierter Wettbewerb auf höchstem regionalem Niveau

 

  1. Rheinlandebene

Die Rheinlandebene bildet die starke regionale Leistungsebene unterhalb der Oberliga. Diese Ebene bietet ambitionierten Mannschaften eine anspruchsvolle sportliche Perspektive.

Merkmale der Rheinlandebene:

  • Zugang durch Meldung mit erfülltem Anforderungsprofil
  • Die beiden bestplatzierten Mannschaften steigen in der Regel in die Oberliga Rheinland auf
  • Es gibt keine Absteiger
  • Wettbewerb und Entwicklung im ausgewogenen Verhältnis
  • Leistungsorientierter, aber nicht ausschließlich ergebnisgetriebener Spielbetrieb
  • Empfehlung Verband für Meldung: Leistungsstarke, ambitionierte Teams mit stabilem Kader

 

  1. Bezirksebene

Die Bezirksebene sorgt für eine strukturierte überkreisliche Wettbewerbsform.

Merkmale der Bezirksebene:

  • Zugang durch Meldung mit erfülltem Anforderungsprofil
  • Erste Vergleichbarkeit überkreislich
  • Stabile und faire Wettbewerbsbedingungen
  • Empfehlung Verband für Meldung: Gute Kreisteams oder Mannschaften mit klarer sportlicher Perspektive

 

  1. Basisebene

Die Basisebene ist das breitensportliche Fundament des Systems. Sie kann – je nach Anzahl der Meldungen im jeweiligen Fußballkreis – aus bis zu drei Stufen bestehen:

  • Kreisoberliga
  • Kreisliga
  • Kreisklasse

Merkmale der Basisebene:

  • Zugang durch Meldung ohne Anforderungsprofil
  • Flexible Staffelgrößen
  • Anpassung an Mannschaftszahlen
  • Fokus auf Ausbildung, Entwicklung und Spielzeit

 

  • Empfehlung Verband für Meldung: Neue Teams, breite Mannschaften oder Gruppen mit wechselnder Besetzung
  • Besonderheit A-Junioren: Eine Besonderheit gibt es bei den A-Junioren, da hier aufgrund der niedrigen Anzahl von gemeldeten Mannschaften die Bezirks- und Basisebene zusammengefasst und im kreisübergreifenden Spielbetrieb abgebildet werden.

Das neue Spielsystem startet mit der Saison 2026/27. Zu Beginn der Saison wird es eine Übergangsphase (Winterrunde 2026) von einem halben Jahr geben. Diese Phase dient dazu, den Wechsel vom bisherigen System in das neue Modell strukturiert und geordnet umzusetzen.

Ab der Sommerrunde der Saison 2026/27 greift das neue System dann vollständig.

Die Übergangsphase dient dazu, einen geordneten Wechsel vom bisherigen Spielsystem in das neue Modell zu ermöglichen. Sie umfasst das erste halbe Jahr der Saison 2026/27. In dieser Zeit wird die Grundlage für die neue Einteilung geschaffen.

Meldemöglichkeiten in der Übergangsphase

Um den Einstieg flexibel zu gestalten, gelten folgende Regelungen:

  • Mannschaften aus den Kreisklassen können in die Bezirksebene melden.
  • Mannschaften aus den bisherigen Bezirks- und Rheinlandligen können sich für die Rheinlandebene, Bezirksebene oder Basisebene melden

Bei den A-Junioren besteht eine Sonderregelung: Hier können Mannschaften aus den Kreisklassen direkt in die Rheinlandebene melden.

Regelung zur Oberliga Rheinland

Im ersten halben Jahr wird zunächst auf die Oberliga Rheinland verzichtet. Die acht Teilnehmer der Sommerrunde der Oberliga Rheinland qualifizieren sich vollständig über die Ergebnisse der Rheinlandebene in der Winterrunde.

Damit entsteht ein sportlich sauberer Übergang in die höchste Spielklasse des neuen Systems. Die Übergangsphase stellt somit sicher, dass alle Mannschaften die Möglichkeit erhalten, sich realistisch einzuordnen und sich sportlich für ihre neue Spielklassenstruktur zu qualifizieren.

Im Grundsatz gilt das neue Spielsystem für die Altersklassen A- bis D-Junioren. Dabei gibt es bei den A-Junioren eine leicht angepasste Struktur – siehe auch die Beschreibung zum Aufbau des Spielsystems. Eine Ebene entfällt hier, sodass die Einteilung altersgerecht angepasst ist.

Mit dem neuen Modell setzen wir bewusst im klassischen Jugendfußball (D- bis A-Junioren) an. Im Kinderfußball gelten andere Voraussetzungen. Hier stehen vor allem Spielzeit, Erlebnischarakter und altersgerechte Entwicklung im Mittelpunkt. Deshalb wird das neue Ligensystem dort nicht in gleicher Form angewendet.

