Jede Menge Applaus für viele Jahrzehnte ehrenamtlichen Engagements: Im Rahmen des Tags des Ehrenamts hat der Fußballverband Rheinland am heutigen Sonntag im Hotel Zugbrücke in Höhr-Grenzhausen die DFB-Ehrenamtspreisträger der Kreise, die „Fußballheldinnen“ und „Fußballhelden“ im jungen Ehrenamt, den Preisträger des Walter-Desch-Preises sowie jene der Aktion „Danke Schiri“ ausgezeichnet. „Der Tag des Ehrenamts ist der höchste Feiertag im Fußballverband Rheinland“, betonte Gregor Eibes, Präsident des FVR. „Das Ehrenamt ist das, was uns zusammenhält. Ehrenamtler sind Tag für Tag unterwegs, sind für andere da, sorgen dafür, dass vieles in der Gesellschaft funktioniert, das ohne das Ehrenamt nicht möglich wäre. Ihnen allen gilt mein ganz herzliches Dankeschön!“ Selbiges sprach auch Patrik Klos, Ehrenamtsbeauftragter des Verbandes, aus: „Der Tag des Ehrenamts hat einen ganz besonderen Stellenwert im Fußballverband Rheinland. Hier erfahren ehrenamtlich engagierte Menschen die Würdigung und Anerkennung, die sich tagtäglich verdient hätten“, hob er hervor. „Das Ehrenamt ist unverzichtbar und unbezahlbar.“
Neben den Preisträgerinnen und Preisträgern begrüßte Eibes diverse prominente Gratulanten, unter anderem DFB-Präsident Bernd Neuendorf, DFB-Vizepräsidentin Célia Sasic, Monika Sauer (Präsidentin Sportbund Rheinland), Rudolf Rinnen (Präsident Turnverband Mittelrhein) sowie Vertreter anderer Fußball-Landesverbände, insbesondere aus dem Bereich Ehrenamt. „Ich komme wirklich gerne zu Veranstaltungen wie dem Tag des Ehrenamts des Fußballverbandes Rheinland“, sagte Neuendorf. „Das Ehrenamt, die Basis des Fußballs, ist mir sehr wichtig. Die Vereinslandschaft ist der größte Schatz, den wir im DFB haben. Wir müssen Werbung für das Ehrenamt machen und junge Menschen dafür begeistern.“
Das unterstrich auch Célia Sasic, die das Ehrenamt längst nicht nur als DFB-Vizepräsidentin kennt und schätzt, sondern insbesondere aus ihrer Zeit als Spielerin. „Ich bin im Fußball und unter Ehrenamtlern groß geworden und habe den Verein immer als einen Raum wahrgenommen, in dem ich mich wohlgefühlt habe. Ehrenamtler sind die Menschen, die es einem leicht machen, seinen Sport auszuüben, die sich gerne für andere engagieren.“
Insgesamt 23 Ehrungen wurden am heutigen Sonntag vorgenommen: neun Ehrenamtspreisträger, neun Fußballheld*innen, drei Preisträger*innen „Danke Schiri“, dazu der Walter-Desch-Preis für den TuS Burgschwalbach – und ganz zu Beginn der Veranstaltung erhielt Willibald Hannappel die Goldene Ehrennadel des Fußballverbandes Rheinland. Der 78-Jährige blickt auf eine beachtliche Vita in der Sportgerichtsbarkeit des FVR zurück, unter anderem als Rechtswart des Verbandes sowie Vorsitzender des Verbandsgerichts, der Verbandsspruchkammer und der Kreisspruchkammer Westerwald-Wied. „Willibald Hannappel hat seine Tätigkeiten immer sehr fair, gerecht und mit Fingerspitzengefühl ausgeübt“, sagte Eibes.
Zu den Preisträger*innen
Bereits seit 1997 werden im Rahmen der DFB-Aktion Ehrenamt in jedem Jahr in jedem Fußballkreis eine ehrenamtliche Vereinsmitarbeiterin oder ein ehrenamtlicher Vereinsmitarbeiter mit dem DFB-Ehrenamtspreis ausgezeichnet. Der Auszeichnung zu Grunde liegen herausragende ehrenamtliche Leistungen in den letzten drei Jahren vor Antragstellung.
Die neun Kreissieger*innen des DFB-Ehrenamtspreises 2026 aus dem FVR wurden im Herbst gekürt und bereits im Rahmen der Veranstaltungen „Treffpunkt Ehrenamt“ in ihren Kreisen vorgestellt. Mit ihren jeweiligen Partnern werden sie gemeinsam mit den Preisträgerinnen und Preisträgern der Landesverbände Niederrhein, Saarland und Südwest zu einem DFB-Dankeschön-Wochenende mit attraktivem Rahmenprogramm eingeladen. Gastgeber in diesem Jahr ist vom 8. Mai bis 10. Mai der Fußballverband Rheinland. Die offizielle Auszeichnung mit dem DFB-Ehrenamtspreis wird jedoch vor Ort bei einer Veranstaltung oder einem Heimspiel im eigenen Verein stattfinden.
Zum nunmehr zehnten Mal wurde zudem der Wettbewerb „Fußballhelden – Junges Ehrenamt“ ausgeschrieben. Der Wettbewerb ist ausgerichtet auf Jugendtrainer*innen, Jugendleiter*innen und Schiedsrichter*innen im Alter von 18 bis maximal 30 Jahren. Alle neun Kreissieger*innen dieses Wettbewerbs werden ebenfalls vor Ort im Verein offiziell ausgezeichnet.
Die Preisträger*innen dieses Wettbewerbs aus dem Gebiet des gesamten DFB werden zudem eingeladen zur Fußball-Bildungsreise nach Santa Susanna bei Barcelona; organisiert und durchgeführt vom DFB und seinem Kooperationspartner „KOMM MIT“. Diese findet in diesem Jahr vom 28. September bis 02. Oktober statt.
