Christian Wück hatte seine Aussage zwar auf etwas anderes bezogen, sie passte aber auch auf das große Ganze: „Fußball ist eine gehörige Portion Kopf“, sagte der Trainer der Frauen-Nationalmannschaft – einer der diversen hochkarätigen Referenten des Trainerfortbildungskongresses des Fußballverbandes Rheinland. Wücks Vortrag bildete den Abschluss des Programms, das den mehr als 60 Teilnehmern von Freitagvormittag bis Sonntagmittag vielfältige und hochspannende Informationen bot. Vieles für den Kopf, also in der Theorie, einiges aber auch in der Praxis: Abwechslungsreich war die nunmehr zehnte Auflage des Kongresses, die einmal mehr dankbare Teilnehmer und auf Seiten des FVR zufriedene Verantwortliche hinterließ.
Den Auftakt machte DFB-Schiri-Lehrwart Lutz Wagner, der gewohnt unterhaltsam unter anderem anhand aktueller Beispiele von der Weltmeisterschaft Entwicklungen und Veränderungen im Jahr 2026 veranschaulichte. Die beiden Verbandstrainer Dennis Lamby und Florian Stein gingen dann zum Thema Coaching in die Theorie und die Praxis auf dem Platz, bevor am späten Nachmittag DFB-Chefausbilder Arno Michels zum Expertentalk bereitstand.
Am Samstag rückte Techniktrainer Markus Steffen zunächst das Thema eins gegen eins in den Fokus, bevor Sascha Bigalke (1. FC Köln), Sascha Eikel (Borussia Mönchengladbach) und Maxi Junk (1. FSV Mainz 05) zu Gast in Koblenz waren – zusammen mit ihnen ging es erstmals beim Kongress in zwei Workshop-Phasen. Und vor Wücks Abschluss am Sonntag stellte Alexander Otto das Thema Spielanalyse anschaulich dar.
„Der zehnte Fortbildungskongress war insgesamt eine ganz tolle, runde Veranstaltung“, sagte der Sportliche Leiter des FVR, Clemens Decker. „Wir haben dieses Mal nicht nur sehr prominente Referenten präsentieren dürfen, sondern auch zwei Workshops. Uns geht es darum, ein Angebot zu machen und dass jeder Teilnehmende für sich das mitnimmt, was tatsächlich seine Arbeit unterstützt. Der eine oder andere hat bereits gesagt, dass er beim nächsten Mal wieder dabei sein wird – das unterstreicht, dass der Kongress einfach Lust auf mehr macht.“
Das zeigt sich im Übrigen auch bei den Referenten, die teils schon mehrfach ihr Wissen weitergaben – Lutz Wagner sogar in neun der zehn Jahre. Christian Wück war nach 2024 nun zum zweiten Mal dabei. „Es hat mir auch jetzt wieder Spaß gemacht“, sagte er. „Hier waren sämtliche Themen des Fußballs mit Top-Referenten vertreten. Alle waren begeistert, und man hat so viel Input bekommen, der für die persönliche Trainerentwicklung einfach unheimlich wichtig ist.“
Das sieht natürlich auch das Verbandstrainer-Team des FVR so. „Unser Slogan war und ist: Ein guter Trainer bist Du nicht, ein guter Trainer wirst Du. Ich glaube, dass wir hier durch die hochkarätigen Referenten und Inhalte etwas geschaffen haben, von dem jeder Trainer etwas mit in den Verein nehmen und so ein besserer Trainer werden kann“, sagte Dennis Lamby. Florian Stein ergänzte: „Es waren C- und B-Lizenzinhaber dabei, die ihre Lizenz verlängert haben – und ich glaube,
diese Vielfältigkeit der Gruppe hat es ausgemacht. Nicht nur bei den Einheiten auf dem Platz und im Lehrsaal, sondern auch bei den Gesprächen zwischen den einzelnen Blöcken. Es waren drei unfassbar spannende Tage.“