Dennoch beschäftigen wir uns auch im Kinderfußball mit einer stärkeren Einteilung von Spielen auf Augenhöhe. Ziel ist es, auch hier Über- und Unterforderung zu vermeiden und die individuelle Entwicklung der Kinder in den Fokus zu stellen.

Zusammengefasst: Das neue System betrifft den Jugendfußball von D bis A – immer mit dem Ziel, Entwicklung vor Ergebnisdenken zu stellen.

Für die Saison 2026/27 gelten folgende Meldefenster:

  • Hauptmeldefenster: Mai 2026 bis 30. Juni 2026
  • Zusätzliches Winter-Meldefenster: Dezember 2026 bis 15. Januar 2027

Das Winter-Meldefenster ermöglicht eine Ummeldung in eine andere Spielklassenebene zur sich daran anschließenden Sommerrunde. Ob die Wintermeldung über das DFBnet oder in einem anderen Verfahren erfolgt, wird derzeit noch geklärt. Mit dieser zeitlichen Struktur schaffen wir einen klaren Startpunkt und gleichzeitig ausreichend Flexibilität für eine saubere Umstellung auf das neue Spielsystem.

Die Saison wird zukünftig in zwei unabhängig voneinander getrennten Runden gespielt

  • Winterrunde (August-November)
  • Sommerrunde (Februar-Juni)

Beide Runden werden eigenständig gespielt und abgeschlossen. In jeder Phase wird ein eigener Meister ermittelt.

Ein entscheidender Vorteil dieser Struktur ist die erhöhte Flexibilität: Zur Halbserie – also nach der Winterrunde – gibt es die Möglichkeit zu einem Auf- oder Abstieg in der Oberliga Rheinland beziehungsweise zu einer Ummeldung in eine andere Spielklassenebene.

Das bedeutet: Mannschaften müssen nicht ein ganzes Jahr in einer Liga verbleiben, wenn sich ihre Leistungsstärke deutlich verändert hat. Entwicklungen können schneller berücksichtigt werden. Auf Unter- bzw. Überforderung kann schneller und zielgerichteter reagiert werden.

Durch die Teilung in zwei Runden schaffen wir einen dynamischeren Wettbewerb und stellen sicher, dass Teams möglichst häufig auf einem leistungsgerechten Niveau spielen.

Ja, auch im neuen Spielsystem gibt es weiterhin einen klar geregelten Auf- und Abstieg.

Ein Auf- und Abstieg erfolgt:

  • in die Oberliga Rheinland und aus der Oberliga Rheinland,
  • in die Regionalliga und aus der Regionalliga.

Damit bleibt der leistungsorientierte Wettbewerb erhalten: Sportlicher Erfolg wird belohnt, sportliche Entwicklung ermöglicht den nächsten Schritt.

Eine Ausnahme bilden die D-Junioren – hier gibt es keine Regionalliga, sodass in dieser Altersklasse kein Auf- oder Abstieg auf diese Ebene stattfindet.

Grundsätzlich gilt: Leistung soll weiterhin eine Perspektive nach oben eröffnen – gleichzeitig sorgt das flexible System dafür, dass Mannschaften möglichst leistungsgerecht eingeordnet werden.

Ja – und sogar mehr als bisher. Da die Saison in eine Winter- und eine Sommerrunde unterteilt ist, wird in jeder dieser beiden Phasen ein eigener Meister beziehungsweise Staffelsieger ermittelt.

Das bedeutet: Jede halbe Saison bietet die Chance auf einen Titelgewinn. Leistungen werden damit regelmäßiger sichtbar und belohnt.

Ein möglicher Auf- oder Abstieg ist davon unabhängig geregelt und wird in der entsprechenden FAQ zum Auf- und Abstiegsrecht näher erläutert.

Durch diese Struktur entstehen zusätzliche sportliche Anreize – und jede Runde bekommt ihre eigene Bedeutung.

Die Größe der Oberliga Rheinland basiert auf einer fundierten Analyse der vergangenen, vollständig gespielten Spielzeiten der Rheinlandligen im Juniorenbereich. Dabei hat sich gezeigt, dass die höchste Leistungsdichte regelmäßig im Bereich der Plätze eins bis sechs liegt. In diesem Bereich bewegen sich die Mannschaften sportlich auf sehr engem Niveau. Dahinter werden die Leistungsunterschiede häufig größer.

Mit einer Staffelstärke von acht Mannschaften stellen wir sicher, dass:

  • das sportliche Niveau insgesamt sehr hoch bleibt,
  • möglichst viele Spiele auf Augenhöhe stattfinden,
  • die Leistungsdichte innerhalb der Liga eng beieinanderliegt.

Gleichzeitig sorgen zwei zusätzliche Plätze über die „Kern-Leistungsgruppe“ hinaus für eine sinnvolle sportliche Dynamik. Durch Auf- und Abstieg entsteht eine gesunde Fluktuation, ohne die Qualität der Liga zu verwässern. So verbinden wir hohe Wettbewerbsqualität und -intensität mit sportlicher Durchlässigkeit – und sichern dauerhaft ein anspruchsvolles Leistungsniveau in der Oberliga Rheinland.