Die neun Kreissieger*innen „DFB-Ehrenamtspreis 2026“ sind:
(Altersangaben per 18.01.2026)
1.) Westerwald-Sieg: Wolfgang Hörter (75, SSV Eichelhardt)
Wolfgang Hörter ist die Seele des SSV Eichelhardt und eine unverzichtbare Kraft der Fußballabteilung. In der SG Hammerland-Bruchertseifen-Eichelhardt wirkt er als Bindeglied zwischen drei Vereinen und prägt als SG-Vorsitzender die Zusammenarbeit maßgeblich.
Auch sportlich ist Wolfgang tief verwurzelt: Er war Spieler, Trainer, AG-Leiter, AH-Spieler und AH-Organisator und übernimmt bis heute zahlreiche Ehrenämter in unterschiedlichsten Funktionen.
Sein Engagement ist außergewöhnlich vielseitig: Im Verein und im Fußballkreis WW/Sieg bekleidet er zahlreiche Funktionen – als Staffelleiter der Kreisklassen, Verantwortlicher für das Anschriftenverzeichnis des Fußballkreises, Organisator verschiedenster Vereinsfeiern und Events sowie eines Projektes des Fußballkreises Westerwald/Sieg zur Finanzierung eines Schulbaus in Ruanda mit einem Spendenergebnis von 80.000 Euro, als Platzkassierer bei Heimspielen sowie als Ansprechpartner für die Sponsoren und Unterstützer des Fußballkreises.
Besonders wertvoll ist seine ausgleichende, sozial kompetente Art: Wolfgang Hörter schafft es immer wieder, Menschen und Gremien zusammenzubringen, Konflikte zu lösen und gemeinsame Wege zu öffnen – und das meist im Stillen, ohne sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen.
Ohne sein Wirken wären der SSV Eichelhardt, die SG und der Fußballkreis WW/Sieg bei Weitem nicht so gut aufgestellt. Wolfgang Hörter ist ein ruhender Pol, ein Organisationstalent und ein Ehrenamtler, wie man ihn sich nur wünschen kann.
2.) Westerwald-Wied: Tobias Kuch (38, FSV Ebernhahn 08)
Tobias Kuch ist der Motor des FSV Ebernhahn und maßgeblich verantwortlich für die positive Entwicklung des Vereins in den letzten Jahren. Sein Engagement und seine Tatkraft prägen die Modernisierung der Infrastruktur sowie die kulturellen Aktivitäten im Dorf.
Beim Umbau des Sportplatzes von einem Tennenplatz zu einem Naturrasenplatz im Jahr 2023/24 und der Modernisierung der Flutlichtanlage auf LED-Technologie im Jahr 2022 spielte Tobias eine zentrale Rolle. Beide Projekte haben die Qualität der Sportstätte enorm verbessert.
Darüber hinaus hat Tobias Kuch das Kindertraining in Ebernhahn ins Leben gerufen und konnte im Jahr 2025 die erste Bambini-Mannschaft offiziell melden – ein wichtiger Meilenstein für die Jugendarbeit des Vereins.
Ein weiteres wichtiges Projekt, für das Tobias Kuch verantwortlich ist, ist die Errichtung von Werbetafeln am Sportplatz. Seit 2019 wächst die Anzahl der Werbeflächen stetig, wodurch diese Initiative mittlerweile zur größten Einnahmequelle des Vereins geworden ist.
Auch die kulturellen Veranstaltungen wie die Karnevalsitzung, die Kirmes und das „Dippekuchenfest“ im Dorf wären ohne Tobias Kuchs Organisationstalent und Engagement nicht in dieser Form möglich. Er sorgt dafür, dass diese Events reibungslos ablaufen und es in Ebernhahn ein aktives Dorfleben gibt.
Tobias Kuch ist „der Mann“ beim FSV Ebernhahn – ein unermüdlicher Anpacker, der nicht nur für eine positive Vereinsentwicklung, sondern auch für das Gemeindeleben einen unschätzbaren Beitrag leistet. Ohne ihn würde der Verein nicht dort stehen, wo er heute ist.
3.) Rhein-Lahn: Corinna Prause (43, Sportvereinigung 1899 Bogel)
Corinna Prause gehört zu den engagiertesten Persönlichkeiten des Vereins. Seit dem 01. Juli 2023 ist sie Zweite Vorsitzende, zuvor war sie zwei Jahre lang Jugendleiterin und ist weiterhin Abteilungsleiterin für Gymnastik und Turnen.
Über ihre Vorstandsaufgaben hinaus engagiert sich Corinna Prause mit außergewöhnlichem Einsatz im Kinder- und Jugendsport: Seit mehr als zehn Jahren trainiert sie die Bambini-Mannschaft der JSG Bogel und hat zusätzlich zwei neue Turngruppen aufgebaut. Diese Angebote haben das Vereinsprogramm nachhaltig erweitert und zu deutlich steigenden Mitgliederzahlen geführt.
Seit dem Sommer 2025 bringt Corinna Prause ihr Know-how zudem über die Vereinsgrenzen hinaus ein – als Staffelleiterin Junioren im Fußballkreis Rhein-Lahn.
Corinna Prause steht für Herzblut, Initiative und Verlässlichkeit. Sie bewegt Menschen, schafft neue sportliche Möglichkeiten für Kinder und Familien und prägt die positive Entwicklung des Vereins in besonderem Maße.
4.) Koblenz: Christian Noll (57, FC Rot-Weiss Koblenz)
Christian Noll ist seit mehr als 45 Jahren Teil des Vereins und seit mehr als 30 Jahren ehrenamtlich eine der tragenden Säulen von Rot-Weiss Koblenz.
