Schirmherr und Turniererfinder Walter Desch war sichtlich zufrieden mit dem Verlauf des 15. Deutschen-Eck-Cups: „Mittlerweile ist es selbstverständlich, dass hier Männer und Frauen zusammenspielen, und die Inklusionsteams sind auch längst nicht mehr wegzudenken“, sagte der Ehrenpräsident des Fußballverbandes Rheinland. Bei glühender Hitze waren 22 Mannschaften zusammengekommen, die allesamt ein Startgeld im Vorfeld gespendet hatten, sodass 5.000 Euro für die Lotto-Stiftung auf dem Spendenscheck im Rahmen der Siegerehrung standen. „Eine weitere großartige Komponente dieses Turniers“, war Desch voll des Lobes über die Abläufe, die von der SG 2000 Mülheim traditionell souverän gelenkt wurden.
Neu war der Turnierleiter, denn für Michael Marx war es eine Premiere und durchaus eine Herausforderung: „Bis die Auslosung vollzogen ist und die Spielpläne erstellt sind, ist das echt kein Pappenstiel, aber ich war gut vorbereitet, und im Anschluss lief es wie am Schnürchen.“ Dem war tatsächlich so, und es wurde ein reibungsloses, unterhaltsames, vor allem sehr faires Turnier, das durch ein 9-Meter-Schießen entschieden wurde. Die Firma Krieger Gesundheit aus Koblenz war ohne Niederlage durch das Turnier marschiert, um im Halbfinale 1:1-unentschieden gegen Griesson de Beukelaer aus Polch zu spielen. Im notwendigen Shootout setzten sich die Koblenzer durch.
Im anderen Halbfinale konnte der Fußballverband die Jugendtrainer der SG 2000 in Schach halten, und der vierte Turniersieg schien möglich. Im Finale stand es nach zwölf Minuten Spielzeit erneut remis, sodass auch hier ein 9-Meter-Schießen die Entscheidung bringen musste. Wiederholt setzte sich Krieger Gesundheit durch, um so zum ersten Mal den großen Wanderpokal in Empfang nehmen zu können.
Dies aber nicht alleine, denn Sophia vom SG-Inklusionsteam wurde spontan hinzugebeten, um den Pott mal in die Höhe zu recken. „Das macht dieses Turnier besonders“, sprach Walter Desch spontan aus, was viele dachten. Den Pokal für Platz zwei nahm der Fußballverband in Empfang, den für Rang drei erhielten die Jugendtrainer des gastgebenden Vereins. Griesson de Beukelaer endete auf einem hervorragenden vierten Platz, die beste Platzierung bisher für die Keksexperten in der Turniergeschichte.
„Das Schöne ist hier unter anderem auch das Aufeinandertreffen guter, alter Bekannter, immer neu gewürzt mit Premierenteilnehmern“, sagte Desch. So waren zum Beispiel die Schiedsrichter des Fußballkreises Koblenz zum ersten Mal mit von der Partie, ebenso die Physiotherapieschule des Campus Brüderhaus in Koblenz. „Ich freue mich heute schon auf die 16. Auflage im nächsten Jahr“, verabschiedete sich der Schirmherr aus Mülheim-Kärlich, nicht ohne der ausrichtenden SG 2000 ein großes Lob für die Gastfreundschaft auszusprechen und Lotto Rheinland-Pfalz ein Dankeschön für die wiederholte Unterstützung als Hauptsponsor des Betriebsfußballevents mit inklusiver Note.