Die Rheinlandebene orientiert sich am sogenannten Schweizer System, wie man es beispielsweise aus der Champions League oder Youth League kennt.

Grundsätzlich bilden alle Mannschaften der Rheinlandebene eine gemeinsame Staffel. Allerdings spielt nicht jede Mannschaft gegen jede andere. Stattdessen absolviert jedes Team eine festgelegte Anzahl an Spielen.

Um dabei sowohl sportliche Ausgewogenheit als auch praktikable Fahrtwege zu gewährleisten, werden innerhalb der Rheinlandebene regionale Cluster gebildet.

  • Ein Teil der Spiele findet innerhalb des eigenen Clusters statt.
  • Ein weiterer Teil der Spiele wird gegen Mannschaften aus anderen Clustern ausgetragen.

Durch ein vorher festgelegtes Ranking innerhalb der Cluster wird sichergestellt, dass jede Mannschaft – unabhängig vom eigenen oder fremden Cluster – gegen Teams aus unterschiedlichen Leistungsbereichen spielt: also gegen vermeintlich stärkere, gleich starke und schwächere Gegner.

Am Ende werden alle Ergebnisse in einer gemeinsamen Tabelle zusammengeführt. Aus sämtlichen Partien ergibt sich ein offizielles Gesamtranking, das die sportliche Platzierung der Rheinlandebene abbildet. Die beiden bestplatzierten Mannschaften steigen dann grundsätzlich am Ende der Runde in die Oberliga Rheinland auf.

„Einordnung vor Festlegung“ bedeutet, dass Mannschaften nicht automatisch durch starre Auf- und Abstiegsregelungen langfristig in einer bestimmten Liga „festgelegt“ sind. Im bisherigen System entschied in erster Linie die Platzierung der Vorsaison über die Ligazugehörigkeit – unabhängig davon, wie sich eine Mannschaft personell oder sportlich weiterentwickelt hatte. Gerade im Jugendfußball können sich Leistungsstände jedoch innerhalb kurzer Zeit stark verändern.

Im neuen System können Vereine ihre Mannschaften auf dem Leistungsniveau melden, auf dem sie aktuell ihr Potenzial sehen – natürlich unter Berücksichtigung des jeweiligen Anforderungsprofils. Diese Flexibilität ermöglicht eine realistischere Einordnung der tatsächlichen Leistungsstärke und verhindert dauerhafte Über- oder Unterforderung. Damit stellen wir die Entwicklung der Spielerinnen und Spieler konsequent in den Mittelpunkt: Nicht die starre Ligazugehörigkeit entscheidet – sondern das aktuelle Leistungsvermögen und die bestmögliche Förderung.

Die Anforderungsprofile wurden eingeführt, um dem steigenden Leistungsanspruch in den höheren Spielklassen gerecht zu werden und eine qualitativ hochwertige Ausbildung sicherzustellen.

Wichtig: Die Anforderungsprofile müssen zunächst nur für die überkreislichen Spielklassen erfüllt werden, also für:

  • Oberliga Rheinland
  • Rheinlandebene
  • Bezirksebene

Für die Basisebene gelten diese Vorgaben nicht.

Die Anforderungen beziehen sich vor allem auf zwei Bereiche: Trainerqualifikation und Kadergröße.

Zusammengefasst dienen die Anforderungsprofile nicht als Hürde, sondern als Qualitätsrahmen: Wer auf höherem Niveau spielen möchte, soll auch die entsprechenden strukturellen Voraussetzungen mitbringen – im Sinne einer nachhaltigen und professionellen Jugendausbildung.

Um die Ausbildungsqualität zu sichern, gelten folgende Mindestanforderungen:

Oberliga Rheinland:

  • DFB-B-Lizenz

Rheinlandebene:

  • DFB-C-Lizenz und zusätzliche vorgegebene Fortbildungsmaßnahme durch den FV Rheinland
  • oder mindestens begonnene DFB-B-Lizenz

Bezirksebene:

  • DFB-C-Lizenz

Damit stellen wir sicher, dass mit steigendem Leistungsniveau auch die fachliche Qualifikation der Trainer entsprechend wächst.

Die Kadergrößen sollen Trainingsqualität, individuelle Förderung und ausreichende Spielzeit sicherstellen.

Oberliga Rheinland & Rheinlandebene: verbindliche Vorgabe

Bezirksebene: Empfehlung

A-Junioren

  • mindestens 16, maximal 22 Spieler (davon 2 Flex-Spieler)

B-Junioren

  • mindestens 16, maximal 22 Spieler (davon 2 Flex-Spieler)

C-Junioren

  • mindestens 16, maximal 20 Spieler (davon 2 Flex-Spieler)

D-Junioren

  • mindestens 14, maximal 18 Spieler (davon 2 Flex-Spieler)

Anmerkung: Flex-Spieler können von Spiel zu Spiel variieren.