Geboren 1968, begann er 1981 als aktiver Spieler, bis ein schwerer Schienbeinbruch seine Karriere beendete. Doch statt sich zurückzuziehen, begann sein eigentliches Lebenswerk: die unermüdliche Arbeit für den Verein.
Als Trainer, Betreuer und später über zwei Jahrzehnte als Leiter Sport & Marketing prägte er maßgeblich den sportlichen Weg des Vereins – vom lokalen Fußball bis hinauf in die Regionalliga. Drei Rheinlandpokal-Siege tragen ebenso seine Handschrift wie unzählige sportliche Entscheidungen, die Rot-Weiss dorthin geführt haben, wo der Verein heute steht.
Doch Christian Noll ist weit mehr als ein sportlicher Architekt: Er ist seit Jahrzehnten der Organisator aller Vereinsfeste, Mitgliederzusammenkünfte und gemeinschaftlichen Aktivitäten – ein verbindender Mittelpunkt der Vereinsfamilie.
In den vergangenen drei Jahren hat er mit beeindruckendem Engagement Spenden gesammelt und Sponsorings auf den Weg gebracht und damit die finanzielle Grundlage für ein Jahrhundertprojekt geschaffen: den Campus Rot-Weiss auf dem Koblenzer Oberwerth – mit Natur- und Kunstrasenplatz, Kleinspielfeld sowie der umfassenden Renovierung und Erweiterung des Vereinshauses.
Seit der Ausgliederung 2021 ist er als Vorstand Sport & Marketing im neu gegründeten FC Rot-Weiss Koblenz e.V. tätig – und für viele schlicht „Mister Rot-Weiss“.
Christian Noll steht wie kaum ein anderer für Loyalität, Tatkraft und Herzblut. Er hat den Verein über Jahrzehnte geprägt und ihn mit seiner Vision und seinem Einsatz in eine erfolgreiche Zukunft geführt.
5.) Rhein-Ahr: Heinz Walbröl (86, TuS 1920 Oberwinter e. V.)
Heinz Walbröl, 85 Jahre alt, ist eine tragende Säule des TuS Oberwinter und ein wahres Vorbild für soziales und ehrenamtliches Engagement. Seit Jahrzehnten prägt er den Verein und hat Generationen von Spielern sowie Vereinsmitgliedern inspiriert. Selbst im hohen Alter zeigt er eine unermüdliche Hingabe, die weiterhin Vorbild für viele ist. Seit vielen Jahren arbeitet er mit außergewöhnlichem Einsatz für den Verein und hat entscheidend dazu beigetragen, dass der TuS Oberwinter heute so stark aufgestellt ist.
Er hat sich in vielen Bereichen für Integration und Zusammenhalt eingesetzt. So stellte er unter anderem Wohnraum für Neuankömmlinge zur Verfügung, um ihnen ein Zuhause zu bieten, und förderte eine offene, unterstützende Atmosphäre im Verein. Hierbei spielten Herkunft, Nationalität und Religion keine Rolle.
Als Jugendleiter und -trainer hat Heinz Walbröl unzählige junge Spieler gefördert, sie zu Auswahlspielen begleitet und über Jahre hinweg Weihnachtsfeiern und Zeltlager organisiert. Viele jugendliche Spieler verdanken ihm ihre frühe Liebe zum Sport und ihre Entwicklung.
Auch im Erwachsenenbereich engagiert sich Heinz Walbröl nach wie vor: Er hilft Spielern, berufliche Perspektiven zu finden, organisiert Vereinsessen nach Heimspielen und sorgt immer noch für das leibliche Wohl bei den wöchentlichen Besprechungen.
Mit 85 Jahren ist Heinz Walbröl nach wie vor aktiv. Bei Umbaumaßnahmen und bei der Betreuung von Mannschaften ist er weiterhin präsent und beteiligt sich tatkräftig an der Weiterentwicklung des Vereins.
Sein Organisationstalent, seine Großzügigkeit und seine unermüdliche Hingabe machen ihn zum herausragendsten Ehrenamtlichen im TuS 1920 Oberwinter – ein Mann, der durch seinen Einsatz nicht nur den Verein, sondern die gesamte Gemeinschaft inspiriert.
6.) Hunsrück-Mosel: Karina Auler (53, HSV 70 Sargenroth)
Karina Auler ist seit 1978 Mitglied der Hunsrücker Spielvereinigung 1970 e.V. und damit ein fester Bestandteil des Vereinslebens. Schon früh war sie im Trampolinspringen, Turnen und in der Theatergruppe aktiv und ist bis heute engagiertes Mitglied der Damengymnastikgruppe.
Auch im Vorstand bringt sich Karina Auler seit Jahrzehnten ein: Von 1994 bis 2000 als Ortsvertreterin Belgweiler und seit 2017 als Ortsvertreterin Sargenroth – eine Rolle, die sie mit großer Zuverlässigkeit und Herzlichkeit ausfüllt.
Darüber hinaus ist Karina Auler in vielfältiger Weise eine unverzichtbare Stütze für den Sportverein:
- Sie reinigt die Kabinen am Sportplatz in Sargenroth.
- Bei Heimspielen der SG unterstützt sie im Verkauf von Speisen und Getränken.
- Bei Jugendturnieren der JSG ist sie die beliebte Waffelbäckerin.
- Sie hilft dem Vorsitzenden bei der Planung und Durchführung von Vereinsfesten.
- Und sie unterstützt die Abteilungsleiterin Turnen bei der Vorbereitung und Umsetzung von Veranstaltungen der Turnabteilung.
Karina Auler ist eine hilfsbereite, zuverlässige und stets anpackende Kraft, auf die man sich jederzeit verlassen kann.
