Eine gute Zeit bei guten Bedingungen: Die U16-Junioren-Auswahl des Fußballverbandes Rheinland ist mit einem positiven Gefühl aus dem Wintertrainingslager in Spanien zurückgekehrt. Eine Woche lang standen in Pineda de Mar nahe Barcelona intensives Training, zwei Härtetests gegen spanische Topteams und viel Zeit als Gruppe im Mittelpunkt.
Dabei rückte neben den sportlichen Aspekten auch der Mannschaftsgedanke in den Vordergrund: „Wir wollen als Mannschaft auftreten und nicht als Einzelteile. Wichtig ist, dass einer für den anderen läuft, in jeder Phase des Spiels“, sagte der zuständige FVR-Verbandstrainer Clemens Decker. „Schon Kleinigkeiten wie gemischte Zimmerbelegungen ohne Vereinsgruppen können helfen, aus vielen Talenten ein echtes Team zu formen.“
Sportlich wurde den Jungs einiges abverlangt: acht Trainingseinheiten und zwei Spiele innerhalb einer Woche. Inhalte wie gemeinsames hohes Verteidigen, Kompaktheit und klare Rollen auf den Positionen standen im Fokus. „Die Ligen, in denen unsere Jungs normalerweise spielen, sind nicht mit den Auswahlgegnern zu vergleichen“, sagte Decker – umso wichtiger sei es, Tempo und Intensität in einem solchen Trainingslager zu erleben.
Gespielt wurde gegen zwei Mannschaften aus der höchsten katalonischen U16-Liga. Im ersten Spiel brauchte die FVR-Auswahl etwas, um mit Tempo und schwierigen Witterungsbedingungen zurechtzukommen, 1:1 hieß es am Ende. Im zweiten Test gelang es dem Team, den Gegner über 90 Minuten aggressiv unter Druck zu setzen – der 4:0-Sieg war aus Trainersicht vor allem das Ergebnis dieser gemeinsamen, mutigen Spielweise. „Viel wichtiger als das Ergebnis ist für uns, dass die Jungs sehen: Wenn wir unsere Idee konsequent umsetzen, können wir auch starke Gegner stressen“, meinte Decker.
Neben den Einheiten auf dem Platz standen für die Mannschaft, mit der neben Decker auch Co-Trainer Manfred Rehbein, Torwarttrainer Frank Thieltges, Betreuer Helmut Hohl, Videoanalyst Niklas Ehlen und Physiotherapeutin Verena Studt nach Spanien gereist waren, ein Ausflug nach Barcelona und ein Nachmittag im nahegelegenen Calella auf dem Programm. In der Wochenmitte nutzte das Trainerteam zudem die Gelegenheit für Einzelgespräche, um sportliche und persönliche Themen in Ruhe zu besprechen. Decker lobt das Verhalten seiner Mannschaft: „Die Jungs haben sich die ganze Woche über toll verhalten, der Fokus hat klar auf Fußball gelegen.“
Möglich wurde das Trainingslager durch die Unterstützung des Verbandes sowie eine Eigenbeteiligung der Spieler. Decker ist dafür ausdrücklich dankbar: „Wenn man unter professionelleren Bedingungen arbeiten kann – mit kleinem Trainerteam, Physiotherapie und allem rundherum –, bekommen die Jungs das Gefühl: Es dreht sich gerade alles um Fußball.“ Für viele sei die Auswahl etwas Besonderes, gerade weil es im Rheinland kein Nachwuchsleistungszentrum gebe.
„Unsere Aufgabe ist es, die Spieler im Rheinland so gut wie möglich mitzuentwickeln“, sagte Decker. Ob der Weg später in die Oberliga, Regionalliga oder höher führt – das Trainingslager in Spanien soll dafür ein wichtiger Baustein sein: sportlich, motivierend und als Erlebnis, das die Identifikation mit der FVR-Auswahl weiter stärkt.