Sonderregelungen

Wird die Mindestspielerzahl durch langfristige Verletzungen (Nachweispflicht!) unterschritten, dürfen Spieler nachnominiert werden, bis die Mindestanzahl wieder erreicht ist. Jede Mannschaft sollte zwei Torhüter im Kader haben. Sollte es zu einer langwierigen Verletzung beider Torhüter kommen, kann ein weiterer Torhüter nachnominiert werden – unabhängig von der Mindestspielerzahl.

Ziel der Kaderregelung ist es nicht, Vereine einzuschränken, sondern die Ausbildungsqualität zu stärken, Einsatzzeiten zu sichern und eine verantwortungsvolle Kaderplanung zu fördern.

Das bisherige Spielsystem hat über viele Jahre gut funktioniert und den Jugendspielbetrieb zuverlässig organisiert. Doch die Rahmenbedingungen haben sich in den letzten Jahren deutlich verändert – und damit auch die Anforderungen an den Jugendfußball.

Die Mannschaftszahlen gehen vielerorts zurück, Leistungsunterschiede innerhalb der Ligen werden größer und Entwicklungen verlaufen heute deutlich dynamischer als noch vor einigen Jahren. Unser bisheriges System mit festen Ligengrenzen und klassischen Auf- und Abstiegsregelungen bietet hier nur begrenzte Flexibilität.

Starre Strukturen führen zunehmend dazu, dass Mannschaften teilweise entweder über- oder unterfordert sind. Ein Aufstieg ist teilweise deutlich schwieriger zu erreichen als eine Spielklasse zu halten. Gleichzeitig können wir auf sportliche Entwicklungen von Vereinen, Teams oder einzelnen Jahrgängen nur eingeschränkt reagieren. Besonders im Jugendbereich, in dem sich Leistungsstände schnell verändern, wird ein über die gesamte Saison festgelegtes Ligensystem dieser Dynamik oft nicht gerecht.

Deshalb möchten wir den Spielbetrieb moderner, flexibler und entwicklungsorientierter gestalten. Ziel ist ein System, das faire Einordnung ermöglicht, Leistung belohnt und gleichzeitig langfristige Entwicklung in den Mittelpunkt stellt.

Das neue Spielsystem gibt den Vereinen mehr Gestaltungsmöglichkeiten – bringt aber gleichzeitig mehr Verantwortung mit sich. Vereine entscheiden künftig selbst, auf welchem Leistungsniveau sie ihre Mannschaft melden. Voraussetzung ist eine ehrliche und realistische Einschätzung der eigenen sportlichen Stärke. Ziel ist eine leistungsgerechte Einordnung, die weder über- noch unterfordert.

Diese Flexibilität eröffnet große Chancen:

  • Leistungsstarke „Leuchtturm“-Jahrgänge können direkt auf dem passenden, höheren Niveau gemeldet werden und erhalten eine klare sportliche Perspektive.
  • Schwächere oder im Umbruch befindliche Jahrgänge können auf einem angemessenen Niveau spielen, ohne dauerhaft überfordert zu sein.
  • Nachfolgende Jahrgänge sind nicht automatisch an die Einstufung der Vorsaison gebunden.

Darüber hinaus wird auch einer Gesamtentwicklung eines Vereins unmittelbar Rechnung getragen. Entwickelt sich ein Verein strukturell, organisatorisch oder sportlich insgesamt weiter, kann sich dies direkt in einer entsprechenden Meldung auf höherem Leistungsniveau widerspiegeln. Umgekehrt kann auch auf schwierige Phasen flexibel reagiert werden.

Das bedeutet: Jeder Jahrgang – und auch jeder Verein – wird in seiner aktuellen Leistungsstärke betrachtet. Entwicklung steht über starren Ligazuweisungen.

Mehr Flexibilität, mehr Fairness und eine konsequente Ausrichtung auf die Spielerentwicklung.

Wir möchten Über- und Unterforderung deutlich reduzieren. Zu große Leistungsunterschiede innerhalb einer Liga helfen weder der sportlichen Entwicklung noch der Motivation. Deshalb setzen wir auf eine leistungsgerechtere Einordnung und mehr Spiele auf Augenhöhe.

Wichtig ist dabei: Wir schaffen den Wettbewerb nicht ab – im Gegenteil. Durch mehr Duelle auf vergleichbarem Leistungsniveau entsteht sogar mehr echter Wettbewerb. Spiele werden intensiver, spannender und sportlich wertvoller.

Im Mittelpunkt steht die Entwicklung der Spielerinnen und Spieler. Leistung soll gefordert und gefördert werden – in einem Umfeld, das fordert, aber nicht überfordert.