7.) Trier-Saarburg: Marc Pasucha (30, DJK St. Matthias Trier)
Marc Pasucha ist eine zentrale Säule der DJK St. Matthias Trier und zeichnet sich durch sein außergewöhnliches Engagement aus. Er ist verantwortlich für die JSG Trier-Süd, Ansprechpartner für den Nachbarverein und koordiniert die Termine auf dem Kunstrasenplatz für alle Mannschaften.
Marc Pasucha organisiert sämtliche Vereinsturniere und -veranstaltungen, darunter seit 2023 den Alfons-Steinbach-Junioren/innen-Cup, der 2025 mit 60 Teams erfolgreich stattfand. Zum 100-jährigen Vereinsbestehen 2024 übernahm er die Hauptkoordination– und -organisation der Veranstaltung inklusive eines Gala-Spiels unter Beteiligung des SV Eintracht Trier 05.
Auch sportlich setzte Marc Pasucha Impulse: Die Gründung einer Frauenmannschaft und einer dritten Seniorenmannschaft im Sommer 2024 gingen von seiner Initiative aus.
Sein Engagement reicht zudem in handwerkliche Aufgaben: er plant und begleitet alle Umbauten am Vereinsheim und auf der Sportanlage, legt aktuell beim Bau einer Materialgarage selbst Hand an und sorgt für Materialbeschaffung. Als Administrator der Social-Media-Kanäle stärkt er zudem die Außenwirkung des Vereins auf Facebook und Instagram.
Marc Pasucha ist ein Organisationstalent, Anpacker und Ideengeber, dessen Einsatz den Verein in allen Bereichen spürbar voranbringt.
8.) Eifel: Hubert Runge (56, FC Kirchweiler 1925 e. V.)
Hubert Runge trat 2013 in den FC Kirchweiler ein. Mit seiner herzlichen, motivierenden Art hat „Hubi“, wie er von allen liebevoll genannt wird, seit seinem ersten Tag Menschen begeistert und für das Ehrenamt gewonnen. Für viele – gerade auch die Jüngeren – ist er längst ein echtes Vorbild.
Seit 2019 leitete er die Arbeitsgruppe „Umgestaltung Vereinsheim“, plante den kompletten Umbau und packte selbst unzählige Stunden an. Kabinen, Duschen, Außenfassade – überall war er die treibende Kraft. Selbst nach Nachtschichten als Schichtarbeiter stand er morgens auf dem Vereinsgelände und arbeitete weiter. Als ein Wasserschaden das frisch renovierte Vereinsheim beschädigte, war die Stimmung am Boden – doch Hubi mobilisierte Mitglieder, Fans und Helfer und führte die Sanierung erneut an. Das Ergebnis war so beeindruckend, dass der Verein 2024 im Wettbewerb „Würth Vereinsheimwerker des Jahres“ ausgezeichnet wurde.
Auch beim Neubau des Soccercourts ist Hubert Runge wieder das Herzstück: Fundament, Randsteine, Pflasterarbeiten – der Großteil stammt aus seiner Hand. Parallel plant er schon das nächste Projekt: den Bau einer Garage zur Unterbringung der Geräte, finanziert durch den kreativen Verkauf von Legosteinen.
Auch die tägliche Vereinsarbeit trägt seine Handschrift: Seit 2023 ist er Platzwart, pflegt den Rasenplatz und sorgt für beste Bedingungen. Gleichzeitig trainiert er seit 2022 die C-Junioren-Mannschaft seines Sohnes – und ist mit 56 Jahren immer noch Stammspieler in der zweiten Mannschaft.
Hubert Runge ist ein Workaholic im positiven Sinne, ein Anpacker, ein Positivdenker – ein Mann, der durch sein Engagement den Verein verändert und vorangebracht hat wie kaum ein anderer.
9.) Mosel: Philipp Becker (30, SV Laufeld)
Philipp Becker ist das Herzstück des Vereinslebens: Mit unerschöpflicher Leidenschaft stellt er seit Jahren seine gesamte Freizeit in den Dienst des Fußballs und der SG Laufeld/Buchholz.
Seit 2022 führt er als Leiter Spielbetrieb Herren des SV Laufeld und Teammanager der SG durch eine Phase des kompletten Umbruchs – mit einer Professionalität, als hätte er Jahrzehnte Erfahrung. Er koordiniert drei Mannschaften, sechs Plätze, unzählige Abstimmungen und sorgt im Hintergrund dafür, dass alles läuft – selbst dann, wenn er beruflich am anderen Ende der Welt ist.
2024 wurde er mit nur 28 Jahren einstimmig als Geschäftsführer des SV Laufeld und damit auch der gesamten SG gewählt – eine Wunschlösung aller Beteiligten. Seine Organisation, seine Ruhe und seine außergewöhnliche Hingabe beeindrucken Spieler, Vereine und Verantwortliche gleichermaßen.
Und damit nicht genug: Philipp Beckerengagiert sich zusätzlich als Beisitzer beim FC Vulkaneifel sowie als Kassenwart der FZM Gipperath – ein echter Mann für alle Fälle.
Philipp Becker lebt Ehrenamt nicht nur – er prägt es. Er ist ein unverzichtbarer Teil der Gemeinschaft und ein Mensch, der den Verein jeden Tag besser macht.
Aus dem Fußballverband Rheinland werden grundsätzlich vier der insgesamt neun Kreissieger*innen in den DFB-Club 100 berufen. Es war keine leichte Entscheidung für die Kreisehrenamtsbeauftragten, aus diesen neun wirklich verdienten Vereinsmitarbeiter*innen vier herauszufiltern. Die Wahl fiel schließlich auf:
- Tobias Kuch
- Christian Noll
- Marc Pasucha
- Hubert Runge
Die offizielle Ehrungsveranstaltung für den DFB-Club 100 findet im Rahmen einer Gala am 18. April 2026 im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund statt. Zudem werden die Mitglieder des DFB-Club 100 zu einem Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft eingeladen.
