Das DFB-Punktespiel 2.0 bietet Amateurvereinen im Rheinland eine spannende Chance, ihren Verein weiterzuentwickeln und gleichzeitig attraktive Prämien zu gewinnen. Bis August 2026 können Vereine durch vielfältige Maßnahmen Punkte sammeln – sei es durch die Gewinnung neuer Mitglieder, die Qualifizierung von Trainern oder die Förderung von Schiedsrichtern. Jede Aktion bringt nicht nur Fortschritt in die Vereinsarbeit, sondern auch wertvolle Belohnungen, die den Alltag erleichtern und das Vereinsleben stärken. Das alles oftmals mit ganz leichten, kleinen Schritten – und rückwirkend bis 01. Juli 2025. Mit 260 Punkten liegen die Sportfreund Schönstein aus dem Kreis Westerwald-Sieg derzeit hinter dem FSV Trier-Tarforst auf Rang zwei im Fußballverband Rheinland. Für die aktuelle Ausgabe von „FiR“ haben wir mit Simon Schmidt gesprochen, der sich bei den Schönsteinern um das Punktespiel kümmert.
Herr Schmidt, wie und wann ist Ihr Verein erstmals auf das DFB-Punktespiel aufmerksam geworden?
Schmidt: Wir sind zum ersten Mal über fussball.de auf das DFB-Punktespiel aufmerksam geworden. Richtig aufgefallen ist es mir dann in diesem Jahr bei den DFB-Pokalspielen, weil es dort auf den Werbebanden kommuniziert wurde. Außerdem bekomme ich regelmäßig Newsletter, in denen ebenfalls darüber berichtet wird.
Wer kümmert sich bei Ihnen im Verein konkret um das Punktespiel, und wie ist dieses Thema intern verankert?
Schmidt: Bei uns ist die Verantwortung für das Punktespiel aufgeteilt. Es gibt eine Person, die die Gesamtkoordination übernimmt und verantwortlich ist – das bin ich. Dabei gehe ich auf Personen im Verein zu und binde sie ein, wenn Unterstützung in bestimmten Bereichen notwendig ist oder Informationen gebraucht werden, wie etwa für das Umwelt- und Klimatool. Ich bin zwar Jugendtrainer, agiere aber organisatorisch als Schnittstelle, damit die relevanten Maßnahmen umgesetzt werden können.
Warum haben Sie sich entschieden, beim DFB-Punktespiel aktiv mitzumachen?
Schmidt: Für uns als kleiner Verein war ein wichtiger Aspekt, durch das Punktespiel Trainingsmaterialien erhalten zu können, da wir uns solche Anschaffungen in großem Maße oft nicht ohne Weiteres leisten können. Gleichzeitig wächst unser Jugendbereich stark, sodass der Bedarf groß ist. Daraufhin haben wir uns mit zwei, drei Leuten zusammengeschlossen, nachdem wir herausgefunden haben, dass viele Maßnahmen mit geringem Aufwand umsetzbar sind oder ohnehin schon stattfinden – zum Beispiel Kindertrainerzertifikate oder Trainerlizenzen. Diese Erkenntnis hat uns bestärkt, da wir ohne große Zusatzarbeit Punkte sammeln konnten. Ein weiterer kleiner Antrieb sind die Losprämien, auch wenn wir beim letzten Mal in diesem Bereich nicht erfolgreich waren.
Welche Ziele verbinden Sie mit der Teilnahme – geht es eher um Preise, um Vereinsentwicklung oder um beides?
Schmidt: Beides spielt eine Rolle, aber der eigentliche Antrieb sind die Prämien, die man als Verein gerne mitnimmt und die uns im Vereinsalltag sehr unterstützen. Gleichzeitig gibt es viele Maßnahmen, die uns neue Impulse geben, die wir bisher so noch gar nicht betrachtet haben und die uns als Verein weiterentwickeln, zum Beispiel das aktive Bewerben des Kindertrainer-Zertifikats. Dadurch konnten wir uns an einigen Stellen besser aufstellen.

Können Sie Beispiele der bereits umgesetzten Maßnahmen nennen, die besonders gut funktioniert haben?
Schmidt: Sehr gut funktioniert hat das Thema Trainerzertifikate. Durch die dezentralen Angebote konnten wir viele Trainer gerade auch in den jüngsten Bereichen motivieren, einfache Lizenzen zu machen. Außerdem gibt es einige niedrigschwellige Maßnahmen, die hilfreich für den Einstieg sind, wie zum Beispiel das Antidiskriminierungs-Banner oder der digitale Vereinscheck. Günstig für uns war auch die Zusammenarbeit mit einer Schule, da dort bereits Lehrer als Jugendtrainer aktiv sind. Grundsätzlich ist man in vielen Themen schon unterwegs, und dann muss man es nur ergänzen.
Welche Tipps würden Sie anderen Vereinen im Rheinland geben, die jetzt ins DFB-Punktespiel 2.0 einsteigen wollen?
Schmidt: Man sollte mit einfachen Maßnahmen beginnen. Bei einigen Maßnahmen reicht es, Infomaterial auszulegen oder seine Internetpräsenz zu verlinken. Auch das Antidiskriminierungs-Banner war einfach bestellt, und man musste es dann nur aufhängen. Dann sollte man prüfen, welche Projekte man ohnehin schon angeht, die in Punkte umgesetzt werden können, etwa das Thema Trainerlizenzen. Sinnvoll ist es außerdem, eine Person zu benennen, die die Maßnahmen koordiniert und bei Bedarf Vereinsmitglieder gezielt einbindet.
Das Gespräch führte Tom Merg.