Der neue Verbandsjugendausschuss wurde erst am 07. Juni 2025 durch den Verbandstag bestätigt. Direkt im Anschluss wurde die Arbeitsgruppe „Spielsystem“ gegründet, die sofort mit der Entwicklung eines neuen Konzepts begonnen hat. Dadurch war der zeitliche Rahmen von Beginn an begrenzt. Dennoch hat die Arbeitsgruppe mit großem Engagement innerhalb von rund neun Monaten ein umfassendes Konzept erarbeitet. 

Uns ist die Weiterentwicklung des Jugendspielbetriebs jedoch zu wichtig, um mit der Umsetzung noch ein weiteres Spieljahr zu warten. Gleichzeitig bleiben die grundlegenden Spielebenen größtenteils erhalten, sodass die Veränderungen für die Vereine überschaubar sind. Entscheidend für die Einteilung soll künftig stärker das Leistungsniveau der Mannschaften sein – ein Faktor, den Vereine in der Regel gut einschätzen können. 

Durch die vorgesehenen flexibleren Strukturen ist es zudem möglich, das System auch kurzfristiger umzusetzen. Das Meldefenster für die Mannschaften schließt erst am 30. Juni, sodass den Vereinen weiterhin rund dreieinhalb Monate Zeit für ihre Planung bis zum Saisonstart bleiben. 

Natürlich hätten auch wir uns gewünscht, das Konzept früher vorstellen zu können. Angesichts der Bedeutung und Tragweite der Veränderungen war es uns jedoch wichtig, das System sorgfältig und fundiert auszuarbeiten, um nun einen durchdachten und belastbaren Vorschlag präsentieren zu können.

Für alle Fragen, Anregungen oder Hinweise rund um das neue Spielsystem haben wir eine zentrale Anlaufstelle eingerichtet. Sie erreichen uns per E-Mail unter Neues_Jugendspielsystem@fv-rheinland.de.

Darüber hinaus steht Ihnen unser hauptamtlicher Mitarbeiter Hans-Jürgen Christmann gerne persönlich zur Verfügung:

📞 0261 – 92137-135

Wir freuen uns über den Austausch und unterstützen Sie gerne bei allen offenen Fragen zum neuen Spielsystem.

Flexibler Spielbetrieb im FV Rheinland

Jugendmannschaften verändern sich im Laufe einer Saison. Spieler wechseln den Verein, verletzen sich, hören mit dem Fußball auf oder stehen aufgrund von Schule, Ausbildung oder anderen Verpflichtungen nicht mehr regelmäßig zur Verfügung. Gerade im Jugendfußball können sich Mannschaftsstärken innerhalb weniger Monate deutlich verändern. Der FV Rheinland möchte Vereinen deshalb die Möglichkeit geben, flexibel auf solche Entwicklungen zu reagieren.

Im Flexiblen Spielbetrieb können Mannschaften auf Kreisebene ihre Mannschaftsstärke während der laufenden Saison anpassen. Dadurch können Vereine auf Veränderungen im Kader reagieren, ohne ihre Mannschaft vom Spielbetrieb zurückziehen zu müssen. 

Das Ziel ist einfach: Eine Mannschaft soll möglichst weiterspielen können, auch wenn sich ihre personelle Situation verändert.

Viele Vereine kennen die Situation: Zu Saisonbeginn reicht die Spielerzahl für eine bestimmte Mannschaftsstärke problemlos aus. Im Laufe der Saison verändert sich die Situation jedoch.

Gründe können sein:

- Verletzungen

- Vereinswechsel

- Schulische Belastungen

- Ausbildung oder Beruf

- Wegzug von Spielern

- Schwankende Anwesenheit

Früher führte dies häufig dazu, dass Mannschaften Spiele absagen oder sogar vom Spielbetrieb zurückgezogen werden mussten. Der Flexible Spielbetrieb schafft hier eine praxisnahe Lösung.

Jede Mannschaft, die erhalten bleibt, ist ein Gewinn für den Jugendfußball.

Ein Rückzug bedeutet:

- weniger Spiele

- weniger Spielmöglichkeiten

- weniger Entwicklung für die Jugendlichen

- weniger Attraktivität für den Wettbewerb

Durch die Möglichkeit der Anpassung der Mannschaftsstärke können viele Teams weiterhin am Spielbetrieb teilnehmen.

Gerade im Verbandsgebiet des FV Rheinland mit seinen zahlreichen kleinen und mittelgroßen Vereinen ist die Mannschaftsstärke oft keine konstante Größe. Während größere Vereine häufig auf breite Kader zurückgreifen können, sind kleinere Vereine stärker von Schwankungen betroffen. Der Flexible Spielbetrieb berücksichtigt genau diese Realität.

Der größte Gewinner dieser Regelung ist der Spieler. Denn jeder Jugendliche profitiert davon, wenn:

- Spiele stattfinden,

- Mannschaften erhalten bleiben,

- weniger Begegnungen ausfallen,

- und regelmäßige Spielpraxis möglich bleibt.