Die neun „Fußballhelden“ im FVR der Ausschreibung 2025 sind:
1.) Westerwald-Sieg: Til Kölzer (29, TuS Viktoria 09 Honigsessen e.V.)
Til Kölzer ist seit unglaublichen 14 Jahren Jugendtrainer im Verein – und damit eine der verlässlichsten und engagiertesten Stützen der gesamten Jugendarbeit. Seine Geschichte zeigt, was echte Leidenschaft bedeutet: Nachdem er sich in der Jugend schwer verletzte und selbst nicht mehr aktiv spielen konnte, entschied er sich nicht für den Rückzug, sondern für einen neuen Weg im Fußball. 2013 erwarb er die C-Lizenz, 2023 folgte die B-Lizenz – denn Til wollte weiterhin seinen Beitrag leisten, für den Verein, für die Kinder und für den Fußball.
Seitdem hat er nahezu jede Altersklasse trainiert und Mannschaften von der Kreisklasse bis hin zur Rheinlandliga betreut. Eine beeindruckende Kontinuität, die zeigt, wie stark er mit dem Verein verbunden ist. Und all das macht er – wie alle unsere Trainer – ehrenamtlich. Erst in den vergangenen Jahren wurde eine kleine Aufwandsentschädigung eingeführt, aber Til Kölzers Motivation war immer eine andere: die pure Leidenschaft für den Sport.
Kaum jemand hat über so viele Jahre hinweg so konstant Verantwortung übernommen wie er. Til Kölzer ist zuverlässig, fachlich stark, jederzeit ansprechbar und ein echter Motor der Jugendarbeit.
Er steht für Ausdauer, Leidenschaft und Treue zum Verein – Werte, die heute nicht mehr selbstverständlich sind. Til Kölzer hat große Generationen von Spielern geprägt und ihnen weit mehr vermittelt als nur Fußball. Er ist ein Vorbild für alle, die sich im Ehrenamt engagieren – und er hat jede Anerkennung absolut verdient.
2.) Westerwald-Wied: Niklas Fogel (24, SV Ellingen)
Niklas Fogel – oder wie ihn alle nennen: Niki – ist seit 2018 eine der prägendsten jungen Persönlichkeiten im Jugendfußball des SV Ellingen. Sein Engagement, seine Kreativität und seine Leidenschaft machen ihn zu einem außergewöhnlichen Ehrenamtler, der weit über das Übliche hinausgeht.
Schon früh übernahm „Niki“ Verantwortung. Über Jahre hinweg war er einer der Motoren hinter den beliebten Ostercamps und war von 2019 bis 2022 Trainer die E-Jugend. Doch besonders in der Corona-Zeit zeigte er, was in ihm steckt: Mit seiner großen ‚Corona-Challenge‘ schaffte er es, mehr als 45 Kinder und Jugendliche aller Altersklassen zu begeistern. Er sichtete mehr als 250 eingesendete Videos, erstellte Rankings, veröffentlichte Ergebnisse und entwickelte immer neue Aufgaben – ein beeindruckendes Beispiel für Ideenreichtum, digitale Kreativität und echte Hingabe.
2023 übernahm er gemeinsam mit Thomas Helten die E2, 2024 die D2 – und heute trainiert er die A-Jugend des Vereins, begleitet also junge Spieler direkt auf ihrem Weg in den Seniorenfußball. Mit seiner DFB-B-Lizenz bringt er sich zusätzlich in Konzeptarbeit und in die Entwicklung neuer Projekte ein – darunter die Vision einer eigenen Fußballschule für den SV Ellingen.
Schon vor der Pandemie war „Niki“ aktiv an der Weiterentwicklung des Jugendkonzepts beteiligt und sogar im Mannschaftsrat der ersten Mannschaft. Sein Engagement ist umfassend, nachhaltig und geprägt von echter Leidenschaft für Kinder und Jugendliche.
3.) Rhein-Lahn: Marvin Wörsdörfer (23, SV Gutenacker)
Marvin Wörsdörfer ist seit 2022 die treibende Kraft dafür, dass der SV Gutenacker wieder Jugendfußball anbietet – etwas, das es seit den frühen 2000er-Jahren nicht mehr gegeben hatte. Zusammen mit seinem Bruder Yannis hat er es geschafft, dass mittlerweile rund 35 Kinder im Alter von vier bis zehn Jahren aktiv Fußball spielen. Einmal im Jahr engagiert sich Marvin Wörsdörfer zusätzlich als Betreuer bei der Ferienfreizeit des SV Gutenacker.
Auch wenn das Jugendfußball-Team insgesamt aus vier Trainern und Betreuern besteht, ist Marvin Wörsdörfer der klare „Chef“ und das Herzstück dieser Abteilung. Obwohl die Position des Jugendleiters im Vorstand aktuell unbesetzt ist, hat Marvin Wörsdörfer diese Rolle intern übernommen – mit großem Engagement, Leidenschaft und Verantwortungsbewusstsein.
Für seinen unermüdlichen Einsatz und seine Begeisterung für unsere jungen Spieler hat Marvin Wörsdörfer diese Auszeichnung mehr als verdient.