Der Flexible Spielbetrieb ist kein Selbstzweck. Er soll Vereinen helfen, auf Veränderungen zu reagieren und den Spielbetrieb langfristig zu sichern.

Denn am Ende zählt vor allem eines: Jugendliche sollen Fußball spielen können – unabhängig davon, ob eine Mannschaft im September oder im April exakt dieselbe Spielerzahl zur Verfügung hat.

Playing Down

Perspektive für biologisch jüngere Spieler

Mit der Playing-Down-Regelung wird biologisch jüngeren Fußballern die Möglichkeit eröffnet, zeitweise in einer niedrigeren Altersklasse am Spielbetrieb teilzunehmen. Ziel ist es, diesen Spielern ein Umfeld zu bieten, in dem sie sich mit körperlich ähnlich entwickelten Jugendlichen messen können.

Die Regelung basiert auf sportwissenschaftlichen Erkenntnissen und wird durch wissenschaftliche Untersuchungen begleitet. Im Mittelpunkt steht die Erkenntnis, dass Kinder und Jugendliche trotz gleichen Alters körperlich sehr unterschiedlich entwickelt sein können.

Ob ein Spieler als biologisch jünger eingestuft werden kann, wird anhand objektiver Kriterien ermittelt. Hierfür werden unter anderem das Körpergewicht im Verhältnis zum Alter sowie die Körpergröße im Stehen und Sitzen herangezogen.

Spieler der entsprechenden Altersklassen, die die festgelegten Voraussetzungen erfüllen, können einen Antrag stellen, um vorübergehend in einer jüngeren Altersklasse eingesetzt zu werden. Die Genehmigung wird jeweils für einen begrenzten Zeitraum erteilt. Nach Ablauf ist eine erneute Überprüfung der biologischen Messwerte erforderlich.

Warum gibt es Playing Down?

Die körperliche Entwicklung von Kindern und Jugendlichen verläuft sehr individuell und selten gleichmäßig. Innerhalb eines Jahrgangs können daher erhebliche Unterschiede hinsichtlich Größe, Gewicht und körperlicher Leistungsfähigkeit bestehen.

Im Spielbetrieb führt dies häufig dazu, dass körperlich kleinere und leichtere Spieler auf deutlich größere und kräftigere Gegenspieler treffen. In der Sportwissenschaft wird dieser Zusammenhang als „relativer Alterseffekt“ bezeichnet. Dieser kann sich negativ auf die sportliche Entwicklung von später entwickelten Spielern auswirken.

Ein bekanntes Beispiel aus dem internationalen Fußball ist Lionel Messi, dessen außergewöhnliches Talent trotz einer verzögerten körperlichen Entwicklung früh erkannt und gezielt gefördert wurde.

Die Unterschiede in der biologischen Reife können sowohl im Training als auch im Spiel zu Nachteilen führen. Eine geringere Körpergröße oder ein niedrigeres Körpergewicht erschweren beispielsweise das Durchsetzungsvermögen in Zweikämpfen. Dadurch sammeln betroffene Spieler häufig weniger Erfolgserlebnisse und verlieren nicht selten die Motivation für den Fußball.

Zudem zeigen Studien, dass biologisch jüngere Spieler deutlich seltener in Auswahl- und Fördermaßnahmen berücksichtigt werden. Besonders häufig betrifft dies Kinder und Jugendliche, die innerhalb ihres Jahrgangs zu den jüngeren Spielern zählen.

Die Playing-Down-Regelung soll dazu beitragen, diesen Spielern bessere Entwicklungsbedingungen zu ermöglichen und ihnen die Chance zu geben, ihr sportliches Potenzial unabhängig von ihrem körperlichen Entwicklungsstand auszuschöpfen.

FAQ Playing Down

Die Playing-Down-Regelung richtet sich an Spieler der jüngeren Jahrgänge der B- und C-Junioren (U16 und U14) in allen Spielklassen.

Um in einer jüngeren Altersklasse spielberechtigt zu sein, muss ein Spieler folgendes Kriterium erfüllen: Sein biologisches Alter ist zum festgelegten Stichtag mehr als ein Jahr geringer als das biologische Alter des durchschnittlichen Spielers seiner eigentlichen Altersklasse.

Konkret bedeutet dies:  Der „durchschnittliche“ U14-Spieler ist 13,0 Jahre alt. Der „durchschnittliche“ U16-Spieler ist 15,0 Jahre alt. Um am „Playing-Down“ teilnehmen zu können, muss das biologische Alter eines Spielers weniger als 12,0 (als aktueller Spieler der U14) bzw. weniger als 14,0 Jahre (als aktueller Spieler der U16) betragen.

Das biologische Alter eines Spielers wird mithilfe eines wissenschaftlich anerkannten Verfahrens (Mirwald-Methode) abgeschätzt.

Hierfür werden folgende Daten benötigt:

- Körpergewicht

- Körpergröße im Stehen

- Körpergröße im Sitzen

- Geburtsdatum

Die Messung dauert nur wenige Minuten. Benötigt werden eine Körperwaage sowie ein Messinstrument zur Bestimmung der Körpergröße.

Die erhobenen Werte werden anschließend in das bereitgestellte Berechnungstool eingetragen. Dort wird automatisch das biologische Alter ermittelt und angezeigt, ob die Voraussetzungen für die Playing-Down-Regelung erfüllt sind.

Ein Antrag sollte insbesondere dann gestellt werden, wenn davon auszugehen ist, dass der Spieler von einem vorübergehenden Einsatz in einer jüngeren Altersklasse profitieren kann.

Nach Durchführung der Messung sind die erforderlichen Unterlagen (Antragsformular + ausgefüllte Excel-Datei) per DFBnet-Postfach an Hans-Juergen.Christmann@FV-Rheinland.evpost.de einzureichen.

Nach positiver Prüfung der eingereichten Unterlagen wird anschließend eine zweite Messung durch geschultes Personal des Verbandsjugendausschusses durchgeführt. 

Wird der Antrag genehmigt, erhält der Spieler für einen festgelegten Zeitraum die Spielberechtigung in der jüngeren Altersklasse. Danach kann erneut geprüft werden, ob die Voraussetzungen weiterhin vorliegen.

Der Antrag wird vom Verein per DFBnet-Postfach an Hans-Juergen.Christmann@FV-Rheinland.evpost.de gestellt.

  • im Zeitraum vom 01.06. bis 31.12. eines Spieljahres; in diesem Fall wird die Spielberechtigung von 01.07. bis zum 31.01. des Folgejahres befristet, oder
  • im Zeitraum vom 01.01. bis 31.05. eines Spieljahres; in diesem Fall wird die Spielberechtigung vom 01.01. bis zum 30.06. des laufenden Spieljahres befristet.

Die Playing-Down-Regelung findet auch in der Regionalliga Anwendung. Hierbei gilt jedoch eine besondere Regelung, die ausschließlich für den Spielbetrieb der Regionalliga maßgeblich ist und in den Spielklassen des FV Rheinland keine Anwendung findet.

Wird für einen Spieler ein genehmigter Playing-Down-Antrag erteilt, ist der Spieler während der Geltungsdauer der Genehmigung ausschließlich in der jüngeren Altersklasse spielberechtigt. Eine gleichzeitige Spielberechtigung in seiner ursprünglichen Altersklasse besteht nicht.

Konkret bedeutet dies: Wird ein U16-Spieler (B-Junior) im Rahmen der Playing-Down-Regelung den C-Junioren zugeordnet, darf er während des genehmigten Zeitraums ausschließlich bei den C-Junioren eingesetzt werden. Einsätze bei den B-Junioren sind in dieser Zeit nicht zulässig.

Entsprechendes gilt für U14-Spieler, die im Rahmen der Playing-Down-Regelung bei den D-Junioren eingesetzt werden.

Diese Einschränkung stellt eine Sonderregelung der Regionalliga dar. In den Spielklassen des FV Rheinland bleibt die reguläre Spielberechtigung in der ursprünglichen Altersklasse von einer Playing-Down-Genehmigung unberührt.

Nach Ablauf der Genehmigung lebt die reguläre Spielberechtigung in der ursprünglichen Altersklasse wieder auf, sofern keine erneute Genehmigung erteilt wird.

IKK-Südwest Junioren-Rheinlandpokal

Tradition trifft Zukunft

Der IKK Südwest Junioren-Rheinlandpokal gehört zu den traditionsreichsten Wettbewerben im Jugendfußball des Fußballverbandes Rheinland. Jahr für Jahr kämpfen Mannschaften von der D- bis zur A-Jugend um den Pokalsieg und die Möglichkeit, sich in die lange Geschichte des Wettbewerbs einzutragen.

Der Pokal steht dabei für besondere Momente, überraschende Ergebnisse und emotionale Endspiele. Anders als im Ligaalltag entscheidet oft ein einziges Spiel über Weiterkommen oder Ausscheiden. Gerade das macht den besonderen Reiz des Wettbewerbs aus.

Für viele Nachwuchsspieler gehört die Teilnahme am Rheinlandpokal zu den Höhepunkten ihrer Jugendfußballzeit.

Ein starker Partner an unserer Seite

Mit der IKK Südwest verbindet den Fußballverband Rheinland eine langjährige und vertrauensvolle Partnerschaft. Als Namensgeber des Wettbewerbs unterstützt die IKK Südwest den Jugendfußball im Rheinland nachhaltig und leistet einen wichtigen Beitrag zur Förderung junger Fußballerinnen und Fußballer. Gemeinsam verfolgen Verband und Partner das Ziel, attraktive Wettbewerbe zu schaffen und dem Nachwuchs besondere sportliche Erlebnisse zu ermöglichen.