4.) Koblenz: Theo Damm (27, SV Weitersburg)
Theo Damm ist eine herausragende Persönlichkeit des Jugendfußballs – ein echtes Vorbild für Engagement, Leidenschaft und Verlässlichkeit. Sein Weg begann in den eigenen Reihen: Von den Bambini bis zur A-Jugend durchlief er alle Altersklassen als Spieler und legte damit das Fundament für seine beeindruckende Trainerkarriere. 2019 übernahm Theo Damm erstmals Verantwortung als Trainer der B-Jugend und führte diese bis 2021. Danach coachte er die A-Jugend, bevor er ab Sommer 2022 die D-Jugend übernahm, die er heute in der C-Jugend als Co-Trainer begleitet. Zusätzlich steht er jeden Montag als Torwarttrainer für die E-, D- und C-Jugend auf dem Platz – ein Einsatz, der seine Vielseitigkeit und seine außergewöhnliche fachliche Breite zeigt.
Er hat sich stetig weitergebildet: 2021 der DFB-Basiscoach, 2022 Teamleiter Jugend, 2023 Teamleiter Torwart und im selben Jahr die C-Lizenz – alle Qualifikationen über den FV Rheinland. Seine Motivation, besser zu werden, ist unübersehbar. Auch beruflich ging sein Weg konsequent weiter: ein duales Bachelor-Studium im Sportmanagement, anschließend die Ausbildung zum Sport- und Fitnesskaufmann, und aktuell arbeitet er an seinem Masterabschluss.
Was Theo Damm jedoch wirklich auszeichnet, ist sein Herzblut. Er verschiebt berufliche Termine, um für seine Mannschaften da zu sein. Er motiviert, fördert und fordert – und das mit einer Ruhe, Kompetenz und Hingabe, wie man sie heute nur noch selten findet.
Theo Damm verkörpert alles, was einen Fußballhelden ausmacht: Erfahrung, Leidenschaft, Professionalität und die Fähigkeit, junge Menschen zu begeistern und weiterzubringen. Seine Arbeit hat enormen Einfluss auf die Jugend – und auf die gesamte Fußballgemeinschaft.
5.) Rhein-Ahr: Finn Müller (22, SV Eintracht Mendig)
Finn Müller ist ein junger Mann, der im Verein praktisch jede Station durchlaufen hat: vom Jugendspieler über die A-Jugend bis hin zu den Seniorenmannschaften. Doch seine größte Wirkung entfaltet er abseits des eigenen Spielbetriebs – im Ehrenamt.
Zwischen April 2023 und Oktober 2024 absolvierte er sein Freiwilliges Soziales Jahr im Verein und war in dieser Zeit eine enorme Unterstützung für die Jugendleitung. Er lernte nicht nur die administrativen Aufgaben kennen, sondern führte sie selbstständig aus. Während seines FSJ erwarb er die C-Lizenz, aktuell arbeitet er bereits an der B-Lizenz – ein Zeichen seines Ehrgeizes und seiner klaren Ziele.
Er besitzt ein außergewöhnliches Talent, junge Menschen weiterzuentwickeln. Deshalb wurde er zusätzlich Co-Trainer der Rheinlandliga-Mannschaft – ein bemerkenswerter Schritt für einen so jungen Ehrenamtler. Seine Arbeit geht dabei weit über das Training hinaus: Er plant und leitet Feriencamps, organisiert Weiterbildungen für seine C-Jugend an Sportschulen und bringt fortlaufend neue Ideen ein, die die Attraktivität der gesamten Jugendabteilung steigern – einer Jugend mit immerhin 18 Mannschaften.
Sein Engagement hat Wirkung auf den gesamten Verein. Er leistet echte Entwicklungsarbeit, sorgt für frischen Wind und schafft Strukturen, die den langfristigen Erfolg sichern.
Der Verein ist stolz und dankbar, einen so engagierten jungen Menschen in den Reihen zu haben – jemanden, der Verantwortung übernimmt, der mitdenkt, der gestaltet. Denn mit Ehrenamtlern wie ihm hat der Verein eine starke Zukunft.
6.) Hunsrück-Mosel: Maximilian Hammen (20, SV Vesalia 08 Oberwesel)
Maximilian Hammen ist trotz seines jungen Alters seit mehreren Jahren als Jugendtrainer aktiv – und das neben Schule, Abistress und seiner eigenen sportlichen Karriere. In der Saison 2024/2025 spielte er selbst in der A-Jugend der JSG Hunsrück-Mittelrhein in der Bezirksliga und gleichzeitig in der ersten Seniorenmannschaft der SG Viertäler Oberwesel in der A-Klasse.
Mit beiden Teams stand er im Pokalfinale, wurde mit Oberwesel Kreismeister und schaffte den Aufstieg in die Bezirksliga. Zusätzlich unterstützte er sogar noch die zweite Mannschaft – ein Pensum, das für einen so jungen Spieler außergewöhnlich ist. Und als wäre das nicht genug, betreute Max Hammen in derselben Saison auch noch die D2-Jugend. Mit seinem jüngeren Jahrgang verpasste er nur knapp den Aufstieg in die Leistungsklasse und qualifizierte sich in der Hallenrunde für die Endrunde.
Max Hammen lebt Fußball. Man hat das Gefühl, er ist immer voller Leidenschaft, Energie und Verantwortungsbewusstsein dabei. Junge Menschen mit einem solchen Einsatz für ihre Vereine gibt es heute nur noch selten.
In der aktuellen Saison trainiert Max Hammen die D1 in der Bezirksliga, spielt selbst Bezirksliga in der ersten Mannschaft – und das alles weiterhin neben der Schule. Sein nächstes Ziel: die B-Trainerlizenz.
Max Hammen zeigt, was möglich ist, wenn Begeisterung, Disziplin und Herzblut zusammenkommen.