Der Finaltag der Junioren

Mit der Saison 2025/26 wurde ein neues Kapitel in der Geschichte des Wettbewerbs aufgeschlagen. Erstmals wurden die Endspiele aller Altersklassen an einem gemeinsamen Finaltag ausgetragen. An einem Ort und an einem Tag standen die besten Nachwuchsmannschaften des Verbandsgebietes im Mittelpunkt und kämpften um die begehrten Pokaltitel.

Der Finaltag der Junioren schafft eine besondere Bühne für den Nachwuchsfußball im Rheinland. Spieler, Trainer, Familien, Vereine und Fußballinteressierte erleben die Endspiele in einem einzigartigen Rahmen und machen den Tag zu einem echten Highlight des Fußballjahres.

Die erfolgreiche Premiere hat gezeigt, welches Potenzial in diesem Format steckt und welchen Stellenwert der Jugendfußball im FV Rheinland besitzt.

Spannung von der ersten Runde bis zum Finale

Der Rheinlandpokal lebt von seinem besonderen Charakter. Jede Runde bietet die Chance auf Überraschungen und unvergessliche Pokalmomente. Dabei spielt es keine Rolle, ob ein Team als Favorit oder Außenseiter in die Partie geht. Im Pokal gelten eigene Gesetze – und genau das macht den Wettbewerb für Spieler, Trainer und Zuschauer so attraktiv.

Pokal hautnah erleben

Ein weiterer Schritt in Richtung moderner und transparenter Wettbewerbsorganisation ist die öffentliche Auslosung der Pokalrunden. Künftig sollen die Auslosungen der einzelnen Runden live übertragen werden. Vereine, Spieler und Fußballfans können dadurch unmittelbar verfolgen, welche Begegnungen ausgelost werden und welchen Weg ihre Mannschaft bis zum Finale vor sich hat. Die Live-Auslosungen schaffen zusätzliche Aufmerksamkeit für den Wettbewerb und machen jede Pokalrunde zu einem besonderen Ereignis – lange bevor der Ball überhaupt rollt.

Mehr als ein Pokal

Der IKK Südwest Junioren-Rheinlandpokal steht für Leidenschaft, Tradition und Nachwuchsförderung. Er verbindet Vereine aus dem gesamten Verbandsgebiet und bietet jungen Fußballern die Möglichkeit, besondere Erfahrungen zu sammeln und unvergessliche Erinnerungen zu schaffen.

Vom ersten Spiel bis zum Finaltag ist jede Pokalrunde ein Stück Fußballgeschichte im Rheinland.

Jugendfußball der Zukunft

Gemeinsam den Jugendfußball weiterentwickeln

Der Jugendfußball steht vor neuen Herausforderungen. Kleinere Jahrgänge, veränderte Freizeitgewohnheiten, Ganztagsschulen und unterschiedliche Rahmenbedingungen in den Vereinen machen deutlich, dass sich auch der Fußball weiterentwickeln muss.

Der Fußballverband Rheinland möchte diesen Wandel aktiv gestalten und den Jugendfußball zukunftsfähig aufstellen. Dabei steht ein Ziel im Mittelpunkt: Möglichst viele Jugendliche sollen möglichst lange mit Freude Fußball spielen können.

Neue Wege für den Jugendfußball

Nicht jeder Verein, jede Mannschaft und jeder Spieler bringt die gleichen Voraussetzungen mit. Deshalb setzt der FV Rheinland auf moderne und flexible Lösungen, die den Bedürfnissen der Vereine und Jugendlichen gerecht werden.

Die Weiterentwicklung des Spielsystems, der flexible Spielbetrieb oder die Playing-Down-Regelung sind Beispiele dafür, wie der Jugendfußball im Rheinland auf aktuelle Entwicklungen reagiert und gleichzeitig neue Perspektiven schafft.

Vereine im Mittelpunkt

Die Vereine bilden das Fundament des Jugendfußballs. Mit ihrem täglichen Engagement schaffen sie die Voraussetzungen dafür, dass Kinder und Jugendliche Gemeinschaft erleben, Verantwortung übernehmen und sich sportlich entwickeln können.

Der FV Rheinland versteht sich dabei als Partner seiner Vereine und möchte Rahmenbedingungen schaffen, die den Jugendfußball langfristig stärken.

Unser Blick nach vorne

Tradition und Innovation gehören für den FV Rheinland zusammen. Bewährte Strukturen sollen erhalten bleiben, gleichzeitig müssen neue Ideen und Entwicklungen aufgegriffen werden. Gemeinsam mit den Vereinen, Kreisen, Trainern, Eltern und Spielern möchten wir den Jugendfußball auch in Zukunft attraktiv gestalten und weiterentwickeln.

Denn die Zukunft des Fußballs im Rheinland beginnt mit den Jugendlichen von heute.

TOP