7.) Trier-Saarburg: Tim Hendele (25, FSV Trier-Tarforst)
Tim Hendele ist seit dem 14. März 2015 Schiedsrichter – und seit fast einem Jahrzehnt ein fester, zuverlässiger und engagierter Bestandteil des Schiedsrichterwesens. Er pfeift bis zur A-Klasse und war zudem als Schiedsrichterassistent in der Aufstiegsrunde zur Oberliga Südwest aktiv – ein Zeichen seiner Qualität, seines Fachwissens und seiner sportlichen Entwicklung.
Doch Tim Hendele ist weit mehr als ein Schiedsrichter auf dem Platz: Seit 2024 ist er Ansetzer im Spielkreis Trier-Saarburg für Juniorinnen, Junioren und Senioren. Eine zentrale Aufgabe, die Struktur, Verantwortungsbewusstsein und Organisationstalent erfordert – und die er mit großer Sorgfalt ausfüllt.
Besonders wertvoll ist sein Einsatz als Pate für neue und junge Schiedsrichter. Tim Hendele begleitet sie bei ihren ersten Spielleitungen, gibt ihnen Sicherheit, erklärt Abläufe, unterstützt bei den Spielberichten und vermittelt die Grundlagen der souveränen Spielleitung. Er sorgt dafür, dass Nachwuchsschiedsrichter gut starten, sich entwickeln und im System bleiben – ein Beitrag, der gar nicht hoch genug geschätzt werden kann.
Auch in der Aus- und Fortbildung ist Tim Hendele aktiv. Bei den Lehrabenden unterstützt er den Kreislehrwart, hilft bei der Videoschulung und wirkt bei Fortbildungslehrgängen mit. Er ist damit eine wichtige Stütze für alle Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter im Kreis – fachlich stark, verlässlich und immer bereit, Verantwortung zu übernehmen.
Tim Hendele steht für Engagement, Teamgeist und Leidenschaft für das Schiedsrichterwesen. Mit seinem Einsatz stärkt er die Basis, fördert den Nachwuchs und trägt dazu bei, dass der Spielbetrieb Woche für Woche reibungslos funktioniert – ein Ehrenamtler wie Tim Hendele ist ein Glücksfall.
8.) Eifel: Chantal Nosbüsch (23, DJK Utscheid)
Chantal Nosbüsch ist ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie viel Veränderung und Stärke ein einzelner Mensch in einen Verein bringen kann. Seit 2022 engagiert sie sich als „Zugezogene“ mit außergewöhnlicher Leidenschaft als Jugendleiterin der DJK Utscheid – und hat sich in kürzester Zeit zu einer unverzichtbaren Stimme für die Jugendlichen entwickelt.
Als einzige Frau in den Jugendleitersitzungen der JSG Bettingen vertritt Chantal mutig, klar und selbstbewusst die Interessen des Vereins. Sie sorgt für ein respektvolles Miteinander, bringt neue Impulse ein und zeigt, wie wertvoll Vielfalt im Ehrenamt sein kann.
Ihr Engagement ist nachhaltig und verlässlich: Sie ist präsent in allen relevanten Gremien, gestaltet Jugendleitersitzungen aktiv mit und setzt sich konsequent für die Bedürfnisse und Anliegen der Nachwuchsspielerinnen und -spieler ein – in einem Umfeld, das oft noch männlich dominiert ist.
Doch Chantal Nosbüsch wirkt nicht nur im Hintergrund: Seit August 2021 steht sie selbst als aktive Spielerin für die Frauenmannschaft der DJK Utscheid auf dem Platz. Damit lebt sie vor, was sie auch im Jugendbereich vermittelt – Teamgeist, Fairness und echtes Miteinander. Durch ihre Doppelfunktion als Spielerin und Jugendleiterin bringt sie ein außergewöhnlich breites Verständnis für Strukturen, Herausforderungen und die Lebenswelt der Jugendlichen mit.
Ihr Einsatz stärkt nicht nur die Jugendarbeit des Vereins, sondern auch die Sichtbarkeit von Frauen im Fußball. Chantal Nosbüsch inspiriert Jugendliche, Kolleginnen und Kollegen gleichermaßen – und zeigt, wie sehr Ehrenamt den Verein prägt, wenn es mit Herz und Überzeugung gelebt wird.
9.) Mosel: Johannes Klingel (26, SV Gonzerath)
Johannes Klingel ist ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie engagiert junge Menschen sein können, wenn sie für eine Sache brennen. Trotz seines jungen Alters ist er im Ehrenamt außergewöhnlich aktiv – und das vor allem als Schiedsrichter.
Seit dieser Saison leitet er Spiele in der Rheinlandliga, eine Leistung, die viel Talent, Disziplin und Persönlichkeit erfordert. Doch Johannes Klingel ist nicht nur auf dem Platz präsent: Im Spielkreis Mosel ist er als Lehrwart tätig und setzt sich aktiv dafür ein, neue Nachwuchsschiedsrichter zu gewinnen und auszubilden.
Auch seinem Heimatverein, dem SV Gonzerath, ist er eng verbunden. Durch sein Engagement hat der Verein seit letztem Jahr vier aktive Schiedsrichter – ein Wert, der heutzutage alles andere als selbstverständlich ist. Zudem ist er seit November 2025 als Vereinsvorstand aktiv.
Er kennt den Fußball von beiden Seiten. Seit seinem sechsten Lebensjahr spielt er selbst, vor allem als Torhüter. Doch schon kurz vor seinem 15. Geburtstag begann er seine Schiedsrichterlaufbahn – und diese wurde schnell zu seiner größten Leidenschaft. Der aktive Spielbetrieb rückte immer weiter in den Hintergrund, weil er sich mit voller Hingabe auf das Pfeifen konzentrierte.
Johannes Klingel zeigt, wie wichtig junge, motivierte Ehrenamtliche für den Fußball sind. Mit Kompetenz, Verlässlichkeit und echter Leidenschaft geht er voran – und ist damit ein Vorbild für viele. Er hat sich diese besondere Anerkennung mehr als verdient.
Für die Fußballhelden-Bildungsreise im Mai hat der DFB den Landesverbänden jeweils einen weiteren Platz für den „Sonderpreis Mädchenfußball“ zur Verfügung gestellt. Für den Fußballverband Rheinland wird Hannah Schmidt (25, SF Höhr-Grenzhausen) an der Bildungsreise teilnehmen. In ihrem Heimatverein fungiert Sie als Trainerin, Social-Media-Beauftragte, Redakteurin des Heimspielheftes und ist bei allen Veranstaltungen mit helfender Hand dabei. Zudem war Sie Mitgründerin der Abteilung Frauenfußball im Jahr 2010. Mit dem Sonderpreis Mädchenfußball soll Hannah Schmidt für ihr herausragendes Engagement im Mädchenfußball, mit der Teilnahme an dieser unvergleichlichen Weiterbildungs- und Netzwerkmaßnahme ausgezeichnet und (weiter) motiviert werden.
Die Preisträger der Aktion „Danke Schiri“ sind:
Kategorie Schiedsrichterin: Aylin Hallerbach
Aylin Hallerbach ist seit 2011 Schiedsrichterin, pfeift in der Kreisliga und hat bereits rund 600 Spiele geleitet. Sie ist äußerst teamorientiert, übernimmt fast jederzeit Einsätze und ist insbesondere für junge Schiedsrichterinnen eine wichtige Ansprechpartnerin und inoffizielle Patin. Darüber hinaus engagiert sie sich in der Schiedsrichterwerbung – etwa beim Familientag am Nürburgring – und leitet gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen regelmäßig Turniere von Behinderteneinrichtungen unentgeltlich.
Kategorie U50: Pascal Lichtenthäler
Pascal Lichtenthäler ist seit 2008 Schiedsrichter und in der Herren-Rheinlandliga im Einsatz, in der er bereits mehr als 400 Spiele absolviert hat. In seiner Gruppe ist er fest verankert, nimmt Jungschiedsrichter als Gespannführer mit, gibt praktische Tipps bei Belehrungsabenden und übernimmt Parts bei Anwärterlehrgängen. Trotz seines hohen Niveaus pfeift er bewusst auch in niedrigeren Klassen, unterstützt dort seine Kolleginnen und Kollegen als Teamplayer und bringt sich zudem bei sozialen Sammelaktionen, auch im beruflichen Umfeld, ein.
Kategorie Ü50: Hermann Krings
Hermann Krings ist seit 1994 Schiedsrichter, hat rund 850 Spiele geleitet und ist in der Kreisliga B aktiv. Er überzeugt durch enorme Einsatzbereitschaft, insbesondere auch bei ungünstigen Anstoßzeiten wie beim Schulfußball oder in Hallenrunden, und steht jungen Schiedsrichtern – vor allem in seinem Heimatverein SVE Mendig – jederzeit beratend zur Seite. In Pflichtbelehrungen bringt er seine jahrzehntelange Erfahrung ein, organisiert regelmäßig Schulungsräume und Sportanlagen für Lehrgänge und ist als „Fußballer durch und durch“ mit seiner offenen, sozialen Art ein stets gern gesehener Gast auf jedem Sportplatz.
Preisträger „Walter-Desch-Preis“: TuS Burgschwalbach
Nachdem im vergangenen Jahr Georg Dötsch erster Preisträger des mit 500 Euro dotierten Walter-Desch-Preises war, folgt nun mit dem TuS Burgschwalbach ein Verein – die Ausschreibung lässt diese Möglichkeit explizit offen. Zwölf Abteilungen hat der TuS, rund 670 Mitglieder – und das bei lediglich rund 1.100 Einwohnern der Ortsgemeinde. „Der Verein ist mehr als eine sportliche Organisation, er ist lebendiger Mittelpunkt des Orts“, sagte Gregor Eibes bei der Laudatio. „Der TuS Burgschwalbach ist ein Motor des Dorflebens, davon zeugen viele Aktivitäten.“
Mit beeindruckender Eigeninitiative und großem Zusammenhalt hat der TuS Burgschwalbach in den vergangenen Jahren Außergewöhnliches geleistet. Der Verein finanzierte den 2016 fertiggestellten Kunstrasenplatz nahezu vollständig selbst – eine Investition von über 410.000 Euro. Nur 30.000 Euro kamen von der Kommune; den Rest stemmten Vereinsmitglieder über Spenden, Eigenleistungen und einen privaten Kredit. Das Ergebnis: Eine moderne Sportstätte, die von drei Ehrenamtlichen gepflegt wird und den sportlichen Aufstieg bis in die Bezirksliga begleitete.
Der Verein organisiert vier Fastnachtsveranstaltungen im Jahr, beteiligt sich am vielbesuchten Weihnachtsmarkt mit mehr als 3.000 Gästen und richtet jährlich ein Firmenturnier aus. Zudem betreibt der TuS eine vereinseigene Gaststätte und sorgt mit zivilen Preisen und ehrenamtlichem Engagement für gesellige Begegnungen.
Mit kreativen Projekten wie dem jährlich erscheinenden TuS-Weihnachtskalender (rund 2.000 Exemplare) stärkt der Verein insbesondere seine Jugendarbeit. Auch sportlich setzt der TuS Zeichen, unter anderem als DFB-Stützpunkt, durch Jugendturniere oder Trainingscamps mit bis zu 80 Kindern.
„Vereine sind Organisationen für die Gesellschaft. Beim TuS Burgschwalbach ist das in besonderem Maße der Fall“, sagte Walter Desch.



























